Popp erinnert sich an U17-Triumph

Alexandra Popp muss zwar wegen einer Verletzung auf die UEFA Women's EURO 2013 verzichten, im Gespräch mit UEFA.com hat sie sich aber gerne an ihre Zeit bei der U17-Europameisterschaft zurückerinnert.

Popp erinnert sich an U17-Triumph
©UEFA.com

Die deutsche Stürmerin Alexandra Popp muss zwar wegen einer Verletzung auf die UEFA Women's EURO 2013 verzichten, im Gespräch mit UEFA.com hat sie sich aber gerne an ihre Zeit bei der U17-Europameisterschaft zurückerinnert, die am Dienstag mit einer neuen Ausgabe startet.

Die heute 22-jährige Popp war ein Garant dafür, dass die DFB-Elf vor fünf Jahren die erste U17-EURO gewinnen konnte. Beim 3:0-Finalsieg gegen Frankreich erzielte sie ein Tor, insgesamt waren es im Verlauf des Turniers elf.

"Das hat super viel Spaß gemacht mit einer tollen Mannschaft und einem tollen Trainer- und Betreuerteam so einen Erfolg zu haben, vor allem war das mein erster wirklicher Erfolg, den ich dort sammeln durfte", erzählte Popp gegenüber UEFA.com. "Das hat einfach Spaß gemacht."

"Das Stadion war voll, wir haben gegen Frankreich gespielt, das war ein Spiel auf Augenhöhe, bis dann das 1:0 fiel, da war dann der Bann gebrochen und es lief wie von alleine. Man muss einfach Spaß, Euphorie und Leidenschaft mit an den Tag bringen, dann kommt man meist zum Erfolg."

Anschließend startete Popp voll durch. 2010 wurde sie Toptorschützin bei der FIFA-U20-WM der Frauen und holte mit der DFB-Elf auch den Titel. 2009 hatte sie mit dem FCR 2001 Duisburg den UEFA-Frauenpokal geholt, letzten Monat triumphierte sie mit dem VfL Wolfsburg in der UEFA Women's Champions League. Doch ihren ersten Erfolg bei der U17-EURO wird sie nie vergessen.

"Das ist natürlich sehr wichtig", sagte sie. "Wir hatten nach der U17-EM noch die [FIFA U17-] WM in Neuseeland, da hatten wir auch einen Teamspirit, der einfach funktioniert hat, auch wenn es am Ende nur zu Bronze gereicht hat. Aber ich finde es wichtig, sich auch selbst weiterzuentwickeln, selbst an sich zu arbeiten und diese erarbeiteten Sachen dann mit in ein Team zu bringen, wo man helfen kann, als Einheit zu fungieren. Wenn es vom Fuß und Kopf funktioniert, kann man am Ende auch erfolgreich sein."

Popp war in ihrer Jugend übrigens das einzige Mädchen in der Fußballakademie des FC Schalke 04. "Als ich mit Fußball angefangen habe, hatte ich schon zehn Jahre lang mit Jungs Fußball gespielt, das hat mich geprägt, das macht mich immer noch aus, weil ich immer noch dahin gehe, wo es weh tut, in einen Zweikampf gehe, der vielleicht unnötig erscheint, aber dann doch zum Ballgewinn komme, das habe ich von den Jungs gelernt, diese Robustheit", sagte sie. "Und als ich dann auf Schalke kam konnte ich mich weiterentwickeln, gerade auch was meine Dynamik anging, ich wurde schneller, ich konnte schneller mitspielen, da fiel es mir leichter, in das schnelle Spiel hineinzukommen.

Deutschland hat erstmals die U17-Endrunde verpasst, doch Popp hat dennoch einen Tipp für alle Teilnehmerinnen aus Belgien, Polen, Schweden und Spanien parat: "Man sollte sich definitiv auf so ein Ereignis freuen, weil es meist schneller vorbei sein kann, als man glaubt."

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