UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Die Geschichte der U17-EURO der Frauen

Die UEFA-U17-Europameisterschaft für Frauen begann in der Saison 2007/08.

UEFA via Sportsfile

Die UEFA-U17-Europameisterschaft für Frauen wurde am 22. Mai 2006 vom Exekutivkomitee der UEFA für die Saison 2007/08 eingeführt.

Die Entscheidung für diesen jährlichen Wettbewerb folgte auf die Einführung der ab 2008 alle zwei Jahre ausgetragenen FIFA-U17-Weltmeisterschaft für Frauen - das europäische Turnier dient dabei als Qualifikation, wenn es im gleichen Jahr wie die WM stattfindet. Dazu unterstrich die UEFA damit ihre großen Bemühungen um den Frauenfußball und würdigte die verstärkten kontinentalen Aktivitäten in diesem Bereich.

Zudem hoffte die UEFA, dass dieses neue Turnier die Mitgliedsverbände ermutigt und motiviert, die bisher noch nicht an europäischen Frauen-Wettbewerben teilgenommen haben.

Die Erwartungen der UEFA wurden übertroffen, als sich 40 Nationen für die erste Ausgabe dieses Wettbewerbs anmeldeten. Die Auslosung für die erste Qualifikationsrunde wurde auf den 19. Februar 2007 festgelegt. Für die erste Saison wurde entschieden, dass es vier Teams zur Endrunde schaffen und Nyon - die Schweizer Heimat der UEFA - der Austragungsort sein würde. Deutschland holte sich bei der Endrunde mit Frankreich, Dänemark und England den Titel, alle qualifizierten sich für die Weltmeisterschaft.

Im Jahr darauf verteidigte Deutschland seinen Titel mit einem 7:0-Sieg gegen Spanien, Frankreich wurde durch einen 3:1-Erfolg gegen Norwegen Dritter. 2010 machte es Spanien besser, im Elfmeterschießen setzte sich die Mannschaft gegen die Republik Irland durch, die zuvor im Halbfinale Deutschland ausgeschaltet hatte. 2011 konnte die Mannschaft von Jorge Vilda ihren Titel erfolgreich verteidigen, durch ein spätes Tor gegen Frankreich.

Im folgenden Jahr war wieder Deutschland an der Reihe. In der zweiten Qualifikationsrunde schaltete die DFB-Auswahl Spanien aus, im Endspiel gab es dann einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Frankreich. Für die Französinnen war es bereits die dritte Finalniederlage. Im Jahr 2013, nachdem sich Deutschland das erste Mal nicht qualifizieren konnte, sicherte sich die Mannschaft aus Polen den ersten Titel bei den Frauen, nachdem man im Finale die Schwedinnen mit 1:0 besiegen konnte.

In Nyon fand gleichzeitig das letzte Turnier mit vier Teams statt. Zur Saison 2013/14 wurde die Endrunde auf acht Mannschaften erweitert, außerdem gibt es jedes Jahr einen anderen Gastgeber - die erste erweitere Endrunde in England gewann erneut Deutschland. 2015 in Island konnte Spanien zum dritten Mal den Titel holen, ehe im Jahr darauf Deutschland die besseren Nerven hatte und vor mehr als 10 000 Zuschauern in Belarus im Elfmeterschießen gegen Spanien gewann.

Auch im Jahr 2017 hatte Deutschland in der Tschechischen Republik beim Elfmeterschießen gegen Spanien das bessere Ende für sich, und auch 2019 in Bulgarien siegten die Deutschen. Im Finale bezwangen sie die Niederlande, die zuvor im Halbfinale Spanien ausgeschaltet hatten.

Die nächste Ausgabe wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgebrochen und die Saison 2020/21 abgesagt. 2021/22 war der Wettbewerb zurück mit einem neuen Gesicht: Es wurde ein neues Qualifikationsformat mit zwei Ligen eingeführt, damit alle Teams sowohl im Herbst als auch im Frühjahr zu Pflichtspielen kamen. Eines jedoch änderte sich nicht: Im ersten Finale eines UEFA-Turniers in Bosnien und Herzegowina standen sich zum sechsten Mal Deutschland und Spanien gegenüber. In einer packenden Partie hatten die Deutschen letztendlich im Elfmeterschießen die besseren Nerven und holten zum achten Mal den Titel.