Irland trauert gegen Schweiz den Chancen hinterher

Republik Irland - Schweiz 0:1Alisha Lehmanns Tor nach der Pause verschaffte der Schweiz in der Gruppe B einen Sieg und die Hoffnung auf das Weiterkommen.

Naomi Mégroz im Zweikampf mit der Irin Roma McLaughlin
©Sportsfile

Die ungeschlagene Schweiz besitzt in der Gruppe B eine gute Ausgangslage, doch Irland ist nach zwei knappen Niederlagen Letzter
Stürmerin Alisha Lehmann erzielt in der 55. Minute den Siegtreffer
Die Torhüterinnen Nadja Furrer und Amanda McQuillan können vor der Pause beide glänzen
Norwegen - Irland und Frankreich - Schweiz am Sonntag

Die Schweiz unterstrich ihre Ambitionen auf das Weiterkommen in der Gruppe B mit einem 1:0-Sieg gegen die Republik Irland, die am zweiten Spieltag erneut durch ein einziges Tor, das nach der Pause fiel, verlor.

Alisha Lehmann schlug nach 55 Minuten in Laugardalsvöllur in Reykjavik entscheidend zu. Durch den Sieg steht das Team von Monica Di Fonzo nun bei vier Punkten, während Dave Connells Elf noch kein Tor und keinen Punkt eingefahren hat.

Die Schweiz hatte trotz einer guten Offensivleistung am Montag 2:2 gegen Norwegen gespielt, übernahm anfangs zwar die Initiative, konnte aber den Durchbruch durch die irische Defensive nicht erzielen. Irland verzeichnete sogar die größte Gelegenheit, als Nadja Furrer einen guten Schuss von Eleanor Ryan-Doyle parierte. In der besten Schweizer Szene vor der Pause eilte Amanda McQuillan rechtzeitig aus ihrem Kasten, um Lara Jenzer eine Großchance zu versagen.

Auch nach der Pause war es ein knappes Spiel, bis sich der Druck der Schweizerinnen doch bezahlt machen sollte, als Lehmann links im Strafraum aus rund 20 Metern ins lange Eck traf und McQuillan somit überwinden konnte. Das rief noch einmal irische Offensivbemühungen hervor, doch Ryan-Doyle und Sarah McKevitt scheiterten beide an Schlussfrau Furrer, so dass Irland weiter punkt- und torlos bleibt.

David Connell, Republik Irland
Ich denke, dass wir aus dem Spiel etwas Zählbares verdient gehabt hätten und bin sehr stolz auf die Mädchen, besonders in der zweiten Halbzeit, als sie durch eine starke Leistung mehrere Chancen herausspielten. Vielleicht hätten wir treffen können, aber es war nicht unser Tag. Unser Spiel basiert auf einer starken Defensive und die haben wir sicher, daher brauchte die Schweiz eine gute Einzelaktion für das Tor und um das Spiel zu gewinnnen. Wir mischen diese Abwehrarbeit mit Offensivaktionen und hatten auch unsere Chancen, aber haben sie nicht genutzt. Auf diesem Niveau musst du Tore machen. Diese Spiele sind physisch herausfordernd und wir haben nicht die Ressourcen, die andere Länder haben. Die Mädchen müssen sich selber vorbereiten und haben das toll gemacht. Wir wollen definitiv im nächsten Spiel was holen. Wir wollen drei Punkte und versuchen zu treffen, aber egal wie es läuft, die Mädchen können stolz sein - es war eine tolle Leistung einfach hier zu sein.

Monica Di Fonzo, Schweiz
Es war ein sehr schweres Spiel und wir haben viel Nerven und Energie aufwenden müssen - es gab viele Grätschen und Zweikämpfe, obwohl es kein so gutes Spiel war. Aber wir haben gewonnen, daher sind wir zufrieden mit dem Ergebnis. Irland hat sich für die Endrunde qualifiziert und dabei England aus dem Weg geräumt - sie verdienen es, in der Endrunde zu sein, daher war es nicht einfach. Wir waren bereit für die irische Defensive, da wir uns ihr erstes Spiel angeschaut haben. Wir werden das Spiel jetzt analysieren und herausfinden, wie wir jetzt gegen Norwegen agieren. Wir haben noch nie gegen Frankreich gespielt, haben sie aber gegen Irland gesehen und auch im Freundschaftsspiel gegen Deutschland. Es wäre gut, wenn Norwegen siegen würde, aber bisher bin ich mit den Leistungen meines Teams zufrieden und am Sonntag werden wir um einen Platz im Halbfinale spielen.

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