Halbfinale - 24.07.2013 - 20:30MEZ (20:30 Ortszeit) - Gamla Ullevi - Göteborg
0-1
 

Schweden - Deutschland 0-1 - 24.07.2013 - Spiel-Seite - UEFA Frauen-EURO 2013

 
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DFB-Frauen gegen Schweden mit guter Bilanz

Veröffentlicht: Montag, 22. Juli 2013, 20.52MEZ
Deutschland ist weiterhin auf der Jagd nach dem sechsten EM-Titel hintereinander, mit Gastgeber Schweden steht im Halbfinale nun aber ein ganz dicker Brocken im Weg.
DFB-Frauen gegen Schweden mit guter Bilanz
Deutschland bejubelt den 1:0-Sieg im Viertelfinale gegen Italien ©AFP/Getty Images

Turnier-Statistiken

SchwedenDeutschland

Tore13
 
6
Versuche gesamt77
 
118
Schüsse aufs Tor37
 
39
Versuche am Tor vorbei29
 
53
Abgeblockte Schüsse0
 
0
Aluminiumtreffer1
 
5
Ecken52
 
42
Abseits20
 
14
Gelbe Karten2
 
6
Rote Karten0
 
0
Begangene Fouls43
 
70
Erlittene Fouls41
 
70
Veröffentlicht: Montag, 22. Juli 2013, 20.52MEZ

DFB-Frauen gegen Schweden mit guter Bilanz

Deutschland ist weiterhin auf der Jagd nach dem sechsten EM-Titel hintereinander, mit Gastgeber Schweden steht im Halbfinale nun aber ein ganz dicker Brocken im Weg.

Deutschland ist weiterhin auf der Jagd nach dem sechsten EM-Titel hintereinander, mit Gastgeber Schweden steht im Halbfinale nun aber ein ganz dicker Brocken im Weg. Die direkte Bilanz spricht jedoch ganz klar für die DFB-Frauen.

Direkte Bilanz
• Insgesamt gab es zwischen beiden Teams 17 Begegnungen. Deutschland feierte elf Siege und unterlag nur sechs Mal, bei einem Torverhältnis von 33:24. Es gab bisher keine Unentschieden (mit Ausnahme der Spiele, die erst nach der regulären Spielzeit entschieden wurden).

• Erstmals trafen beide Mannschaften bei der FIFA-Weltmeisterschaft für Frauen 1991 aufeinander. Am 29. November feierte Schweden dabei einen 4:0-Erfolg in Guangzhou/China. Die aktuelle Trainerin Pia Sundhage kam dabei von Beginn an zum Einsatz und erzielte nach elf Minuten das zweite Tor für ihre Mannschaft.

• Vier Jahre später musste Sundhage eine Niederlage hinnehmen, als sich Deutschland - mit der aktuellen Trainerin Silvia Neid in der Startelf - im Endspiel der UEFA-Europameisterschaft der Frauen 1995 am 26. März in Kaiserslautern mit 3:2 durchsetzte. Seitdem hat Deutschland jede EM gewonnen.

•  Bei der WM 1995 drehte Schweden am 7. Juni in der Gruppenphase in Helsingborg einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg. Sundhage und Neid kamen beide von Beginn an zum Einsatz, den Siegtreffer besorgte Malin Andersson.

• Ein Halbfinale gab es zwischen beiden Nationen am 9. Juli 1997 bei der UEFA Women's EURO. Deutschland triumphierte mit 1:0, dabei stand Nadine Angerer bei Deutschland im Tor, Silvia Neid als Co-Trainerin an der Seitenlinie und bei Schweden saß Therese Sjögran auf der Bank.

• Neid war ebenfalls Assistentin, als Deutschland am 23. Juni 2001 mit 3:1 in Erfurt gewann, dieses Mal in der Gruppenphase. Angerer saß dabei auf der Bank, Sjögran wurde eingewechselt. Im Endspiel sollten sich beide Teams erneut begegnen, dabei hatte Deutschland dank dem Golden Goal von Claudia Müller das bessere Ende für sich. Sjögran stand in der Startelf, Angerer saß wieder auf der Bank.

• Deutschland gewann 2003 erstmals die Weltmeisterschaft, als Schweden am 12. Oktober 2003 in Kalifornien mit 2:1 bezwungen wurde. Angerer war wieder nur Ersatz, ebenso wie Josefine Öqvist bei Schweden. Sjögran wurde in der 53. Minute eingewechselt.

• Renate Lingor erzielte das einzige Tor, als Deutschland bei den Olympischen Spielen 2004 in Piräus im Spiel um Platz drei die Bronzemedaille holte. Sjögran wurde kurz vor der Pause eingewechselt und Lotta Schelin spielte die letzten 14 Minuten, während Öqvist und Angerer auf der Bank saßen. Die nächsten drei Partien fanden alle im Rahmen des Algarve Cups statt und jedes Mal setzte sich Deutschland durch (bei einem Torverhältnis von 7:1).

• Sieben Jahre lang blieb Deutschland gegen Schweden ungeschlagen, ehe es am 9. März 2009 beim Algarve Cup in Faro eine 2:3-Niederlage setzte. Nilla Fischer und Schelin (2) erzielten dabei die Tore. Kosovare Asllani, Hedvig Lindahl, Carloline Seger, Sara Thunebro und Nilla Fischer waren alle mit von der Partie.

• In den letzten Jahren behielt Deutschland jedoch stets die Oberhand. Am 26. Oktober 2011 gab es in einem Freundschaftsspiel einen 1:0-Sieg, am 5. März 2012 gewann Neids Elf einen Test mit 4:0.

• Auf Jugendebene setzte sich Neids Deutschland mit 1:0 gegen Schweden bei der UEFA-U19-Europameisterschaft der Frauen 2002 durch. Anja Mittag stand in der Startelf und erzielte auch ein Tor, während Lindahl, Öqvist, Fischer und Schelin für Schweden spielten. Neid musste zwölf Monate später jedoch in der U19-Gruppenphase eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Dabei erzielte Seger das entscheidende Tor in der Nachspielzeit, nachdem Annike Krahn zuvor ausgeglichen hatte. Melanie Behringer, Mittag und Fischer wurden ebenfalls von Beginn an eingesetzt, Simone Laudehr saß auf der Bank.

• Bei der U19-Endrunde 2006 trennten sich die beiden Mannschaften 1:1. Nadine Keßler spielte dabei gegen Lina Nilsson. Zwei Jahre später stand es wieder 1:1, als Josephine Henning in Frankreich unter anderem auf Sofia Jakobsson und Emile Konradsson traf.

• Olivia Schough erzielte bei einer 1:4-Niederlage gegen Deutschland in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA-U17-EM 2008 das einzige Tor für Schweden. Almuth Schult, Svenja Huth und Dzenifer Marozsán spielten dabei für Deutschland.

Schweden
• Schelin erzielte einen weiteren Doppelpack, als Schweden dank eines 4:0-Sieges gegen Island in Halmstad das Halbfinale der UEFA Women's EURO erreichte.

• Der Gastgeber hatte im letzten Spiel der Gruppe A einen 3:1-Erfolg gegen Italien gefeiert und sich so den Gruppensieg geholt. Ein Eigentor von Raffaella Manieri (47.) und ein Treffer von Schelin (49.) brachten Schweden die Führung, ehe Öqvist (57.) den dritten Treffer besorgte.

• Zum Auftakt hatte Schweden ein 1:1 gegen Dänemark in Göteborg geholt, anschließend fertigten sie Finnland mit 5:0 ab.

• Schweden war als Ausrichter automatisch für die Endrunde qualifiziert. Nach der UEFA Women's EURO 2009 hatten sie an beiden großen Turnier teilgenommen: Bei der FIFA-WM 2011 wurde Schweden Dritter und qualifizierte sich dadurch auch für die Olympischen Spiele 2012.

• Diese verliefen jedoch nicht nach Plan, da Schweden bereits im Viertelfinale an Frankreich scheiterte. Bei der WM hatten sie im Spiel um Platz drei noch gegen Les Bleues gewonnen.

• Sundhage hatte mit der USA in London die Goldmedaille geholt, ehe sie im September 2012 die Nachfolge von Thomas Dennerby bei Schweden antrat.

• Während ihrer 21-jährigen Nationalmannschaftskarriere konnte Sundhage 1984 auch den Triumph bei der EM feiern. Bis heute ist dies Schwedens einziger großer Titel. Im Endspiel gegen England erzielte Sundhage das einzige Tor beim Hinspiel und wurde auch sechs Tage später zur gefeierten Heldin. England gewann das Rückspiel mit 1:0, doch im Elfmeterschießen verwandelte Sundhage den entscheidenden Elfmeter.

• Schweden hat drei weitere Endspiele bei einer Frauen-EM verloren, jedes Mal gegen den Gastgeber: 1987 war Norwegen eine Nummer zu groß, 1995 und 2001 gewann Deutschland. Auch 2005 (Halbfinale) und 2009 (Viertelfinale) war gegen Norwegen Endstation.

• Schwedens Bilanz bei der UEFA Women's EURO: 97 Spiele, 66 Siege, 15 Unentschieden, 16 Niederlagen

Deutschland
• Simone Laudehr schoss Deutschland im Viertelfinale zu einem 1:0-Sieg gegen Italien.

• Beim 0:1 gegen Norwegen in Kalmar musste Deutschland die erste Niederlage im Rahmen einer UEFA-Europameisterschaft für Frauen seit dem 2. Mai 1996 hinnehmen. Damals unterlag man mit 1:3 in der Qualifikation gegen Norwegen, es folgte eine Serie von 59 ungeschlagenen Spielen mit 53 Siegen und 6 Unentschieden.

• Den ersten Sieg bei der UEFA Women's EURO 2013 feierte Deutschland am zweiten Spieltag der Gruppenphase beim 3:0 gegen Island. Lena Lotzen erzielte dabei ihr erstes Tor für die A-Nationalelf, anschließend sicherte Okoyino da Mbabi (55., 84.) in Växjö den Sieg.

• Okoyino da Mbabi schraubte ihre EM-Ausbeute damit auf 19 Treffer hoch (inklusive Qualifikation) und löste die bisherige Rekordhalterin Patricia Brocker (18) im Rahmen der UEFA-Europameisterschaft der Frauen ab.

• Deutschlands Serie von 19 aufeinanderfolgenden Siegen bei EM-Endrunden seit Einführung der Gruppenphase (1991) riss am ersten Spieltag beim 0:0 gegen die Niederlande.

• 39 Spiele hatte Deutschland im Rahmen der UEFA Women's EURO hintereinander gewonnen und insgesamt 36 Qualifikationsspiele in Folge bei großen Turnieren für sich entschieden, ehe die Serie im November 2011 beim 2:2 gegen Spanien endete. Trotzdem wurde die Gruppe 2 klar mit acht Punkten Vorsprung gewonnen.

• Das Torverhältnis bei den zehn Spielen lag bei 64:3. Eine Woche vor dem Spiel gegen Spanien gab es beim 17:0 gegen Kasachstan einen Sieg in Rekordhöhe.

• Bei der Heim-WM 2011 schied Deutschland im Viertelfinale nach Verlängerung gegen Japan aus. Damit konnte man erstmals nach 2003 nicht den WM-Titel feiern und erstmals wurde auch die Olympia-Qualifikation verpasst.

• Deutschlands Bilanz bei der UEFA Women's EURO: 113 Spiele, 87 Siege, 19 Unentschieden, 7 Niederlagen

Rund um die Teams
• Deutschlands Trainerin Neid stand Sundhage fünf Mal gegenüber, als diese noch Trainerin der USA war. Beim Algarve Cup 2009 musste sich Deutschland mit 0:1 geschlagen geben, zwölf Monate später unterlag man mit 2:3. Die USA feierten außerdem in Cleveland einen 4:0-Erfolg und bei zwei Testspielen im Jahr 2012 gab es zwei Unentschieden (1:1 und 2:2).

• Deutsche Mannschaften haben von 17 Duellen in der UEFA Women's Champions League bzw. im UEFA-Frauenpokal mit schwedischen Vereinen acht gewonnen (darunter vier Endspiele). Fünf Partien endeten mit einem Remis.

• Im Endspiel 2005 erzielte Mittag ein Tor, als der 1. FFC Potsdam einen 2:0-Sieg gegen Djurgården IF DFF mit Thunebro feierte (Gesamt 5:1). Drei Jahre später setzte sich der 1. FFC Frankfurt mit 4:3 nach Hin- und Rückspiel gegen Umeå durch (1:1 auswärts und 3:2 zu Hause). Saskia Bartusiak traf dabei auf Lisa Dahlkvist, Sofia Jakobsson und Emilie Konradsson.

• Schwedens Stürmerin Schelin gewann am 26. Mai 2011 in London mit Olympique Lyonnais das Endspiel der UEFA Women's Champions League gegen Potsdam. Bianca Schmidt, Josephine Henning, Mittag und Fatmire Bajramaj standen dabei für Potsdam auf dem Platz, Jennifer Cramer saß zunächst auf der Bank. Schelin und Lyon verteidigten ein Jahr später gegen Frankfurt den Titel und setzten sich dabei gegen Melanie Behringer, Dzsenifer Marozsán und Svenja Huth durch.

• Ein Titel-Hattrick blieb Schelin aber verwehrt: Lyon erreichte zwar das Endspiel 2013, unterlag dabei jedoch mit 0:1 gegen den VfL Wolfsburg - unter anderem mit Nadine Keßler sowie den bei der EM 2013 verletzungsbedingt fehlenden Luisa Wensing und Alexandra Popp.

• Mittag spielt beim FC Malmö zusammen mit Therese Sjögran und Lina Nilsson.

• Antonia Göransson spielt bei Potsdam mit Jennifer Cramer, außerdem war sie einst Teamkollegin von Mittag und Bianca Schmidt.

•  Angerer spielte 2008 zusammen mit Sara Thunebro bei Djurgården.

Letzte Aktualisierung: 23.07.13 16.00MEZ

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