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Okoyino da Mbabi: "Müssen jetzt einfach weiter machen"

Célia Okoyino da Mbabi freute sich über die gute Leistung ihrer Mannschaft beim Sieg gegen Island, warnte aber auch davor, sich auf dem Erfolg auszuruhen.

Okoyino da Mbabi: "Müssen jetzt einfach weiter machen"
Okoyino da Mbabi: "Müssen jetzt einfach weiter machen" ©UEFA.com

Célia Okoyino da Mbabi freute sich über die überzeugende Leistung ihrer Mannschaft beim 3:0-Sieg gegen Island im zweiten Spiel der Gruppe B bei der UEFA Women's EURO.

Einmal mehr stellte Okoyino da Mbabi mit ihren zwei Treffern ihren Torinstinkt unter Beweis, ganz nebenbei brach sie zudem mit nun 19 Treffern im Rahmen der aktuellen UEFA Women's EURO die bisherige Rekordmarke ihrer Landsfrau Patricia Brocker, die 1995 17 Treffer im Wettbewerb erzielt hatte. Doch sie warnt auch davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. "Wir müssen jetzt einfach weiter machen."

Islands Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdóttir zeigte eine bravouröse Leistung, war aber enttäuscht, dass ihr Team gegen Deutschland chancenlos war. Doch der Blick ist jetzt schon fest Richtung Mittwoch gerichtet, wenn Island gegen die Niederlande ins Viertelfinale einziehen will.

Célia Okoyino da Mbabi, Stürmerin Deutschland/Spielerin des Spiels
Mir war gar nicht bewusst, dass ich mit meinen zwei Toren heute einen Rekord gebrochen habe. Ich denke, dass wir uns heute gesteigert haben und im Vergleich zum anderen Spiel einfach das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. 90 Minuten kompakt zu stehen, dem Gegner keine Möglichkeiten zu bieten, sein Spiel aufzuziehen. Island hatte nur wenige Ideen, gegen unsere Kompaktheit anzukommen. Dann haben wir natürlich auch ganz gut kombiniert und öfters den Abschluss gesucht als in den anderen Spielen und wie ich denke auch verdient 3:0 gewonnen.

Wir waren natürlich alle glücklich, dass Lena das Tor geschossen hat, danach fallen einem natürlich viele Sachen leichter. Man weiß dann, dass es läuft und dass man im Spiel drin ist, genau das hatten wir uns auch vorgenommen, dass wir arbeiten und uns in so ein Spiel reinkämpfen und reinfinden müssen, weil wir nichts geschenkt bekommen.

Wir müssen jetzt einfach weiter machen und dürfen uns nicht darauf ausruhen, dass wir eine gute Leistung gebracht haben, sondern müssen einfach weiterhin so kompakt stehen, arbeiten und aggressiv dran sein und von keinem den Schneid abkaufen lassen. Dann hoffe ich auch, dass wir gegen Norwegen eine gute Leistung zeigen werden, denn unser Ziel ist der Gruppensieg und wir wollen auch den nächsten Gegner schlagen.

Lena Lotzen, Stürmerin Deutschland
Ich denke, wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht. Wir waren von Anfang an gut im Spiel, aggressiv, und wir wollten drei Punkte, das haben wir geschafft und damit sind wir zufrieden. Klar spielt es sich immer mit einer Führung leichter, das war eine Erlösung für alle. Wir haben dann nicht nachgelassen, weiter gespielt und das war denke ich auch gut so.

Wir waren von Anfang an aggressiv und gut in den Zweikämpfen. Wir sind vorne gut drauf gegangen und haben nicht nachgelassen, am Anfang waren wir noch etwas zu unkonzentriert oder zu ungenau in unseren Abschlüssen und sind nicht richtig zu Torchancen gekommen. Wir haben dann das 1:0 gemacht und noch einige Möglichkeiten gehabt und ich denke nach dem 2:0 war es dann einfach befreiender.

Wenn man Tore schießt, bekommt man Selbstbewusstsein. Ich denke, wir haben als Mannschaft richtig gut zusammen gespielt, haben gut kombiniert und schöne Spielzüge gehabt, das befreit einen natürlich dann und lässt einfach vieles einfacher wirken, Die Wege fallen einem einfacher, wenn man führt.

Gudbjörg Gunnarsdóttir, Torhüterin Island
Wenn man drei Tore kassiert, hat man nicht das Gefühl, ein gutes Spiel gemacht zu haben. Wir sind enttäuscht, auch wenn wir wussten, dass Deutschland eine richtig starke Mannschaft hat. Ich habe wirklich geglaubt, dass wir ihnen einen besseren Kampf liefern können. Als sie das erste Tor erzielt haben, haben wir den Kopf ein bisschen hängen lassen anstatt uns als Team zu pushen. Als wir in der zweiten Halbzeit schnell den zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten, hat uns das den letzten Kampfgeist geraubt. Jetzt müssen wir gegen die Niederlande auf Sieg spielen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, die Gruppenphase zu überstehen.

Sara Björk Gunnarsdóttir, Mittelfeldspielerin Island
Ich bin wirklich enttäuscht, dass wir drei Gegentreffer bekommen haben. Ich denke, Deutschland hat heute richtig gut gespielt. Wir waren nicht kompakt genug, hätten ein bisschen organisierter und näher an den Gegenspielerinnen dran sein müssen. Alles hat in ihre Karten gespielt und sie haben einfach besser gespielt als wir. Wir konnten uns auch keine Torchancen erspielen, Deutschland hat einfach eine Menge Druck entfacht, so dass wir wenig Zeit hatten, wir oft den Ball verloren und schlechte Pässe gespielt haben. Wir müssen dieses Spiel jetzt aus den Köpfen bekommen und uns auf das nächste Spiel gegen die Niederlande konzentrieren, drei Punkte holen und ins Viertelfinale einziehen.