Return to Play: Die UEFA bereitet sich auf die sichere Rückkehr ihrer Elite-Wettbewerbe vor.

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Vorschau auf Gruppe A der UEFA Women's EURO

UEFA.com blickt auf die Gruppe A, in der Gastgeber Schweden auf seine Nachbarn Dänemark und Finnland sowie den zweifachen Finalisten Italien trifft.

Pia Sundhage (Schweden)
Pia Sundhage (Schweden) ©Sportsfile

Ansetzungen der Gruppe A

nemark
Dänemark ist regelmäßiger Endrundenteilnehmer und hofft in Schweden darauf, etwas daran zu ändern, dass man sich zwar immer qualifiziert, dann aber selten in die K.-o.-Runde kommt.

Ein gutes Beispiel hierfür war die UEFA Women's EURO 2009, als man im letzten Spiel gegen die Niederlande ein Remis gebraucht hätte, um in die K.-o.-Phase zu kommen, dann aber verlor – ähnlich, wie es schon vier Jahre zuvor bei einer Niederlage gegen Finnland der Fall war. Sie waren viermal im Halbfinale und haben an vier von sechs FIFA-Frauen-Weltmeisterschaften teilgenommen. Jetzt hoffen sie, dass eine neue Generation um Cathrine Paaske-Sørensen für neue Erfolge sorgt.

Dänemark war früh eine der führenden Nationen im Frauenfußball und gewann 1970 sogar die inoffizielle Weltmeisterschaft. Angeführt von Kapitänin Lis Lene Lielsen und der erst 15-jährigen Torjägerin Susanne Augustesen waren sie damals die dominierende Mannschaft weltweit, was durch den Gewinn des Turniers 1971 unterstrichen wurde.

Bestes Abschneiden: Halbfinale 1984, 2001

Qualifikation: Sieger Gruppe 7, 8 Spiele 7 Siege kein Remis 1 Niederlage 28:3 Tore 21 Punkte

Beste Torschützin in der Qualifikation: Pernille Harder 9

Schlüsselspielerinnen:
Sanne Troelsgaard (Mittelfeldspielerin, Brøndby IF), Johanna Rasmussen (Stürmerin, Kristianstad DFF), Pernille Harder (Stürmerin, Linköping FC)

Zitat: "Wir haben ein paarmal gegen Finnland gespielt, sie sind körperlich sehr stark. Ich habe noch nie gegen Italien gespielt, daher freue ich mich darauf wirklich sehr. Ich denke, dass wir eine gute Leistung abliefern werden." – Katrine Veje

Finnland
Finnland hat eine lange Geschichte im Frauenfußball und bestritt 1973 sein erstes Länderspiel, aber erst seit dem letzten Jahrzehnt gilt man nicht mehr als "Kleiner".

Entscheidend dafür waren 2001 die Ernennung von Michael Käld als Trainer und der Weg von HJK Helsinki ins Halbfinale des UEFA-Frauenpokals im Folgejahr. Mit Spielerinnen wie Anne Mäkinen, Laura Kalmari, Sanna Valkonen und Jessica Julin schlug man Russland in den Play-offs zur UEFA Women's EURO 2005, wo Finnland bei seinem Endrunden-Debüt bis ins Halbfinale kam. 2009 war man Gastgeber, gewann seine Gruppe und unterlag England in einem epischen Viertelfinale mit 2:3.

Bestes Abschneiden: Halbfinale 2005

Qualifikation:
Sieger Gruppe 5, 8 Spiele (6/1/1) 22:4 Tore 19 Punkte

Beste Torschützin in der Qualifikation: Sanna Talonen 6

Schlüsselspielerinnen: Katri Nokso-Koivisto (Mittelfeldspielerin, Lillestrøm SK), Sanna Talonen (Stürmerin, KIF Örebro DFF), Annica Sjölund (Stürmerin, Jitex BK)

Trainer: Andrée Jeglertz

Zitat: "Ich glaube, dass sich unser Erfolg fortsetzen wird. Ich glaube, dass wir die Fähigkeiten besitzen, bei diesem Turnier gut abzuschneiden." – Annika Kukkonen

Italien
Italiens Hoffnungen auf eine hundertprozentige Punktausbeute in der Qualifikation wurden durch ein 0:0 in Griechenland zerstört, als die Endrundenteilnahme bereits feststand. Allerdings musste man kein einziges Gegentor hinnehmen – es ist lange her, dass die Azzurre so locker durch die Qualifikation marschierten.

Sie haben natürlich eine stolze Bilanz bei der Women's EURO, kamen in den 1990ern in der Zeit von Carolina Morace zweimal ins Finale und waren immer unter den acht besten Teams. 2005 und 2009 brauchte man zum Erreichen der Endrunde jeweils die Play-offs und gehörte nicht mehr zu den Favoriten. Langsam wird die Mannschaft aber wieder stärker, 2009 unterlag man Deutschland im Viertelfinale knapp mit 1:2 und 2011 verpasste man die WM in den Play-offs gegen den späteren Halbfinalisten Frankreich und den unterlegenen Finalisten USA.

©UEFA.com

Bestes Abschneiden: Finalist 1993, 1997

Qualifikation: Sieger Gruppe 1, 10 Spiele (9/1/0) 35:0 Tore 28 Punkte

Beste Torschützin in der Qualifikation: Patrizia Panico 9

Schlüsselspielerinnen: Sara Gama (Abwehrspielerin, ACF Brescia Femminile), Pamela Conti (Mittelfeldspielerin, FK Zorkiy Krasnogorsk), Patrizia Panico (Stürmerin, ASD Torres CF)

Trainer: Antonio Cabrini

Zitat: "Ich denke, das Spiel am Boden ist eine unserer Stärken, da sind wir gut. Wenn wir körperlich fit sind, können wir dem Gegner unser Spiel aufzwängen und den Ball laufen lassen, was unser Spielstil ist." – Sara Gama

Schweden (Gastgeber)
Schweden gewann 1984 die erste Europameisterschaft im Frauenfußball und hofft, nach 29 Jahren im eigenen Land endlich wieder einen großen Titel holen zu können.

Nach dem Triumph 1984, als es gesamt gegen England 1:1 stand und man im Elfmeterschießen siegte, kam man 1987, 1995 und 2001 wieder ins Endspiel, wo man die letzten beiden Male gegen Deutschland verlor. Auch im Finale der WM 2003 erwies sich Deutschland, das per Golden Goal durch Nia Künzer siegte, als zu stark.

©Sportsfile

Bestes Abschneiden: Sieger 1984

Qualifikation: Als Gastgeber automatisch qualifiziert

Schlüsselspielerinnen: Nilla Fischer (Abwehrspielerin, Linköpings FC), Caroline Seger (Mittelfeldspielerin, Tyresö FF), Lotta Schelin (Stürmerin, Olympique Lyonnais)

Trainerin: Pia Sundhage

Zitat: "Auf dem Papier sind wir vielleicht besser als die drei anderen Teams, wenn also alles nach Plan läuft, sollten wir mit drei Siegen aus der Gruppe herausgehen. Aber es wird schwer." – Nilla Fischer

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