Todua setzt auf Russlands goldene Generation

Elvira Todua war die Heldin des russischen Triumphs bei der UEFA-U19-Europameisterschaft 2005, jetzt möchte die Torhüterin mit der A-Nationalmannschaft bei der UEFA Women's EURO 2013 triumphieren.

Todua setzt auf Russlands goldene Generation
Todua setzt auf Russlands goldene Generation ©UEFA.com

Elvira Todua war die Heldin des russischen Triumphs bei der UEFA-U19-Europameisterschaft 2005, als sie im Endspiel gegen Frankreich im Elfmeterschießen zur Matchwinnerin avancierte. Elvira Todua bereitet sich nun auf die UEFA Women's EURO 2013 vor, wo es auch gegen die Französinnen geht.

Russland, das es in Gruppe C zudem mit England und Spanien zu tun bekommt, hat noch nie die Gruppenphase dieses Turniers überstanden, obwohl man drei der der letzten vier Endrunden erreichen konnte. Nun soll es der aktuelle Kader richten, der größtenteils aus Toduas damaligen U19-Mitspielerinnen besteht. Unter Trainer Sergey Lavrentiev soll in Schweden alles besser werden, hofft die Torhüterin.

UEFA.com: Was bedeutet Ihnen die Teilnahme an der Endrunde?

Elvira Todua: Ich bin eine Spielerin, die schon alle fußballerischen Stürme und Hurrikans durchgemacht hat. Wir hatten gegen Österreich zwei sehr schwere Play-off-Spiele. Jetzt sind wir bei der Endrunde und wir sind darüber sehr glücklich. Natürlich hatten wir auch Glück, aber Glück haben nur die Tüchtigen.

UEFA.com: Wie wichtig sind die Spielerinnen des U19-Triumphes von 2005 für das aktuelle Team?

Todua: Wir sind sieben oder acht Spielerinnen, ich habe es nicht gezählt, die seit 2003 zusammenspielen. Da versteht man sich blind auf dem Platz. Man kennt alle Stärken und Schwächen, alle schlechten und guten Angewohnheiten, Vorlieben und Eigenarten.

UEFA.com: Frankreich, Deutschland und England haben ebenfalls viele Spielerinnen im Team, die 2005 dabei waren.

Todua: Bei den Deutschen hätten wir das nie gedacht, weil sie einen ständigen Wechsel im Team haben, sie haben eine sehr starke Konkurrenz. Bei Frankreich haben wir schon damals gesehen, dass [Louisa] Necib, Sarah Bouhaddi, Élodie Thomis herausragende Spielerinnen waren. Das musste sich auch in der Nationalmannschaft auszahlen. Das ist ein bisschen wie bei uns, nur dass wir weniger Konkurrenz haben, deswegen ist der Übergang in die A-Nationalmannschaft bei uns leichter gewesen.

UEFA.com: Wer sind für Sie die Favoriten in Schweden?

Todua: Für uns ist es egal, ob wir Frankreich oder Deutschland nehmen. Vielleicht wird es gegen die Französinnen etwas leichter als gegen die Deutschen, weil wir nicht so körperbetont spielen wie sie. Solche technisch beschlagene Gegner liegen uns mehr als Teams, die mit viel Einsatz spielen.

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