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Melis: Niederlande sind angriffslustiger

Manon Melis ist in der schwedischen Liga ein großer Name, mit den Niederlanden will sie nun bei der UEFA Women's EURO in Schweden zuschlagen - mit mehr Angriffskraft. Vor vier Jahren wurde immerhin das Halbfinale erreicht.

Melis: Niederlande sind angriffslustiger
Melis: Niederlande sind angriffslustiger ©UEFA.com

Vor vier Jahren erreichten die Niederlande das Halbfinale der UEFA Women's EURO 2009, und das bei ihrem Debüt bei einem großen Turnier. Es wird schwer, diese Leistung im nächsten Monat in Schweden zu wiederholen, aber Manon Melis könnte die Spielerin sein, die ihre Mannschaft dazu treibt.

Melis kennt sich im schwedischen Fußballl sehr gut aus, immerhin wurde sie in der Damallsvenskan beim FC Malmö dreimal Torschützenkönigin, 2010 und 2011 holte sie mit ihrem Team den Titel, anschließend spielte sie erfolgreich bei Linköpings FC. Mittlerweile ist sie wieder zurück in Malmö, in der Qualifikation erzielte sie acht Tore, die Niederlande schafften so den Sprung nach Schweden als bester Gruppenzweiter. Mit UEFA.com hat sie sich über die bevorstehende Europameisterschaft unterhalten.

UEFA.com: Was hat Sie an den Niederlanden in der Qualifikation am meisten beeindruckt?

Manon Melis: Wir haben einen wirklich guten Job gemacht. Bis zum Spiel gegen England waren wir Tabellenführer, und auswärts haben wir das Spiel gegen England verloren, ein wenig wegen eines dummen Tores gegen uns, aber wir haben uns direkt qualifiziert, und das war eines unserer Ziele. Ich bin stolz dauf, dass wir uns direkt qualifiziert haben.

UEFA.com: Was macht Sie hinsichtlich der Mannschaft am meisten zuversichtlich?

Melis: Wir haben die Erfahrung von vor vier Jahren, viele von den Mädchen sind noch dabei. Wir sind vier Jahre älter, haben viel mehr Erfahrung, wir sind wirklich eine Mannschaft, und das ist das Wichtigste. Wir haben keine Stars, wir sind ein Team.

UEFA.com: Was bedeutet es für Sie, bei der Frauen-EURO zu spielen?

Melis: Für mich ist das natürlich wichtig, aber es ist wirklich wichtig für die Mannschaft. Vor vier Jahren waren wir das erste Mal qualifiziert, nun ist es das zweite Mal, dass wir ein solch großes Turnier bestreiten. Es ist wirklich wichtig für den Frauenfußball in Holland, dass wir qualifiziert sind. Nicht nur für uns, sondern auch für die jüngeren Spielerinnen, die in den jüngeren Teams spielen, die kommenden Stars.

UEFA.com: Was denken Sie über Ihre Gruppe?

Melis: Deutschland ist eine großartige Mannschaft, und Island und Norwegen sind skandinavische Teams, die härteren Fußball als wir spielen. Aber ich sehe für uns eine Chance.

UEFA.com: Wie unterscheidet sich Ihre Mannschaft zu der von vor vier Jahren? Natürlich haben Sie einen neuen Trainer, aber vielleicht ist es auch die Erfahrung?

Melis: Vor vier Jahren hatten wir eine wirkliche junge Mannschaft ohne Erfahrung, Ich denke, dass wir die ganze Zeit verteidigt haben, das war unsere Taktik. Das war gut für uns, weil wir es nicht besser konnten. Aber nun sind wir gewachsen und wir haben einen neuen Trainer, eine neue Taktik, und wir wollen das Spiel mehr dominieren. Momentan sehe ich nur positive Dinge.

UEFA.com: Wenn Sie an die Zeit von vor vier Jahren zurückdenken, was sind Ihre wichtigsten Erinnerungen an Finnland?

Die Niederlande feiern 2009 ihren Sieg im Elfmeterschießen
Die Niederlande feiern 2009 ihren Sieg im Elfmeterschießen©UEFA.com

Melis: Das Viertelfinale gegen Frankreich wurde im Elfmeterschießen entschieden, und danach waren wir so erleichtert. Vor dem Turnier wusste niemand in den Niederlanden, dass wir bei der EURO dabei waren, aber nach diesem Spiel gab es dort so viel mehr Interesse. TV-Sender berichteten darüber in ihren Sportnachrichten, das war groß für uns und den Fußball in Holland. Das war das Beste.

UEFA.com: Gibt es jetzt mehr Druck, da die Leute die Mannschaft kennen, und sind Sie dazu in der Lage, weit zu kommen im Turnier?

Melis: Ich fühle keinen Druck, denn machen wir uns vielleicht selbst. Wir wollen bei der EURO eine gute Leistung zeigen. Aber ich denke nicht, dass all die Leute eine Menge von uns erwarten.