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Gulbrandsens unwahrscheinliches Comeback

Als Solveig Gulbrandsen Ende 2010 ihre Fußballschuhe nach 150 Länderspielen an den Nagel hängte, schien es undenkbar, dass sie bei UEFA Women's EURO 2013 wieder im norwegischen Kader auftauchen würde.

Solveig Gulbrandsen im Gespräch mit UEFA.com
Solveig Gulbrandsen im Gespräch mit UEFA.com ©UEFA.com

Als Solveig Gulbrandsen Ende 2010 ihre Fußballschuhe nach 150 Länderspielen an den Nagel hängte, schien eine große Karriere zu Ende zu sein. Doch als Norwegens Nationaltrainer Even Pellerud seinen Kader für die UEFA Women's EURO 2013 bekannt gab, stand auch der Name der Olympiasiegerin von 2000 im Aufgebot.

Schon kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes im Juni 2011 hielt es Gulbrandsen nicht mehr am heimischen Herd aus und so entschloss sie sich zu einem Comeback bei Vålerenga Fotball, wo sie auch bald als Assistenztrainerin arbeitete. Als die damalige Nationaltrainerin Eli Landsem im letzten September anfragte, ob Gulbrandsen in den beiden entscheidenden Qualifikationsspielen gegen Belgien und Island noch einmal zur Verfügung stehe, kehrte sie ins Nationalteam zurück und half mit, die EURO-Tickets zu buchen. Im Gespräch mit UEFA.com erzählte Gulbrandsen über ihre neue Rolle als Mutter und Nationalspielerin und die Aussichten der Norwegerinnen bei der Endrunde in Schweden.

UEFA.com: Warum sind Sie in den Fußball zurückgekehrt?

Solveig Gulbrandsen: Wenn man schwanger war, möchte man danach schnell wieder in Form kommen, deshalb habe ich das Training wieder aufgenommen. Langsam aber sicher wurde ich immer fitter und das Team war wohl der Meinung, sie könnten noch von meiner Erfahrung profitieren, so kam es zu meinem Comeback. Fußball ist ein toller Sport, den man nicht so einfach aufgibt.

UEFA.com: Hätten Sie geglaubt, nochmals in der Nationalelf zu spielen?

Gulbrandsen: Nein, dass hatte ich nicht geplant. Als es so viele Verletzte gab, habe ich Eli eine SMS geschickt und ihr angeboten, in den wichtigen Qualifikationsspielen für die EURO auszuhelfen, wenn ich dafür fit genug wäre. Das war alles, mehr gibt es dazu nicht zu erzählen.

UEFA.com: Wie bekommen Sie Ihr Familie und Ihren Sport unter einen Hut?

Gulbrandsen: Das ist gar nicht so schwer, weil ich viele Menschen habe, die mir helfen, sonst ginge es nicht. Meine Mutter unterstützt mich sehr und natürlich mein Mann. Damit klappt es schon ganz gut. Aber ohne diese Hilfe würde es natürlich nicht funktionieren.

UEFA.com: Wie hat sich die Nationalmannschaft inzwischen entwickelt?

Gulbrandsen: Das Niveau wird immer besser. Der Fußball wird schneller und schneller und sehr beeindruckt bin ich von den technischen Fähigkeiten der Mädchen. Caroline Hansen ist in der Lage, mit dem Ball Sachen zu machen, von denen ich nur träumen kann. Es gibt unglaublich talentierte Spielerinnen. Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr.