UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Bardsley hat ihre Chance genutzt

Innerhalb von vier Jahren wurde Karen Bardsley von einer normalen Torhüterin zu Englands Nummer 1 - mit UEFA.com sprach sie außerdem über ihre Rückkehr nach Linköping.

Bardsley hat ihre Chance genutzt
Bardsley hat ihre Chance genutzt ©UEFA.com

Als Hope Powell den Kader der englischen Nationalmannschaft für die UEFA Women's EURO 2009 bekannt gab, war auch eine in den Vereinigten Staaten geborene Torhüterin dabei, die zuvor lediglich mal beim Algarve Cup im Aufgebot stand.

Mittlerweile ist Karen Bardsley die Nummer 1 unter Powell - so auch bei der UEFA Women's EURO 2013, wo England auf Spanien, Russland und Frankreich trifft - in einer Stadt, in der die 28-Jährige zwei Jahre bei Linköpings FC verbracht hat. Im Gespräch mit UEFA.com blickte Bardsley auf ihre alte Spielstätte und den steilen Aufstieg in den letzten Jahren zurück.

UEFA.com: Wie weit kann England kommen?

Karen Bardsley: Wir können es schaffen. Es gibt keinen Grund, dort teilzunehmen, wenn man nicht daran glaubt. Wir können ziemlich weit kommen, ich denke, wir können es ins Finale schaffen und dort auch gewinnen.

UEFA.com: Seit Ihrem Debüt für England hat sich in der Defensive viel verändert. Faye White hat ihre Karriere beendet, Sophie Bradley und Stephanie Houghton sind neu dabei. Fühlt man dennoch immer noch Kontinuität?

Bardsley: Klar, wie sind nun schon einige Zeit zusammen, da gibt es im Person keine großen Unterschiede. Viele Leute können viele Lücken schließen und wir sind hier alle auf einem gewissen Level, da kann sich jeder sehr gut einfinden.

UEFA.com: In Ihrer Gruppe in Linköping geht es gegen Spanien, Russland und Frankreich. Was denken Sie über Ihre Gegner?

Bardsley: Das ist eine starke Gruppe. Wir haben gegen Frankreich bereits einige Male gespielt, und zuletzt haben wir zweimal gegen sie verloren. Gegen Russland und Spanien haben wir schon länger nicht mehr gespielt, aber alle Teams in Europa machen große Fortschritte. Es wird nicht einfach für uns.

UEFA.com: Als Sie bei der UEFA Women's EURO 2009 hier waren, waren Sie nur zweite Wahl - was bedeutet es für Sie, nun die Nummer 1 zu sein?

Bardsley: Das ist großartig. Ich habe das Gefühl, dass ich einen guten Job mache. Ich fordere mich im Training immer wieder selbst heraus. Wir haben viele gute Torhüterinnen, wir spornen uns also selber immer wieder an. Aber nichts ist sicher, ich arbeite immer hart daran, auch die Nummer 1 zu bleiben.

UEFA.com: Im Jahr 2009 standen Sie eine Zeit lang auch nicht im Kader - war das etwas ungewohnt?

Bardsley: Nein, gar nicht. Als Kind war das auch schon so und wegen einer Verletzung war ich vier Jahre lang gar nicht dabei. Als ich zurück kam, kannte ich noch viele Leute und Gesichter, es war also nicht so schwer. Außerdem war ich nun älter und hatte auch mehr Erfahrung.

UEFA.com: Wie genau konnten Sie die englische Nationalmannschaft zu dieser Zeit verfolgen? Sie waren damals ja nicht in England...

Bardsley: Das ging dennoch ziemlich gut. Mit den Freundinnen und Teamkolleginnen war ich eigentlich immer in Kontakt. Aber ich wollte wieder zurückkehren und ich habe die richtige Entscheidung getroffen.

UEFA.com: Hat es geholfen, dass zu dieser Zeit auch viele Spielerinnen nach Amerika gegangen sind?

Bardsley: Ja, absolut. Ich habe wieder gespielt, dann kam Anita Asante zu New Jersey [Sky Blue FC] und wir haben dort zusammen gespielt. Hope Powell hat das registriert, dass ich noch spiele, und mir eine zweite Chance gegeben - und ich habe sie genutzt!

UEFA.com: Hat es Sie gefreut, als Sie erfahren haben, dass England in Linköping - wo Sie letztes Jahr noch gespielt haben - ran muss?

Bardsley: Ja, das ist ganz witzig. Ich dachte mir nur so: "Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder da hin komme." Als das Stadion dort gebaut wurde und der Tag der Auslosung kam, dachte ich: "Oh, das wäre doch was?" Es wird sicherlich ganz nett für mich werden.