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Zuversichtliche Fischer macht Schwedens Abwehr sicher

Nilla Fischer, die seit diesem Jahr nicht mehr in Schwedens Mittelfeld, sondern in der Abwehr spielt, spricht über Pia Sundhage und fordert bei der EURO im eigenen Land drei Gruppensiege.

Zuversichtliche Fischer macht Schwedens Abwehr sicher
Zuversichtliche Fischer macht Schwedens Abwehr sicher ©UEFA.com

Seit Jahren schon ist Nilla Fischer die Antreiberin im Mittelfeld der schwedischen Nationalmannschaft, doch bei der UEFA Women's EURO 2013 im Juli im eigenen Land wird sie das Herz der Abwehr sein.

Die Spielerin von Linköpings FC hatte gelegentlich mal in der Nationalmannschaft hinten ausgeholfen, aber seit diesem Jahr ist sie unter der neuen Trainerin Pia Sundhage von dort nicht mehr wegzudenken. Die 28-jährige nimmt bereits an ihrem siebten großen Turnier in acht Jahren teil, wobei der Höhepunkt die Bronzemedaille bei der FIFA-WM 2011 war. Gegenüber UEFA.com erzählt sie, was sich unter Sundhage geändert hat, und sie fordert, dass ihr Team alle drei Gruppenspiele gewinnen soll.

UEFA.com: Was hat sich unter Pia Sundhage geändert?

Nilla Fischer: Es ist intensiver geworden, ein höheres Tempo im Training, mehr Leute wollen sich zeigen. Wie immer geht es unter einem neuen Trainier zurück zu den Grundlagen. Alles wurde auf Null gestellt, und jeder hat die Chance, um eine Position zu spielen.

UEFA.com: Gibt es konkrete Dinge, die sich entwickelt haben?

Fischer: Der Unterschied ist unser Defensivspiel, wir müssen jetzt aggressiver sein, mehr darauf konzentriert, den Ball zu gewinnen, anstatt sich nur zu bewegen und den Gegner im Spiel nach vorn zu hindern. Wir wollen den Ball in jeder Situation gewinnen, zu jeder Zeit. Dann ist sie gut darin, uns dort zu verbessern, wo wir gut sind.

UEFA.com: Welche Erwartungen verknüpfen Sie mit Ihrer Gruppe?

Fischer: Auf dem Papier sind wir besser als die drei anderen Mannschaften. Und sollte alles nach Plan laufen, werden wir mit drei Siegen durch die Gruppenphase marschieren. Aber es wird schwer. Dänemark ist eine Mannschaft mit großen Fähigkeiten am Ball, gut darin, den Ball zu halten, sodass es darum geht, sie daran zu hindern und zu versuchen, das Spiel zu kontrollieren. Finnland ist körperlich stark, auch gut mit dem Ball, und wir müssen den Kampf annehmen und ihnen zeigen, wer der Chef ist. Italien ist technisch brillant, körperlich gut drauf, aber nach 90 Minuten müssen wir auch dieses Spiel gewinnen.

UEFA.com: Ist der dritte Platz bei der letzten WM eine Motivation für Sie in diesem Sommer?

Fischer: Daran habe ich großartige Erinnerungen, aber das war damals und heute ist heute. Aber natürlich ist es eine großartige Angelegenheit, so etwas mitzubringen. Wir wissen, was man braucht und wie es sich anfühlt. Wenn man weiß, wie es sich anfühlt, eine Bronzemedaille zu gewinnen, dann möchte man Gold. Man möchte dieses Gefühl noch einmal erleben. Es ist schön, dass man dieses Gefühl in sich hat.

UEFA.com: Können Sie beschreiben, wie es sich anfühlte, 2001 erstmals das Nationaltrikot getragen zu haben?

Fischer: Das ist eine der lebendigsten Erinnerungen meines Lebens. Ich kam auf dem Platz und spielte in La Manga fünf Minuten gegen Norwegen und habe den Ball dreimal berührt. Dieses Trikot anzuziehen und dann mit unseren Ikonen zu spielen, das war eines der besten Dinge überhaupt. Ich war unglaublich stolz und aufgeregt, das war definitiv etwas, das ich noch einmal machen wollte.

UEFA.com: Ist diese Begeisterung geblieben, obwohl sie nun schon 99 Länderspiele bestritten haben?

Fischer: Ja, Ich möchte solange spielen, wie ich kann. Ich möchte weiterhin mein Land repräsentieren und reisen, was ich liebe. Ich möchte solange für die Nationalmannschaft spielen, wie mich meine Trainerin lässt, es gibt überhaupt noch keine Müdigkeit. Ich freue mich immer auf jedes einzelne Spiel.