Finnlands Kukkonen will in Schweden glänzen

Annika Kukkonen spielt in ihrer dritten Saison in Schweden, nun bereitet sie sich mit Finnland auf die EM-Endrunde in ihrer Wahlheimat vor. Sie sagt: "Es ist Zeit für mich zu glänzen."

Finnlands Kukkonen will in Schweden glänzen
Finnlands Kukkonen will in Schweden glänzen ©UEFA.com

Annika Kukkonen freut sich auf ihr erstes großes Turnier mit Finnland, erst recht, weil sie sich bei der UEFA Women's EURO 2013 in Schweden fast wie zuhause fühlen wird.

Die 23-jährige Mittelfeldspielerin spielt momentan in ihrer dritten Saison in der Damallsvenskan, wo sie mit dem FC Malmö Meister wurde, mit Djurgårdens IF abstieg und seit 2013 für Sunnanå SK aktiv ist. Sie gehört zudem zu einer neuen Generation von finnischen Spielerinnen unter Andrée Jeglertz, der vor einer großen Herausforderung steht, will er ähnlich gut abschneiden, wie dies Finnland bei den beiden letzten Endrunden gelang. 2005 erreichte das Team in England das Halbfinale, vier Jahre später kamen die Suomi-Damen im eigenen Land ins Viertelfinale. Kukkonen, die in jedem Qualifikationsspiel dabei war, glaubt, dass sie sich in Schweden spielerisch weiterentwickelt hat. Gegenüber UEFA.com sagte sie: "Es wird Zeit für mich zu glänzen."

UEFA.com: Finnland hat in den letzten Turnieren gut abgeschnitten. Wie weit können Sie in Schweden kommen?

Annika Kukkonen: Noch können wir uns kein Ziel setzen. Das werden wir tun, wenn es bis zum Turnier nicht mehr solange hin ist und man sehen kann, welche Spielerinnen fit und dabei sein werden. Ich glaube, dass unser Erfolg anhalten wird und ich glaube, dass wir in der Lage sind, in diesem Turnier eine gute Figur zu machen.

UEFA.com: Wenn Sie noch einmal an die Qualifikation denken. Was waren auf dem Weg zur Endrunde die Schlüsselmomente für Finnland?

Kukkonen: Ich würde sagen, das waren unsere Auswärtsspiele. Wir feierten einige großartige Siege und holten etliche wichtige Punkte. Es ist immer schwer, wegen der härteren Umstände Auswärtsspiele zu bestreiten. Das war für uns der entscheidende Faktor.

UEFA.com: In der Qualifikation haben sie langsam angefangen und dann Fahrt aufgenommen und sich entwickelt, was generell unter Andrée Jeglertz der Fall ist. Wie würden Sie ihn als Trainer beschreiben. Und brauchte die Mannschaft Zeit, sich an seine Art des Trainings zu gewöhnen?

Kukkonen: Das ist gut möglich bei einem neuen Trainer [er kam Ende 2009]. Viele Spielerinnen gingen und kamen. Einige ältere Spielerinnen, die in der Mannschaft eine bedeutende Rolle gespielt haben, haben aufgehört. Neue Spielerinnen - und eine neue Art, an Dinge heranzugehen - brauchen natürlich ihre Zeit. Mit der Zeit sind wir als Mannschaft zusammengewachsen.

UEFA.com: Sie spielen in einer starken Gruppe mit Schweden, Dänemark und Italien. Was denken Sie über Ihre drei Gegner?

Kukkonen: Ich bin mit der Gruppe extrem zufrieden. Wir spielen gegen Schweden, unseren geliebten Nachbarn, das ist der härteste Gegner. Aber ich denke, dass wir gegen alle Teams eine gute Chance haben, obwohl ich nicht denke, dass jeder von uns erwartet, dass wir gewinnen, wenn man die Rangliste anschaut. Es ist wahrscheinlich gut, Außenseiter zu sein.

UEFA.com: Was bedeutet es für Sie, bei einer Endrunde dabei zu sein?

Kukkonen: Das ist toll, weil ich in Schweden lebe und spiele. Für mich eine Gelegenheit zu glänzen. Ich hoffe, es kommen viele Fans. Für Finnland zu spielen, ist eine Herzensangelegenheit.

UEFA.com: Wie haben Sie sich in der schwedischen Liga entwickelt?

Kukkonen: Seit meinem Wechsel nach Schweden habe ich mich dort wohl am meisten weiterentwickelt. Dort ist alles sehr professionell, auch außerhalb des Platzes. In Finnland konzentrieren wir uns nur auf das Geschehen auf dem Platz, in Schweden wird das Gesamtbild gesehen.

UEFA.com: Schauen wir noch einmal vier Jahre zurück, als Finnland Gastgeber war. Ich weiß, dass Sie bei diesem Turnier nicht gespielt haben, aber was sind Ihre Erinnerungen daran?

Kukkonen: Ich habe daran wirklich gute Erinnerungen. Ich war teilweise da, um die finnischen Spiele zu analysieren, sodass ich recht nahe an der Mannschaft dran war. Es war so schön, diese Augenblicke des Glücks und der Freude vor den heimischen Fans zu sehen - immer eine wunderbare Erfahrung.