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Neid optimistisch trotz Personalsorgen

2011 endete für Deutschland mit einem enttäuschenden 2:2-Remis in Spanien. Doch trotz großer Personalsorgen bleibt Bundestrainerin Silvia Neid gegenüber UEFA.com optimistisch.

Viola Odebrecht war nach dem 2:2 in Spanien enttäuscht
Viola Odebrecht war nach dem 2:2 in Spanien enttäuscht ©Getty Images

Trotz der Ausfälle einer Reihe von Schlüsselspielerinnen bleibt Bundestrainerin Silvia Neid gegenüber UEFA.com optimistisch, dass die deutsche Frauen-Nationalelf am Mittwoch in der Türkei auf die Siegerstraße zurückkehren wird.

Ein überraschendes 2:2-Remis in Spanien hatte im November eine Serie von 36 Siegen in Folge bei Qualifikationsspielen zur UEFA-Europameisterschaft für Frauen beendet und die DFB-Elf unter ungewohnten Druck gesetzt bei dem Versuch, sich einen direkten Startplatz bei der UEFA-Europameisterschaft für Frauen 2013 in Schweden zu sichern.

In Izmir will die DFB-Elf, die ein Spiel in der Hinterhand hat, den Drei-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Spanien wettmachen, auch wenn ein Quartett aus Inka Grings, die gerade erst in den Kader zurückberufen worden war, Kim Kulig, Simone Laudehr und auch Nadine Angerer verletzungsbedingt fehlen wird. Auch Fatmire Bajramaj wird nicht in die Türkei reisen, nachdem sie ihr Flugzeug nach Izmir verpasst hat.

Grings muss sich am Dienstag in Basel einer Operation an der Achillessehne des linken Fußes unterziehen und wird zumindest sechs Wochen fehlen, so dass ihr Einsatz genauso wie der von Laudehr und Kulig auch im Qualifikationsspiel gegen Spanien am 31. März in Mannheim fraglich ist. Nadine Angerer fällt mit einer Knieverletzung aus, so dass Almuth Schult zu ihrem Debüt kommen wird. "Es ist schade, dass all diese Spielerinnen fehlen, aber wir haben genug Qualität im Kader, um die Ausfälle zu kompensieren", so Neid.

"Wir wissen, dass die Türkei sicherlich nicht so stark wie Spanien oder die Schweiz ist, aber dennoch muss man auch gegen einen solchen Gegner erst einmal ins Spiel finden und gegen jede Mannschaft auch erst einmal Tore machen. Und die Türkei wird dies mit aller Macht zu verhindern versuchen. Unser Ziel ist es, drei Punkte zu holen, von daher muss man auch sehr konzentriert sein."

Zurück im Kader ist Linda Bresonik, die beim 17:0-Rekordsieg gegen Kasachstan und dem 2:2 in Spanien zuletzt nicht im Aufgebot stand. "Ich war mit ihrer Leistung nicht zufrieden. Sie hat bei uns und im Verein schlechte Spiele gezeigt und sie musste einfach mehr an sich arbeiten", erklärte Neid. "Das hat sie getan und wir freuen uns, dass sie wieder dabei ist."

Das Remis in Spanien hat dem Selbstvertrauen der DFB-Elf, die in Schweden den sechsten EM-Titel in Folge holen möchte, keinen Schaden zugefügt. "Man hat in Spanien gesehen, dass wir total überlegen waren. Wir haben es einfach versäumt, zum richtigen Moment die Tore zu machen und in der zweiten Halbzeit wurden wir etwas undisziplinierter und haben uns ein wenig von der Atmosphäre anstecken lassen."

Doch Neid ist sich sicher, dass das in der Türkei bereits wieder anders aussehen wird. "Wir werden uns darauf konzentrieren, besser im Abschluss zu sein und uns schon dort gezielt erarbeiten, was gegen Spanien und die Schweiz wichtig sein wird. Unser Hauptziel in diesem Jahr ist die direkte Qualifikation für die EM 2013."