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Willy schockt Deutschland in der Nachspielzeit

Spanien - Deutschland 2:2
Nach einem Treffer von Lena Goeßling und einem Eigentor Spaniens schien alles nach Plan zu verlaufen, ehe Deutschland doch noch den Ausgleich hinnehmen musste.

Spanien feiert den späten Ausgleich
Spanien feiert den späten Ausgleich ©Bongarts

Jeder Serie geht einmal zu Ende - das musste die deutsche Frauennationalmannschaft am Donnerstagabend in der Qualifikation zur UEFA Women's EURO 2012 beim 2:2 in Spanien erfahren, als man nach 36 Seriensiegen in Qualifikationsspielen erstmals nicht gewinnen konnte. Dabei schien nach dem Treffer von Lena Goeßling (27.) und dem Eigentor von Ruth García (30.) alles nach Plan zu laufen, ehe die Elf von Silvia Neid nach der Pause Gegentreffer durch Veronica Boquete (57.) und Willy (90.+1) hinnehmen musste.

Das deutsche Team hatte das Geschehen vor 3 000 Zuschauern in Montril in den ersten 45 Minuten voll im Griff und hätte bereits durch Simone Laudehr in Führung gehen können, deren Flachschuss aber knapp rechts vorbeisauste. Für das verdiente 1:0 sorgte dann Goeßling per Kopf, ehe nur drei Minuten später aus einem Gewühl im Strafraum das beruhigende 2:0 durch ein Eigentor von Willy fiel.

Die Spanierinnen übernahmen nach etwas Anlaufzeit in der zweiten Hälfte die Initiative und verkürzten durch einen schönen Schuss in den Winkel von Boquete nach knapp einer Stunde auf 1:2. Celia Okoyino da Mbabi hätte den alten Abstand nach 70 Minuten wiederherstellen können, zielte jedoch einen Tick zu hoch, so dass die in der 89. Minute eingewechselte Willy in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich markieren durfte. Spanien, das ein Spiel mehr als Deutschland ausgetragen hat, bleibt damit an der Spitze der Gruppe 2. Die beiden Teams treffen am 31. März in Deutschland erneut aufeinander.

"Wir wussten, dass wir gegen einen starken Gegner spielen", sagte Neid nach der Partie. "Wir hatten die erste Halbzeit im Griff, und auch in Halbzeit zwei hatten wir noch gute Chancen. Die haben wir leider nicht genutzt, von daher ist es schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber dass wir gegen den stärksten Gegner gepunktet haben, eröffnet uns alle Möglichkeiten." Fatmire Bajramaj fügte hinzu: "Wir haben das Spiel nicht aus der Hand gegeben. Wir haben nur unsere Chancen nicht reingemacht. Die Spanierinnen haben dagegen aus zwei Chancen zwei Tore gemacht. Wir fahren mit einem Punkt nach Hause, damit können wir leben." Ähnlich sah es auch Annike Krahn: "Aus unseren Fehlern müssen wir lernen. Aber Spanien muss ja auch noch nach Deutschland kommen. Wir haben alles selber in der Hand."