Türkischer Frauenfußball im Aufwind

Der türkische Nationaltrainer Fethi Demircan konnte bei der Rückkehr der türkischen Frauen-Nationalmannschaft stolz auf sein Team sein.

Der türkische Nationaltrainer Fethi Demircan konnte bei der Rückkehr der türkischen Frauennationalmannschaft auf die internationale Bühne stolz auf sein Team sein, obwohl sie das Weiterkommen in der Vorqualifikation zur UEFA EURO 2009™ der Frauen in Gruppe 1 höchst knapp verpasst hat.

Tolle Leistung
Nur eine Mannschaft jedes Mini-Turniers erreichte die Hauptqualifikation und für die Gastgeberinnen aus der Türkei begann es mit einem 1:0-Sieg über Nordirland denkbar gut. Aber trotz Führung im nächsten Spiel verloren die Türkinnen dann gegen Kroatien noch mit 1:2. Dadurch half der Türkei auch der eindeutige 9:0-Erfolg im letzten Spiel gegen Georgien nichts, da Nordirland gleichzeitig Kroatien mit 5:2 bezwingen konnte und so trotz Punktgleichheit mit Kroatien und der Türkei weiterkam. Trotzdem zeigten die Türkinnen eine beeindruckende Leistung, hatten sie doch seit Mai 2000 kein Pflichtspiel mehr bestritten. Demircan sagte: "Wir haben gegen Mannschaften gewonnen, die uns in der Vergangenheit mit sechs oder sieben Toren geschlagen haben. Ich denke, wenn sie die Möglichkeiten bekommen, werden unsere jungen Frauen europäisches Niveau erreichen und sehr erfolgreiche Spiele bestreiten können. Wir sind da sehr zuversichtlich."

Mehr Unterstützung benötigt
Er fügt hinzu, dass die Türkei nun die zweijährige Phase mit Freundschaftsspielen nutzen müsse, um den Abstand zur Weltspitze zu verringern, bevor die Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft der Frauen stattfindet. "Frauenfußball erlebt zurzeit eine Wiederauferstehung, unglücklicherweise besteht unsere Nationalelf aus jungen Spielerinnern, die auf Amateurniveau gespielt haben", so Demircan. "Sie haben keine richtige Fußball-Ausbildung genossen. Außerdem nehmen Familien Frauenfußball nicht ernst. Es wurde jetzt eine Frauenliga gegründet. Manche nehmen ihre Aufgabe ernst, andere nicht. Nichtsdestotrotz haben wir zwei wichtige Auswärtssiege gegen die EJR Mazedonien und Bulgarien geschafft, seit ich hier Trainer bin."

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