Wolfsburg und Lyon erinnern sich an 2013

"Das ganze Team stand unter Strom", so Alex Popp gegenüber UEFA.com über das Finale von 2013 gegen Lyon. In diesem Jahr kommt es in Reggio Emilia zur Revanche.

Am 23. Mai 2013 sicherte sich Wolfsburg gleich bei der ersten Teilnahme an der UEFA Women's Champions League den Titel. Damals siegten die Wölfinnen mit 1:0 an der Stamford Bridge gegen Lyon, die zu dieser Zeit als das Maß aller Dinge in diesem Wettbewerb galten.

Drei Jahre später treffen sich beide Mannschaften im Endspiel von Reggio Emilia wieder. Wolfsburg hat mittlerweile genau wie Lyon drei Siege auf dem Konto. Gegenüber UEFA.com erinnern sich einige der Spielerinnen an das Finale von London.

  • Die Teams

Wolfsburg: Vetterlein; Wensing*, Henning, Hartmann, Popp*; Blässe*, Keßler, Goeßling*, Müller; Jakabfi* (78. Magull), Pohlers (82. Omilade)
Trainer: Ralf Kellermann*
Lyon:
Bouhaddi*; Petit*, Georges, Renard*, Bompastor; Henry*, Necib*, Abily* (67. Le Sommer*); Thomis*, Schelin*, Rapinoe (46. Dickenmann, 89. Majri)
Trainer: Patrice Lair

(*diese Spielerinnen stehen im Kader der Final-Teams von 2016 – Lara Dickenmann spielt mittlerweile für Wolfsburg)

  • Das Spiel

Lyon erwischte den besseren Start, doch Wolfsburg entschied die Partie durch einen Elfmeter für sich. Martina Müller verwandelte diesen in der 73. Minute. Lena Goessling wurde zur Spielerin des Spiels gewählt.

  • Die Erinnerungen

Alex Popp, Wolfsburg 
Das war wirklich verrückt. Mein Einsatz stand aufgrund einer Verletzung sehr lange auf der Kippe. Letztlich konnte ich dann aber doch auflaufen. Doch ich musste als Linksverteidigerin spielen. Während der gesamten Saison hatte ich eine ganz andere Position bekleidet.

Ralf Kellermann, Trainer Wolfsburg
Lyon ging als Favorit in dieses Spiel. Wir waren international ein unbeschriebenes Blatt. Ich habe meiner Mannschaft damals gesagt, dass wir von zehn Spielen gegen Lyon acht verlieren, ein Unentschieden und einen Sieg holen würden und das heute der Tag gekommen sei, um diesen einen Sieg zu landen. Glücklicherweise lief alles perfekt.

Camille Abily, Lyon
Wir haben durch einen Elfmeter mit 0:1 verloren. Das war hart, vor allem weil der Strafstoß aus einem unabsichtlichen Handspiel resultierte.

Die Szene, die zum Elfmeter führte...
Die Szene, die zum Elfmeter führte...©Sportsfile

Alex Popp, Wolfsburg
Die komplette Mannschaft stand unter Strom. Es war unser erstes Finale und Lyon galt damals fast als unschlagbar. Doch wir haben dagegengehalten und durch das Elfmeter-Tor mit 1:0 gewonnen. Ich denke nicht, dass irgendeine der damals im Stadion anwesenden Personen dieses Spiel jemals vergessen wird. Das war ein Highlight, absolut einmalig.

Louisa Necib, Lyon
Das Endspiel liegt schon eine gewisse Zeit zurück. Wir haben diesem Spiel damals sehr nachgetrauert, denn wir hatten eigentlich alles richtig gemacht. Wir haben alles gegeben, aber am Ende hat es nicht zum Sieg gereicht. Diese Niederlage hat uns damals sehr wehgetan.

...Martina Müller schießt Wolfsburg zum Sieg
...Martina Müller schießt Wolfsburg zum Sieg©Getty Images

Nadine Kessler, Wolfsburg
Solch ein Spiel bleibt einem in der Erinnerung. Die Partie hatte damals eine unglaubliche Bedeutung für uns. Wir waren die Außenseiter. Die Favoriten-Rolle war klar bei Lyon, die bis zum Finale ungeschlagen waren. Niemand hat damit gerechnet, dass wir sie besiegen könnten.

Ralf Kellermann
Lyon hat uns damals unterschätzt. Das wird 2016 nicht nochmal passieren. Beide Teams werden bestmöglich vorbereitet sein. Wir freuen uns auf ein großartiges Finale.

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