Frankfurts Final-Heldin freut sich auf Rosengård

Mandy Islacker wurde im Finale der UEFA Women's Champions League zur Heldin. Im Interview mit UEFA.com spricht sie über diesen Moment und blickt nach vorne.

Mandy Islacker gewann mit Frankfurt die UEFA Women's Champions League
Mandy Islacker gewann mit Frankfurt die UEFA Women's Champions League ©UEFA.com

Mandy Islacker blieb in der vergangenen Saison in der UEFA Women's Champions League oft nur die Rolle als Einwechselspielerin, doch ausgerechnet im Finale schoss sie in der Nachspielzeit gegen Paris Saint-Germain das Siegtor.

Islacker nahm bei Frankfurt und in der Nationalmannschaft die vakante Offensiv-Rolle von Célia Šašić ein und traf bei ihrem Debüt für Deutschland im Oktober gegen Russland. Drei Tage später erzielte sie gegen die Türkei ein weiteres Tor. Die 27-Jährige legt ihren Fokus nun wieder auf die UEFA Women's Champions League, wo im Viertelfinale bei Rosengård eine schwere Prüfung auf Frankfurt wartet. Über diese Herausforderung und weitere Themen spricht sie im Interview mit UEFA.com.

UEFA.com: Was bedeutet es für Sie, im Finale der UEFA Women's Champions League das entscheidende Tor geschossen zu haben?

Mandy Islacker: Es war für mich der erste Titel überhaupt. Deshalb war das etwas ganz Besonderes. Dass mir der Treffer in der Nachspielzeit noch gelungen ist, das kann man glaube ich in Worten nicht beschreiben.

UEFA.com: Wie haben Sie hinterher gefeiert?

Islacker: Danach haben wir erst einmal in der Kabine gefeiert, später ging es zum Essen, von dort aus sind wir dann noch in eine Diskothek gefahren. Am nächsten Tag gingen die Ehrungen am Römer weiter.

UEFA.com: In diesem Jahr stehen Sie wieder im Viertelfinale der UEFA Women's Champions League, wo es gegen Rosengård geht. Was ist von diesem Gegner zu halten?

Islacker: Sie haben natürlich unter anderem mit Marta und Nataša Andonova sehr gute Spielerinnen. In der Videonanalyse haben wir dann noch mehr Details erfahren.

UEFA.com: Wie schätzen Sie die Chancen von Frankfurt in diesem Duell ein?

Islacker: Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Ich bin gespannt und hoffe, dass wir das Match für uns entscheiden können.

UEFA.com: In der Runde zuvor haben Sie das Hinspiel gegen LSK Kvinner FK mit 2:0 gewonnen. Im Rückspiel wurde es dann doch nochmal eng. Was lief da schief?

Islacker: Wir waren nicht hellwach, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und in der Verlängerung konnten wir unsere Chancen nicht nutzen. Glücklicherweise haben wir das Elfmeterschießen dann für uns entschieden.

UEFA.com: Wer sind in diesem Jahr die Favoriten auf den Titel in der UEFA Women's Champions League?

Islacker: Es gibt viele Favoriten. Dazu zählen Olympique Lyonnais, Paris Saint-Germain und Wolfsburg. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Das wird auf jeden Fall ein ganz spannendes Rennen um den Titel.

UEFA.com: In der Saison 2009/10 haben Sie mit Bayern München schon mal in der UEFA Women's Champions League gespielt. Wie hat sich der Frauenfußball von damals bis heute verändert?

Islacker: Auch die anderen europäischen Mannschaften haben sich weiterentwickelt und werden immer stärker. Ich glaube, dass das dem Frauenfußball zugutekommt. Schließlich findet fast jedes Spiel jetzt auf Augenhöhe statt.

UEFA.com: Es gab vor der Saison einige Abgänge. Wie kompensiert Frankfurt das?

Islacker: Das sind natürlich große Verluste, aber wir haben weiter das Potenzial, um oben mitzuspielen. Wir haben auch einige gute Neuzugänge bekommen und deshalb denke ich da positiv.

©Getty Images

UEFA.com: Sie haben vor Kurzem auch in der Nationalmannschaft Ihr Debüt gegeben. Wie überrascht waren Sie, dass es dann gleich so gut lief?

Islacker: Ich hatte nicht damit gerechnet, gleich im ersten Spiel von Anfang an spielen zu dürfen. Dass mir dann noch ein Tor gelungen ist, ist umso schöner.

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