Bell nicht mehr Trainer in Frankfurt

Der 1. FFC Frankfurt, Titelverteidiger in der UEFA Women's Champions League, und Trainer Colin Bell haben sich in beidseitigem Einvernehmen getrennt. Bell übernimmt Avaldsnes IL in Norwegen.

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"Der Verein verständigte sich nach vertrauensvollen und intensiven Gesprächen darauf, dass das Arbeitsverhältnis zum Jahresende im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst und beendet wird", hieß es in der Mitteilung.

Der 54-jährige Engländer Bell, der zuvor in der Frauen-Bundesliga den SC 07 Bad Neuenahr trainiert hatte, übernahm die Hessinnen im Sommer 2013 und gewann mit dem Team den DFB-Pokal 2014 sowie die UEFA Women's Champions League 2015. Außerdem wurde der FFC unter seiner Ägide 2013/14 Vizemeister in Deutschland.

In der laufenden Saison aber haben die Frankfurterinnen in der Liga bereits neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern München und liegen nur auf Rang vier. Allerdings erreichte man kürzlich erst das Viertelfinale der UEFA Women's Champions League, wo man im März auf Rosengård treffen wird. Im DFB-Pokal schied man jedoch im Achtelfinale aus. Bell wird nach bestätigten Berichten in Norwegen den Frauen-Erstligisten Avaldsnes IL übernehmen.

"Nach einer erfolgreichen Ära unter unserem Cheftrainer Colin Bell haben wir jetzt die Gelegenheit, neu durchzustarten und unsere anspruchsvollen Ziele in der laufenden Saison weiter im Blick zu haben", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.

Bell selbst fügte hinzu: "Ich hatte eine großartige Zeit beim 1. FFC Frankfurt und bin sehr stolz und dankbar, mit unserer tollen Mannschaft und dem engagierten Betreuerteam zusammengearbeitet zu haben. Ich wünsche dem 1. FFC Frankfurt und meinen bisherigen Spielerinnen das Allerbeste und werde dem Verein verbunden bleiben. Nach der schönen und erfolgreichen Zeit in Frankfurt ist es für mich jetzt einfach wichtig, eine neue Herausforderung anzunehmen und mich beruflich neu auszurichten."

Ein Nachfolger Bells steht noch nicht fest, interimsmäßig übernehmen die beiden Co-Trainer, Matt Ross und Kai Rennich, das Team.

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