Auszeichnung Beste Spielerin: Fakten

UEFA.coms Paul Saffer lässt uns an seiner Meinung über Dzsenifer Marozsán, Amandine Henry und Célia Šašić teilhaben, nachdem diese als Kandidatinnen für die Auszeichnung als Beste Spielerin der UEFA nominiert wurden.

Célia Šašić ist eine der drei Nominierten
Célia Šašić ist eine der drei Nominierten ©Getty Images

Am Donnerstag, den 27. August, wird im Rahmen der Auslosung der UEFA Champions League in Monaco eine Jury aus 18 Journalisten/innen, die sich im Frauenfußball auskennen, ihre Stimmen zur Wahl der Besten Spielerin in Europa der UEFA 2014/15 abgeben.

Aus der Vorauswahl von elf Spielerinnen, die von den Trainern der Viertelfinalisten der UEFA Women's Champions League 2014/15 sowie den acht europäischen Teilnehmern an der FIFA-WM der Frauen erstellt wurde, sind nach der Abstimmung der ersten Runde drei Kandidatinnen verblieben: Amandine Henry, Dzsenifer Marozsán und Célia Šašić. Unser Frauenfußball-Redakteur Paul Saffer schaut sich das Profil dieser Spielerinnen an, die darauf hoffen können, nach Nadine Kessler und Nadine Angerer als dritte Frau diese Auszeichnung zu empfangen.

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• Henry ist keine Spielerin für die großen Schlagzeilen, wie Lyons Offensiv-Stars Lotta Schelin oder Louis Nécib, aber sie ist für die Erfolge der Mannschaft in den letzten acht Jahren genauso wichtig gewesen. Mit ihrem Kampfgeist und ihrem Flair zieht sie im defensiven Mittelfeld die Fäden.

• In den acht Spielzeiten, die Henry bei Lyon verbrachte, wurde die Mannschaft französischer Meister und half dabei, Paris Saint-Germain auf Distanz zu halten.

• Nachdem sie 2013 lange gefehlt hatte, wurde sie wieder für die französische Nationalmannschaft nominiert und gewann bei der WM in Kanada den Silbernen Ball als zweitbeste Spielerin (nach US-Endspiel-Heldin Carli Lloyd). Sie wurde bei den Siegen gegen Mexiko (als ihr ein tolles Tor gelang) und Südkorea als Spielerin des Spiels ausgezeichnet.

Das sagen die Anderen:
"Sie ist eine Anführerin dieser Mannschaft. Ein toller Profi mit der perfekten Einstellung. Sie bringt außergewöhnliche Eigenschaften in die Mannschaft ein. Und sie will die verlorene Zeit wettmachen."
Frankreichs Nationaltrainer Philippe Bergeroo

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• Die in Budapest geborene Spielmacherin, Tochter des ehemaligen ungarischen Nationalspielers János Marozsán, war 14 Jahre alt, als sie in der Frauen-Bundesliga ihr Debüt für Saarbrücken, den Ex-Klub ihres Vaters, gab.

• Nach ihrem Wechsel nach Frankfurt im Jahr 2009 war sie in der Saison 2014/15 zum zweiten Mal in Folge in jedem Spiel dabei, kontrollierte das Spieltempo im Mittelfeld und erzielte immer wieder wichtige Tore, wie in den Viertelfinal-Spielen gegen Bristol Academy. Ihre Flanke sorgte im Endspiel in Berlin für Mandy Islackers spätes Siegtor gegen Paris.

• Marozsán glänzte bei der WM für Halbfinal-Teilnehmer Deutschland, insbesondere beim 4:1-Erfolg im Achtelfinale gegen Schweden, den sie mit einem spektakulären Tor krönte.

Das sagen die Anderen:
"Sie ist aktuelle eine der herausragenden Spielerinnen in Deutschland. Sie ist technisch perfekt, hat einen tollen Schuss, einen starken Abschluss und steht im Mittelpunkt unseres Spiels."
Frankfurts Kapitänin Kerstin Garefrekes

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• Auf dem Höhepunkt abzutreten ist selten, aber genau das hat Šašić getan, als sie vergangenen Monat ihre Karriere beendete – nach einem Jahr, das sie als Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga, der UEFA Women's Champions League und der WM abgeschlossen hatte. Insgesamt gelangen ihr 2014/15 49 Treffer in 41 Pflichtspielen für ihren Verein und die Nationalmannschaft.

• Ihr erstes Tor bei Frankfurts Endspielsieg in der UEFA Women's Champions League gegen Paris war ihr 14. in diesem Wettbewerb in der abgelaufenen Saison – damit stellte sie in ihrer Debüt-Saison in der UEFA Women's Champions League den Torrekord ein. In den beiden Halbfinalspielen gegen Brøndby erzielte sie alleine sieben der 14 Treffer.

• Nachdem sie die Schallmauer von 100 Länderspielen durchbrach und in einem Freundschaftsspiel in Wembley zwei Tore für Deutschland erzielt hatte, wurde Šašić mit sechs Tore und einer Vorlage in Kanada auch noch WM-Torschützenkönigin. Dabei gelangen ihr gegen die Elfenbeinküste ein Hattrick, zwei weitere Tore beim 4:1 gegen Schweden und der wichtige Ausgleich per Elfmeter im Viertelfinale gegen Frankreich. Auch im folgenden Elfmeterschießen war sie erfolgreich.

Das sagen die Anderen:
"Célia ist eine Stürmerin, die gerne Tore schießt, aber defensiv auch viel für die Mannschaft arbeitet. Ihr Wille, immer 100 Prozent für die Mannschaft zu geben, ist eine herausragende Qualität."

Frankfurts Coach Colin Bell

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