Wensing: "Nur nicht Lyon"

Luisa Wensing freute sich über ihr Kopfballtor gegen Malmö und über das Erreichen des Viertelfinals, möchte dort aber vor allem einen Gegner vermeiden.

VfL Wolfsburgs Torschützin Luisa Wensing und Trainer Ralf Kellermann machten vor allem die starke Vorstellung in de ersten Hälfte gegen Malmö FF für das Erreichen des Viertelfinals verantwortlich.

Der Titelverteidiger hatte zunächst in Schweden mit 2:1 gesiegt, ohne dort überzeugen zu können. Doch in der ersten Halbzeit des Rückspiels stellte Wensing mit einem herrlichen Kopfballtor zum 2:0 die Weichen auf Sieg. Jetzt würden die Wölfinnen gerne Topfavorit Olympique Lyonnais vermeiden, sollten sich die Französinnen gegen den 1. FFC Turbine Potsdam durchsetzen.

Luisa Wensing, Abwehrspielerin von Wolfsburg
Man weiß ja, dass ich recht kopfballstark bin und bei Ecken immer wieder gerne mit nach vorne gehe. Schön, dass es heute nach längerer Zeit mal wieder geklappt hat. Mit unserer Leistung im Hinspiel waren wir nicht zufrieden. Wir wussten, dass wir mehr zeigen mussten und das haben wir in der ersten Hälfte auch getan.

Klar würden wir jetzt nicht so gerne auf Lyon treffen, wenn sie sich durchsetzen. Aber sonst ist es uns egal, alle anderen Teams haben etwa das gleiche Niveau. Wenn man die Champions League gewinnen und den Titel verteidigen will, muss man jeden schlagen.

Ralf Kellermann, Wolfsburgs Trainer
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ir sind sehr erleichtert über dieses Ergebnis. Intern hatten wir uns durchaus etwas Druck gemacht. Wir wollten unbedingt in der Champions League überwintern. Im Hinspiel hatte ich das Gefühl, dass die Mannschaft nicht befreit wirkte und auch etwas ängstlich gespielt hat. Daraus aber haben wir die richtigen Schlüsse gezogen.

Von der ersten Minute an waren wir präsent, haben kompakter gespielt. Sicherlich hatte Malmö auch gute Torchancen, aber damit war angesichts der Klasse des Gegners zu rechnen. Ich bin sehr stolz, wie meine Mannschaft aufgetreten ist und wie sie sich gewehrt hat. Kritisieren könnte ich lediglich, dass wir nicht noch früher den entscheidenden Konter gesetzt haben. Aber unterm Strich bin ich einfach nur glücklich und erleichtert, weiterhin im Lostopf zu sein und im März das Viertelfinale spielen zu können.

Anja Mittag, Stürmerin von Malmö
Ich bin enttäuscht, dass wir nicht weitergekommen sind. Ich glaube, dass wir sie hätten schlagen können, vor allem im Hinspiel. Wolfsburg hatte über zwei Spiele einfach mehr Erfahrung. Wir müssen jetzt in Ruhe unsere Fehler analysieren und an ihnen arbeiten.

Jonas Eidevall, Malmös Trainer
Ich denke, dieses Spiel war ein sehr gutes Beispiel dafür, wie der Frauenfußball sich präsentieren muss, um die Menschen zu begeistern und noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Hier sind sich zwei wahre Spitzenteams begegnet. Beim ersten Tor sahen wir sehr unglücklich aus, beim zweiten waren wir nicht gut positioniert. Ansonsten haben wir leider zu viele Chancen benötigt, um ein Tor zu erzielen. Das ist eigentlich alles, was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann. Ich freue mich aber trotzdem, dass wir gegen diesen starken Gegner antreten konnten.

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