Wolfsburg glänzt, Favoriten setzen sich durch

Der VfL Wolfsburg glänzte bei seinem Europapokal-Debüt, während der WFC Malmö, FC Rossiyanka und AC Sparta Praha ebenfalls Siege im Hinspiel des Sechzehntelfinales einfahren konnten.

Sparta gelang ein 3:0 gegen Sarajevo
Sparta gelang ein 3:0 gegen Sarajevo ©Fedja Krvavac

Zwei erfahrene deutsche Nationalstürmerinnen spielten beim VfL Wolfsburg eine entscheidende Rolle, der in einem der letzten vier Hinspiele des Sechzehntelfinals der UEFA Women's Champions League siegte.

Martina Müller und Conny Pohlers trafen beim 5:1-Sieg der Niedersachsen bei RTP Unia Racibórz jeweils doppelt, während WFC Malmö durch Doppelpacks von Katrine Veje und Anja Mittag 4:0 gegen MTK Hungária gewann. Der FC Rossiyanka, der letzte Saison bis ins Viertelfinale vorstieß, hatte beim 4:1 gegen ADO Den Haag ebenfalls keine Probleme.

In den elf Spielen vom Mittwoch gab es Auswärtssiege für Olympique Lyonnais, 1. FFC Turbine Potsdam und Arsenal LFC, während am Abend zuvor Inka Grings dem FC Zürich zu Hause ein 1:1 gegen den FCF Juvisy Essonne rettete. Die Rückspiele beginnen am kommenden Mittwoch. Das Achtelfinale wurde bereits ausgelost.

RTP Unia Racibórz - VfL Wolfsburg 1:5
Nach einem langsamen Start sicherte sich Neuling Wolfsburg in Polen den erwarteten Sieg. Müller, die im Alter von 32 ihr Europapokaldebüt feierte, erzielte nach 22 Minuten das erste Tor, ehe sie mit Anstoß zur zweiten Halbzeit nachlegte. Fast im direkten Gegenzug verkürzte Unia durch Chinasa. Zsanett Jakabfi stellte per Kopfstoß den alten Abstand wieder her, bevor Pohlers eingewechselt wurde und mit dem zweiten Ballkontakt auf 4:1 erhöhte. Sieben Minuten später gelang ihr in ihrem 31. Europapokalspiel ihr 36. Treffer. Wolfsburg dürfte wohl in der nächsten Runde auf Røa IL aus Norwegen treffen.

MTK Hungária FC - WFC Malmö 0:4
Der letztjährige Viertelfinalist hatte gegen MTK keine Probleme. Schon in der dritten Minute gelang Veje der Führungstreffer, ehe sie Mitte der zweiten Hälfte auf 2:0 erhöhte. Mittag, die ansonsten wenig zu sehen war, erzielte in den letzten 15 Minuten zwei weitere Treffer für den schwedischen Meister. Die Deutsche kommt nun auf 38 Europapokaltore, genau wie Inka Grings und nur eines weniger als Hanna Ljungberg, die in UEFA-Frauen-Vereinswettbewerben den Rekord hält.

ADO Den Haag - FC Rossiyanka 1:4
Der russische Meister entledigte sich dem Gegner aus den Niederlanden quasi im Vorübergehen. Nach nur zwei Minuten verwandelte Kapitän Natalia Shlyapina einen Strafstoß, bevor Tatiana Skotnikova eine Minute vor der Pause das 2:0 gelang. Nach 63 Minuten durfte sie sich erneut als Torschützin feiern lassen, bevor Shlyapina das letzte Tor der Partie schoss. Zwischenzeitlich hatte Renate Jansen für Den Haag verkürzt.

WFC SFK 2000 Sarajevo - AC Sparta Praha 0:3
Der Sieger zwischen Rossiyanka und Den Haag wird wohl auf Sparta treffen, das sich abgeklärt in Sarajevo durchsetzte. Sparta, das zum vierten Mal in Folge versucht, über diese Runde hinaus zu kommen, gelang aber erst nach einer knappen Stunde die Führung durch Lucie Martínková. Mit dem 2:0 von Lucie Voňková zehn Minuten später war die Sache aber eigentlich klar. Martínková traf kurz vor Ende erneut. Das Rückspiel findet hier eine Woche später als die anderen Paarungen statt.

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