Gianni Infantino begeistert über Frauenfußball-Entwicklung

Laut Gianni Infantino hat die UEFA Women's Champions League zu einem enormen Interessensanstieg im Frauenfußball geführt. Dies sagte der UEFA-Generalsekretär bei der Auslosung der K.-o.-Runde.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino bei der Auslosung der Runde der letzten 32 und des Achtelfinals in Nyon
UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino bei der Auslosung der Runde der letzten 32 und des Achtelfinals in Nyon ©UEFA.com

Die Popularität des Frauenfußballs hat erneut einen hohen Anstieg verzeichnet und insbesondere die UEFA Women's Champions League hat einen großen Anteil am wachsenden Interesse.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino hielt am Donnerstag vor der Auslosung der Sechzehntel- und Achtelfinals eine Rede im Haus des Europäischen Fußballs in Nyon und beleuchtete dabei vor allem den Zuschauerrekord sowie die exzellenten TV-Einschaltquoten beim letztjährigen Endspiel. All dies seien klare Anzeichen dafür, dass der Frauenfußball weiter an Attraktivität gewinnt.

"Das Endspiel 2012 zwischen Olympique Lyonnais und dem 1. FFC Frankfurt war ein tolles Vorzeigeobjekt für den Wettbewerb", sagte er. "Dabei wurde im großartigen Münchner Olympiastadion mit 50 212 Besuchern nicht nur der Wettbewerbsrekord aufgestellt, sondern auch ein Zuschauerrekord im Frauen-Vereinsfußball gebrochen. Dazu haben mehr als dreieinhalb Millionen TV-Zuschauer auf der ganzen Welt gesehen, wie Olympique Lyonnais den Titel in der UEFA Women's Champions League verteidigen konnte."

"Der Frauenfußball erlebt ein exponentielles Wachstum", meinte Infantino. "Dies hat man zudem anhand der Zuschauerrekorde und TV-Zahlen während der FIFA-Weltmeisterschaft der Frauen im letzten Jahr in Deutschland sowie bei dem Frauenfußballturnier während der Olympischen Spiele in London 2012 gesehen. Wir müssen aus diesem Interesse am Frauenfußball Kapital schlagen, nicht zuletzt dadurch, dass wir weiterhin attraktiven und fairen Fußball anbieten."

Insgesamt 46 Verbände stellen für den laufenden Wettbewerb 54 Vereine, das Endspiel der UEFA Women's Champions League 2012/13 wird am 23. Mai nächsten Jahr in London stattfinden, allerdings ist das Stadion dafür noch offen. "Mit der heutigen Auslosung beginnt die K.-o.-Runde der vierten Saison der UEFA Women's Champions League. Die Vereine haben eine Chance, neue Länder, neue Städte, neue Fußball-Mentalitäten und neue Stadien kennenzulernen", erklärte Infantino.

Wichtige Entscheidungen der UEFA haben dabei geholfen, die beeindruckende Entwicklung des Frauenfußballs in Europa voranzutreiben. Hinsichtlich des Vereinfußballs wurde 2009/10 die UEFA Women's Champions League ins Leben gerufen. Der erste Vereinswettbewerb im Frauenfußball entstand 2001/02, nachdem das UEFA-Exekutivkomitee diesen Schritt im Mai 2000 gebilligt hatte.

Der erste europaweite UEFA-Wettbewerb für Frauenmannschaften wurde Anfang der 1980er gestartet, mit der Zeit bekam dieser Wettbewerb den Status der Europameisterschaft. Alle vier Jahre wird dabei auf großer Bühne bei EURO-Endrunden deutlich, welche technischen und taktischen Fortschritte im Frauenfußball gemacht werden.

Für das allgemeine Wohlergehen des Frauenfußballs wurde das UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramm (WFDP) ins Leben gerufen. Bei einem Treffen des UEFA-Exekutivkomitees in Prag im Dezember 2010 wurde festgestellt, welch enormen Wachstum der Frauenfußball in Europa an den Tag legt, sowohl was die Zahl der registrierten Spielerinnen, als auch die Teilnahme anbetrifft. Das UEFA-Exekutivkomitee einigte sich, das Entwicklungsprogramm über den Zeitraum bis 2016 mithilfe des HatTrick-Unterstützungsprogramms im Auftrag der 53 UEFA-Mitgliedsverbände zu fördern.

Die ehemalige deutsche Nationalspielerin Steffi Jones ist Botschafterin vom WFDP. In dieser neu geschaffenen Rolle arbeitet Jones eng mit der UEFA zusammen, um den Frauenfußball in ganz Europa weiterzuentwickeln.

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