Wichtige Stationen auf dem Weg nach Fulham

Das Finale am kommenden Donnerstag entscheidet sich zwischen den gleichen Teams wie im vergangenen Jahr. UEFA.com hält für Sie die Comebacks, die Rückschläge und Heldentaten der letzten Saison bereit.

Wendie Renard und Sabrina Viguier bejubeln den Sieg Lyons über Arsenal
Wendie Renard und Sabrina Viguier bejubeln den Sieg Lyons über Arsenal ©Sportsfile

Im zweiten Endspiel der UEFA Womens Champions League treffen alte Bekannte aufeinander. Der 1. FFC Turbine Potsdam fordert am Donnerstag erneut Olympique Lyonnais heraus, diesmal im Craven Cottage, der Heimat von Fulham FC. Vor einem Jahr setzte sich das deutsche Team in Getafe im Elfmeterschießen gegen die Französinnen durch. Auf dem Weg nach Fulham gab es diese Saison einige Schlüsselmomente, UEFA.com fasst für Sie die Wichtigsten zusammenfassen.

Qualifikationsrunde: Apollon demütigt Umeå
Das Miniturnier in der Gruppe 3 in Limassol sorgte wahrscheinlich für den größten Schocker im europäischen Frauenfußball. Der zweifache Gewinner und fünfmalige Finalist des UEFA-Frauenpokals, Umeå IK, siegte im Eröffnungsspiel gegen ASA Tel-Aviv FC locker mit 3:0. In der zweiten Partie ging es gegen Gastgeber Apollon Limassol LFC, die an vierter Stelle gesetzt waren. Nach einem Doppelpack von Alexandra Iusan und jeweils einem Tor von Christiana Solomou und Laura Roxana Rus stand es nach 47 Minuten 4:1 für Apollon, was gleichzeitig auch den Endstand beutete. Die Mannschaft aus Zypern schlug anschließend auch ASA Tel-Aviv mit 3:0, setzte sich an die Spitze der Gruppe und hinterließ ein gedemütigtes Umeå. Nachdem man sonst immer ins Viertelfinale kam, ist es in der kommenden Saison für Umeå erst das zweite Mal, dass man gar nicht im Europapokal vertreten ist. Apollon verabschiedete sich in der Runde der letzten 32 mit einem ehrenwerten 2:4 gegen die Finalisten von 2009, Zvezda-2005.

Runde der letzten 32: Deutsche Favoriten beweisen Stärke
Die Auslosung für die Neulinge im Wettbewerb lief denkbar schlecht. Åland United und CSHVSM bekamen es mit Titelverteidiger Potsdam und dem Titelträger aus dem Jahr davor, mit dem FCR 2001 Duisburg zu tun. Es wurde die zu erwartende Klatsche für Åland. 0:9 und 0:6 hießen die Ergebnisse gegen Potsdam, und CSHVSM aus Kasachstan verabschiedete sich mit 0:5 und 0:6 gegen Duisburg. Inka Grings erzielte in beiden Begegnungen je vier Treffer und legte damit im Rennen um die Torjägerkrone gewaltig vor.

Runde der letzten 16: Arsenals Comeback-Königinnen
Arsenal LFC startete locker mit einem 12:1 gegen ŽFK Mašinac PZP aus Serbien in den Wettbewerb, aber in der Runde der letzten 16 wartete ein wesentlich härterer Brocken - Rayo Vallecano de Madrid, das Valur Reykjavík bezwungen hatte. Die Engländerinnen hatten tatsächlich ihre Probleme und wurden in Spanien mit 0:2 abgefertigt, womit das erste Ausscheiden vor dem Viertelfinale überhaupt drohte. Höchst konzentriert führte Arsenal im Rückspiel bereits nach 60 Minuten mit 3:0, doch zwölf Minuten vor dem Ende erzielte Adriana das wichtige Auswärtstor zum 1:3. Der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten, denn Verteidigerin Gilly Flaherty wurde anschließend vom Platz gestellt. Eine letzte Wendung hatte das Spiel aber noch parat. In der Nachspielzeit war es Jenniffer Beattie, die das vierte Tor für Arsenal erzielte und damit die Engländerinnen in die nächste Runde schoss. Auch im Viertelfinale zogen die Damen von der Insel den Kopf nach einem Rückstand aus der Schlinge. Diesmal gelang ihnen das Kunststück in Schweden bei Linköpings FC.

Viertelfinale: Erfahrung ist Trumpf
Auf der einen Seite Arsenal, neun Mal im Europapokal vertreten, auf der anderen Seite Linköping, magere zwei Jahre auf internationaler Bühne. Der Ausgang ist längst bekannt, Arsenal setzte sich knapp durch, doch auch die anderen Begegnungen wurden aufgrund der größeren Erfahrung entschieden. Potsdam spielte den Trumpf am stärksten aus, bezwangen sie doch die Französinnen von FCF Juvisy Essonne auswärts mit 3:0 und 6:2 zu Hause. Für Everton, dasnach einem eindrucksvollen Sieg gegen Brøndby IF zum ersten Mal im Viertelfinale stand, war Duisburg dann eine Nummer zu groß. Gegen das deutsche Team wurde in England mit 1:3 und in Duisburg mit 1:2 verloren. Lyon bekam es mit dem Finalisten von 2009, Zvezda-2005, zu tun, gab sich aber keine Blöße und dominierte Hin- und Rückspiel. Lara Dickenmanns wunderschöner Treffer nach einer Stunde im Stade de Gerland genügte Lyon, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren.

Halbfinale: Alte Bekannte
2010 ergab die Halbfinalauslosung ein Duell zwischen Duisburg und Potsdam, sowie Lyon gegen Umeå. Die Schwedinnen wurden von Arsenal ersetzt, aber sonst war es quasi eine Wiederholung des vergangenen Jahres. Duisburg und Lyon mussten erneut zuerst vor heimischem Publikum antreten und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, gewann Potsdam das Rückspiel wieder 1:0. Doch diesmal war kein Elfmeterschießen nötig, um den Finalisten zu ermitteln, denn das Hinspiel endete nicht 1:0 für Duisburg, sondern 2:2 unentschieden. Für Lyon legte Lotta Schelin los wie die Feuerwehr, traf sie doch vor 20 123 Zuschauern im Stade de Gerland bereits in den ersten elf Minuten zweimal. Diesmal gab es kein Arsenal-Comeback, denn auch im Rückspiel dominierte Lyon. Die Französinnen lagen bereits zur Pause mit 3:0 vorne, und auch wenn Arsenal noch einmal auf 2:3 verkürzen konnte, die nächste große Überraschung sollte ausbleiben.

Finale: Seien sie dabei
Anhänger, die am Donnerstag live beim Endspiel um 21 Uhr dabei sein wollen können hier Tickets bestellen. Personen unter 16 Jahren bezahlen £ 3, Erwachsene bezahlen £ 5 (€ 5.90). Entweder Sie bestellen die Tickets über das Portal auf der offiziellen Homepage des Fulham FC oder telefonisch über +44 (0)843 208 1234, 24 Stunden, sieben Tage die Woche zu erreichen (wenn Sie online Tickets erwerben, wird keine Buchungsgebühr erhoben).

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