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Frauen-Siegerinnen über ihre Final-Erinnerungen

Am Donnerstag findet das 12. UEFA-Klubfinale der Frauen statt. Einstige Siegerinnen des Wettbewerbs wie Steffi Jones, Hanna Ljungberg, Annike Krahn, Jennifer Zietz und Lotta Schelin erinnern sich für uns an ihre Triumphe zurück.

Jayne Ludlow (links) feiert Arsenals überraschenden Triumph im Endspiel 2007
Jayne Ludlow (links) feiert Arsenals überraschenden Triumph im Endspiel 2007 ©Sportsfile

Der VfL Wolfsburg will sich am Donnerstag an der Stamford Bridge als siebter Klub in die Siegerliste des UEFA-Frauenpokals oder der UEFA Women's Champions League eintragen. Spielerinnen der sechs erfolgreichen Mannschaften 1. FFC Frankfurt, Umeå IK, 1. FFC Turbine Potsdam, Arsenal LFC, FCR 2001 Duisburg und Olympique Lyonnais lassen für uns ihre Eindrücke vom Finaltag Revue passieren.

2002: Steffi Jones
1. FFC Frankfurt - Umeå IK
 2:0
Ich habe in diesem Finale sogar ein Tor geschossen, bevor ich dann in die USA gewechselt bin. Für uns war es das erste Mal, dass wir in einem so großen Männerstadion gespielt haben und es hat in Strömen geregnet. Uns kam das Stadion wirklich riesig vor. Für Männermannschaften ist das vielleicht normal, aber für uns war es ein richtiges Highlight, dort zu spielen. Ein Jahr später hat man gesehen, dass alles Jahr für Jahr immer größer wurde. Es kamen mehr Zuschauer, die Klubs haben mehr investiert um die Stadien zu füllen und richtige Veranstaltungen daraus zu machen. Ich muss sagen, dass dieses Champions-League-Finale allgemein etwas ganz Besonderes ist. Es ist ein großartiger Höhepunkt.

2003: Hanna Ljungberg
Umeå IK - Fortuna Hjørring
 4:1/3:0
Wir starteten in das Finale mit einem Heimsieg. In Hjorring haben wir dann ein frühes Tor erzielt, was unsere Anspannung, die wir am Anfang vielleicht hatten, beruhigt hat. Ich weiß noch, dass ich nach dem Abpfiff zum Dopingtest gerufen wurde und damit den Anfang unserer Siegesfeier verpasst habe. Den UEFA-Frauenpokal zu gewinnen, hatte für uns eine riesige Bedeutung. Die Besten in Europa zu sein, ist schon etwas Besonderes. Auch für die Stadt hat unser Sieg viel bedeutet. Im folgenden Jahr haben wir den Titel wieder gewonnen. Den europäischen Titel zu verteidigen ist nicht leicht, das beweist die Tatsache, dass dies noch keinem anderen Team gelungen ist. Wir aber hatten eine klasse Mannschaft und ein großartige Organisation um uns herum.

2007: Jayne Ludlow
Arsenal LFC - Umeå IK
 1:0/0:0
Unsere Mannschaft bestand aus einer Gruppe von Mädchen, die schon seit fünf oder sechs Jahren zusammen gespielt haben. Und wenn man schon so lange zusammen ist und sich so gut kennt wie wir damals, macht das einen großen Unterschied. Es ist einfach etwas anderes, wenn du weißt, dass die anderen sich für dich ins Zeug legen und dass deine Teamkameraden so hart wie nur möglich für den Erfolg arbeiten. Viele haben gesagt, dass wir glücklich gewonnen haben, aber du brauchst einfach Glück, um Meisterschaften und Pokale zu gewinnen. Wir haben hart dafür gearbeitet und uns den Sieg auch verdient. Das Finale wurde zum Duell Marta gegen Kelly Smith erhoben, aber leider durfte Kelly aufgrund ihrer Sperre nicht mitspielen. Das wird sie bis zum Ende ihres Lebens bedauern. Bevor ich meine Karriere beende, würde ich gerne noch einmal in einem dieser Finals stehen. Sagen zu können, dass du Teil der besten europäischen Vereinsmannschaft bist, ist das Allergrößte.

2009: Annike Krahn
FCR 2001 Duisburg - Zvezda-2005
 6:0/1:1
Dieses Finale war eine großartige Erfahrung, die keiner von uns jemals wieder vergessen wird. Aus sportlicher Sicht war das ein unglaublicher Erfolg. Bei unserer ersten Teilnahme am UEFA-Frauenpokal haben wir den Titelverteidiger Frankfurt und mit Lyon einen weiteren Top-Favoriten ausgeschaltet. Dann haben wir auch noch den Titel geholt. Keiner von uns hat das erwartet. Ich war nur ein wenig enttäuscht, dass wir nach dem 6:0-Sieg im ersten Spiel unser Niveau im zweiten Spiel nicht mehr ganz halten konnten. Es war unwichtig, dass ich das Tor zum 1:1 erzielt habe. Viel schöner war das atemberaubende Publikum in der MSV Arena. Als Nationalspielerin ist man es gewohnt, vor so vielen Menschen zu spielen, aber das war die beste Stimmung, die ich in einem Klubspiel jemals erlebt habe.

2010: Jennifer Zietz
1. FFC Potsdam - Olympqiue Lyonnais
 0:0 (7:6 n. E.)
Eine Szene habe ich noch klar vor Augen. [Anna Felicitas] Sarholz hält den Elfmeter und alle stürmen einfach nur noch auf sie zu. Vor dem Spiel habe ich gesagt, ich will unbedingt einen Ball vom Finale mit nach Hause nehmen. Als dann alle zu laufen angefangen haben, habe ich die ersten Krämpfe in meinen Füßen gespürt. Deswegen habe ich abbremsen müssen, bin dann in den Strafraum gegangen und habe mir den Ball geschnappt. Das sind diese kleinen Momente, die hängen bleiben. Auch einfach das Gefühl, in Madrid, einer wunderschönen Stadt, zu sein, werde ich nie vergessen. Wir waren eine ganze Woche dort und haben auch die Spielerinnen mitgenommen, die nicht spielen konnten. Das war eine schöne Erfahrung für das ganze Team, die wir da zusammen gemacht haben. Man kann nicht beschreiben, wie sich das Spiel angefühlt hat, körperlich waren wir am Ende.

2011: Lotta Schelin
Olympique Lyonnais - 1. FFC Turbine Potsdam
 2:0
Ich denke, es war ein unglaubliches Spiel. Wir haben alles gegeben, nur wenige Chancen zugelassen und selbst zweimal getroffen. Unser letzter Treffer war absolut fantastisch. Wir sind sicher gestanden und haben richtig gut gespielt, auch wenn die Partie zeitweise ziemlich offen war. Vielleicht waren wir am Anfang ein bisschen nervös, vielleicht haben unsere Nerven nicht ganz mitgespielt. Trotzdem denke ich, dass wir über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben. Ich kann nichts Schlechtes über dieses Spiel sagen.

Den ganzen Artikel finden Sie im offiziellen Finalprogramm, ab sofort im Angebot.

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