Zürich hofft auf Viertelfinale

Der FC Zürich Frauen machte vor einem Jahr Schlagzeilen, als er die deutschen Nationalspielerinnen Inka Grings und Sonja Fuss verpflichtete – nun spielt der Verein in der UEFA Women's Champions League.

Zürichs Selina Zumbuhl in einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München
©FC Zürich Frauen

Der FC Zürich Frauen machte vor einem Jahr Schlagzeilen, als er die deutschen Nationalspielerinnen Inka Grings und Sonja Fuss verpflichtete – und nun darf sich der Verein in der UEFA Women's Champions League beweisen.

Zürich schied in den letzten Ausgaben in der Runde der letzten 32 aus dem Wettbewerb aus, in der vergangenen Saison war der Schweizer Verein erst gar nicht international dabei. Nun muss der Weg über die Qualifikation genommen werden, weil die Schweiz in der Klubrangliste Boden verloren hat. Aber in ihrer Gruppe, die in Slowenien ausgetragen wird und in der es ab Donnerstag gegen Gastgeber WFC Pomurje sowie gegen Gintra Universitetas und Atasehir Belediyespor geht, sind sie der Favorit.

"Ich hoffe, wir kommen weiter als bis ins Achtelfinale", sagte Geschäftsführerin und Generalmanagerin Marion Daube gegenüber UEFA.com. "Wir werden sehen, wie weit wir kommen, aber all die anderen Mannschaften verbessern sich, wie wir jedes Jahr sehen. Wir machen Fortschritte, aber wir haben in der Schweiz noch einiges zu tun."

Grings und Fuss brachten europäischen Glanz nach Zürich, denn beide holten den alten UEFA-Pokal für Frauen mit ihrem ehemaligen Klub FCR 2001 Duisburg, hinzu kommen die Erfolge mit der Nationalmannschaft. In der letzten Saison waren sie maßgeblich daran beteilt, dass Zürich den Titel verteidigte, von einem PR-Gag konnte bei ihrer Verpflichtung nicht die Rede sein.

"Das war nicht der Grund, warum wir sie gekauft haben", sagte Daube. "Wir dachten, wenn wir ein paar Spieler hätten, die etwas reißen könnten, würde das vielleicht dem Schweizer Fußball helfen, und das wäre gut. Und so haben wir es getan. Sie sind professionell und vermitteln das den anderen. Und die Medienberichterstattung, die das größte Problem ist, hat sich verbessert, und sie muss sich noch weiter verbessern. Für uns hat das eine Menge gebracht."

Aber es sind nicht nur Grings und Fuss, vor denen die Gegner Furcht haben müssen, nun ist auch noch Neuverpflichtung Marina Keller dazugekommen. "Es hängt nicht nur von den beiden ab, das ist eine Mannschaftsleistung", betonte Daube. "Wir sind glücklich mit der Auslosung. Da gibt es keine Mannschaft, die wir wirklich vermeiden wollten. Wir haben uns in den letzten beiden Jahren nicht qualifiziert, deshalb ist das neu für uns. Aber wir sind wirklich glücklich, hier zu sein."

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