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Göransson vor Rossiyanka gewarnt

Laut Antonia Göransson muss der 1. FFC Turbine Potsdam vor dem Spiel gegen den FC Rossiyanka "hochkonzentriert" sein, will man nach dem 2:0-Hinspielerfolg ins Halbfinale einziehen.

Sofia Jakobsson will Potsdam und Kollegin Antonia Göransson ein Bein stellen
Sofia Jakobsson will Potsdam und Kollegin Antonia Göransson ein Bein stellen ©Alexander Pokhodaev

Antonia Göransson, die beim 2:0-Sieg vom 1. FFC Turbine Potsdam im Viertelfinalhinspiel der UEFA Women's Champions League gegen den FC Rossiyanka eine der herausragenden Akteurinnen war, ist sich der Wichtigkeit des Rückspiels am Donnerstag in Russland bewusst.

Die schwedische Flügelspielerin stellte die Verteidigung von Rossiyanka ein ums andere Mal vor große Probleme und hätte ihre Leistung nach 25 Minuten beinahe mit einem Tor gekrönt, doch ihr Schuß donnerte nur an die Latte. Die Treffer besorgten dann aber Patricia Hanebeck und Babett Peter per Elfmeter in der ersten Halbzeit, womit der von Bernd Schröder trainierte Titelgewinner von 2005 und 2010 nun zum dritten Mal in Folge auf Finalkurs liegt.

"Wir haben nach dem Hinspielerfolg natürlich großes Selbstbewusstsein, doch es wird nicht einfach in Russland", so Göransson, die im letzten Sommer vom Hamburger SV kam, nachdem sie Schweden bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschft 2011 zu einem dritten Platz geführt hatte. "Sie haben einige gute Einzelspielerinnen, wir müssen also hochkonzentriert sein, um das Spiel zu gewinnen."

Göransson erinnert sich dabei wohl noch an die gefährlichen Vorstöße ihrer Nationalmannschaftskollegin Sofia Jakobsson, der für den russischen Meister in der zweiten Halbzeit um ein Haar das so wichtige Auswärtstor gelungen wäre - Torfrau Alyssa Naeher wusste dies aber zu verhindern. 

Rossiyanka, das die russische Premier League mit sieben Punkten Vorsprung anführt, befindet sich nach wie vor in der Winterpause. Das Spiel am Donnerstag wurde wegen des schlechten Wetters von Krasnoarmeysk in der nähe von Moskau dafür extra in das Trud Stadion in Podolsk verlegt, wo man nun auf einem Kunstrasenplatz spielt.

Trainer Farid Benstiti hielt das Team mit einigen Trainingslagern in den wärmeren Gefilden Europas fit, doch Jakobsson ist der Nachteil der fehlenden Spielpraxis bewusst. "Wir haben einige Freundschaftsspiele bestritten, aber Potsdam ist einfach in einem besseren Rhythmus und kann somit auch ein höheres Tempo als wir gehen."

Die Potsdamerinnen müssen allerdings auf die 20-Jährige Tabea Kemme verzichten, die sich im Hinspiel nach einem Zweikampf mit der bissigen Jakobsson an der rechten Schulter verletzt hat und für zwei Monate ausfallen wird.

Doch Göransson glaubt an den Halbfinaleinzug, man müsse sich lediglich "auf die eigene Leistung konzentrieren". Im Halbfinale wartet dann höchstwahrscheinlich Titelverteidiger und Gegner der letzten beiden Finalduelle Olympique Lyonnais, da die Franzosen das Hinspiel gegen Brøndby IF mit 4:0 gewonnen haben.

Aber auch Jakobsson gibt sich noch nicht geschlagen. "Wir werden unser Bestes geben, in der Champions League ist alles möglich", so die Schwedin.

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