Fakten: Deutschland - Serbien

Deutschland und Serbien sind bei U21-Endrunden bereits zweimal aufeinandergetroffen, und die Historie lässt ein enges Spiel vermuten.

Luca Waldschmidt (Nummer 10) traf im Auftaktspiel für Deutschland
Luca Waldschmidt (Nummer 10) traf im Auftaktspiel für Deutschland ©Getty Images

Deutschland und Serbien bekommen es bei Endrunden der UEFA-U21-Europameisterschaft bereits zum dritten Mal miteinander zu tun. Die Partie steigt im Stadio Nereo Rocco in Triest.

• Titelverteidiger Deutschland feierte zum Auftakt einen 3:1-Sieg gegen Dänemark, Marco Richter gelang dabei ein Doppelpack und auch Luca Waldschmidt traf. Serbien startete dagegen mit einer 0:2-Niederlage gegen Debütant Österreich, zudem sah Vukašin Jovanović in der 75. Minute die Rote Karte.

Frühere Begegnungen
• Die beiden früheren Pflichtspiele kamen in der Gruppenphase zustande. Eugen Polanski erzielte den einzigen Treffer, als Deutschland am ersten Spieltag der Endrunde 2006 gewann, doch Serbien und Montenegro, so wie sie damals hießen, erreichte als Zweiter der Gruppe A hinter Frankreich die K.-o.-Runde; Deutschland wurde in einem Dreiervergleich nur Vierter.

• Im Wettbewerb 2015 wurden die Punkte am ersten Spieltag geteilt. Filip Djuričić brachte die Serben nach acht Minuten in Front, Emre Can glich neun Minuten später aus. Dieses Mal erreichte das DFB-Team als Zweiter hinter Dänemark das Halbfinale; Serbien wurde mit nur einem Zähler Vierter.

• Markus Schubert kam zum Einsatz, als Deutschland in der U19-Eliterunde im März 2017 mit 2:0 gegen Serbien gewann. Luka Adžić, Uroš Račić, Igor Zlatanović sowie der eingewechselte Aleksa Terzić spielten für Serbien.

• Luka Jović traf 2014 bei der U19 EURO bei einem 2:2-Remis in der Gruppenphase gegen Deutschland. Jovanović, Srdjan Babić, Andrija Živković und Danilo Pantić waren auch am Start, Milan Gajić saß nur auf der Bank; Levin Öztunalı spielte für Deutschland.

• Ivan Šaponjić traf für die Serben, bei denen auch Jović spielte, in einem 1:1-Remis während der Eliterunde der UEFA-U17-Europameisterschaft 2014. Benjamin Henrichs lief für das DFB-Team auf.

Blick zurück
Deutschland
• Die DFB-Auswahl konnte 2017 den Titel holen. Es war der zweite Triumph nach 2009 in Schweden. Vor zwei Jahren kam man in Polen als bester Gruppenzweiter ins Halbfinale. Dort gewann Deutschland mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen England und im Finale wurde Spanien durch ein Tor von Mitchell Weiser mit 1:0 bezwungen.

• Zum achten Mal hat sich Deutschland für eine Endrunde mit acht oder zwölf Mannschaften qualifiziert. Neben den beiden Titeln gab es 2015 ein Halbfinale und 1998 ein Viertelfinale. Außerdem kam man 1990, 1992 und 1996 unter die letzten Acht.

• Als Bundesrepublik Deutschland wurde man 1982 Zweiter hinter England.

• Deutschland qualifizierte sich als Sieger der Gruppe 5 für die Endrunde. In zehn Spielen sammelte die Mannschaft von Stefan Kuntz 25 Punkte (8S, 1U, 1N) und markierte 33 Tore. Kein für die Endrunde qualifiziertes Team war torgefährlicher. Deutschland gewann die letzten drei Qualifikationsspiele, nach dem Sieg gegen Dänemark im ersten Gruppenspiel sind die DFB-Junioren nun schon seit acht Pflichtspielen ungeschlagen (7S, 1U).

• Mit einer 0:1-Niederlage gegen Italien endete am dritten Spieltag der Endrunde 2017 ein Lauf von sechs ungeschlagenen Partien in Folge (4S, 2U).

• Vier Spieler des deutschen Kaders waren beim Titelgewinn 2017 mit dabei: Öztunalı, Waldemar Anton, Mahmoud Dahoud und Nadiem Amiri. Damals war Anton erst kurz vor dem Turnier für Jonathan Tah nachnominiert worden.

• Lukas Nmecha traf im Halbfinale und im Endspiel der U19-Europameisterschaft 2017 für England, entschied sich danach aber, für Deutschland aufzulaufen. Der in Hamburg geborene Stürmer bestritt sein deutsches U21-Debüt im März gegen England.

Serbien
• Serbien ist zum dritten Mal in Folge dabei. Für eine Endrunde mit acht beziehungsweise zwölf Mannschaften qualifizierten sie sich insgesamt sieben Mal. Bei den letzten drei Endrunden - 2009, 2015 und 2017- blieben sie dabei in der Gruppenphase ohne Sieg.  

• Vor zwei Jahren in Polen wurde Serbien in Gruppe B hinter Spanien und Portugal Dritter und holte nur einen Punkt. Nach der Niederlage gegen Österreich am ersten Spieltag warten sie nun schon seit elf Spielen bei Endrunden auf einen Sieg (4U, 7N).

• Serbien, damals noch als Serbien und Montenegro, stand 2004 im Endspiel und erreichte zwei Jahre später das Halbfinale. Als Jugoslawien gewannen sie 1978 das Finale und standen 1990 ein weiteres Mal im Endspiel. Hinzu kommen zwei Halbfinalteilnahmen 1980 und 1984.  

• Serbien ist eine von fünf Mannschaften, denen die Qualifikation ohne Niederlage gelang. Nach acht Siegen und zwei Unentschieden beendeten sie die Gruppe 7 mit 26 Punkten (8S, 2U) vier Punkte vor Österreich. Die letzten beiden Qualifikationsspiele endeten torlos, und nachdem sie auch am ersten Spieltag ohne Treffer blieben, warten sie bereits seit 272 Minuten auf ein Erfolgserlebnis. 

Sonstiges
• Jović spielte zwischen 2017 und dem 4. Juni 2019, als er einen Sechsjahresvertrag bei Real Madrid unterzeichnete, für Eintracht Frankfurt. Der serbische Stürmer erzielte 25 Tore in 54 Bundesliga-Partien, darunter 17 in der vergangenen Saison sowie weitere zehn bei Eintrachts Einzug ins Halbfinale der UEFA Europa League.

• Tah und Lukas Klostermann standen beim 2:0-Sieg des deutschen A-Teams in Belarus im Rahmen der Qualifikation zur UEFA EURO 2020 am 8. Juni jeweils 90 Minuten auf dem Platz.

• Nikola Milenković und Jović standen bei den letzten beiden A-Länderspielen der Serben in der Qualifikation zur UEFA EURO 2020 gegen die Ukraine (0:5) und Litauen (4:1) in der Startelf. Jović gelang beim 4:1 ein Treffer. Mit dabei gegen Litauen waren auch Saša Lukić und Andrija Živković.

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