Hrubesch fand die richtigen Worte

"Nach unserem Tor waren wir wieder Deutschland", sagte Trainer Horst Hrubesch nach dem hart erkämpften Sieg seiner U21 gegen die Finnen von Markku Kanerva.

Benedikt Höwedes erzielte das 1:0 für Deutschland
Benedikt Höwedes erzielte das 1:0 für Deutschland ©Sportsfile

Für beide Trainer war das 1:0 von Benedikt Höwedes in der 59. Minute - der Verteidiger des FC Schalke 04 war nach einem Freistoß seines ehemaligen Vereinskollegen Mesut Özil mit dem Kopf zur Stelle - der entscheidende Moment beim Sieg der DFB-Auswahl gegen Finnland. Danach hatte Deutschland die Partie unter Kontrolle, das 2:0 durch Ashkan Dejagah war schließlich die endgültige Entscheidung. Damit ist für Finnland der Traum vom Halbfinale geplatzt.

Markku Kanerva, Trainer Finnland
Ich bin wieder enttäuscht, wir können es nicht mehr ins Halbfinale schaffen. Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein, erst nach ihrem Tor haben wir unsere Linie verloren. Danach war es natürlich schwer, aber wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Leider hat es nicht gereicht - man muss einfach seine Chancen nutzen. Wir hatten mehr vom Spiel, aber auch das reicht nicht. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und uns gegen Spanien steigern. Wir müssen bei Standardsituationen besser verteidigen - wieder wurden wir für eine Unachtsamkeit bei einer Standardsituation bestraft.

Wir haben uns gegen starke Teams gut geschlagen und bei diesem Turnier viel Selbstvertrauen getankt. Gegen Spanien wollen wir jetzt gewinnen. Das wäre ein fantastischer Erfolg für meine Mannschaft. Mit unserer Abwehr bin ich zufrieden, außer bei den Standardsituationen. Unsere Schwäche vor dem gegnerischen Tor war jedoch enttäuschend.

Horst Hrubesch, Trainer Deutschland
Ich habe gewusst, dass es gegen Finnland schwer werden würde. Wir haben schwach begonnen, es fehlte an Bewegung, wir haben sie förmlich zu Angriffen eingeladen - und sie haben die Einladungen angenommen. In der Pause habe ich meine Spieler daran erinnert, dass Deutschland nicht so spielt. Deshalb haben wir ein paar Dinge verändert, wir wollten mehr Bewegung und Tempo in unser Spiel bekommen. Das Tor war entscheidend, denn danach waren wir wieder Deutschland. Danach war unsere Bewegung gut und wir haben stark gespielt. Es ist schade, dass wir kein drittes Tor gemacht haben, das hätte noch wichtig werden können - schließlich wollen wir Gruppensieger werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir am Montag gegen England den Einzug ins Halbfinale schaffen.

Benedikt Höwedes, Verteidiger von Deutschland
Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme im Spiel nach vorne, aber das hat sich nach der Pause geändert, besonders durch die Einwechslung von Patrick Ebert. Der Trainer hat in der Pause die richtigen Worte gefunden, danach waren wir besser, schneller und wir hatten mehr Bewegung in unserem Offensivspiel. Ich habe in der Jugend von Schalke mit Mesut Özil gespielt - damals haben wir uns gut verstanden, was man offensichtlich auch heute auf dem Platz erkennen konnte. Am Ende ist es egal, wie man gewinnt, Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Jetzt sind wir einen Schritt näher am Halbfinale.

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