Spanien auch von Norwegen nicht zu stoppen

Spanien - Norwegen 3:0 Die Norweger wehrten sich 87 Minuten lang tapfer und hatten auch Chancen zum Ausgleich, dann machten Isco und Álvaro Morata alles klar für den Titelverteidiger.

Rodrigo wird für sein 1:0 gefeiert
Rodrigo wird für sein 1:0 gefeiert ©Getty Images

Spanien hat am Dienstag im Endspiel der UEFA-U21-Europameisterschaft in Jerusalem die Chance, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Im Halbfinale setzten sich die Spanier letztendlich klar gegen Norwegen durch.

In den ersten 45 Minuten belagerte der Titelverteidiger das Tor der Skandinavier, doch es dauerte bis zur letzten Minute, ehe Rodrigo die Führung gelang. Die Mannschaft von Trainer Julen Lopetegui zeigte sich zwar im zweiten Durchgang nicht so dynamisch wie gewohnt, doch Isco in der 87. Minute und Álvaro Morata in der Nachspielzeit sorgten für klare Verhältnisse. Spanien bleibt damit in Israel auch im vierten Spiel ohne Gegentor.

Im ersten Durchgang war es vor allem Jungstar Isco von Malága CF, der immer wieder die Fäden zog und auch mit Fernschüssen für Gefahr für das Tor der Norweger sorgte. Doch Orjan Nyland Haskjold im Kasten des Außenseiters hielt lange Zeit mit spektakulären Paraden die Null fest.

Auch Cristian Tello vom FC Barcelona fand Mitte der ersten Hälfte seinen Meister in Nyland. Als der dann auch noch in einer unglaublichen Druckphase der Spanier eine wunderbare Volleyabnahme von Alberto Moreno parierte und den Nachschuss von Rodrigo an den Pfosten lenkte, schienen die Norweger ein mehr als glückliches 0:0 in die Pause retten zu können.

Kurz vor der Pause rettete Nyland auch bei einem abgefälschten Schuss von Asier Illarramendi sowie einem Fernschuss von Tello, doch kurz darauf war auch Norwegens Nummer 1 machtlos. Nachdem Marc Bartra im Strafraum Stefan Strandberg zu einem Fehler gezwungen hatte, drückte Rodrigo das Leder aus kurzer Distanz über die Linie. Es war sein 15. Tor in seinem 15. Länderspiel, allerdings sein erster Treffer bei dieser Endrunde.

Norwegen brachte nach der Pause Håvard Nielsen und acht Minuten später hätte der fast den Ausgleich vorbereitet. Nielsen bediente nach schönem Solo Markus Henriksen, dessen fulminanter Schuss wohl den Weg ins Ziel gefunden hätte, hätte Moreno nicht noch seinen Kopf dazwischen gebracht. Danach schien Sand ins spanische Getriebe gekommen zu sein, denn Norwegen kam zu einer Reihe von Ecken, die aber allesamt nichts einbrachten, die beste Möglichkeit war ein Kopfball von Strandberg, der das Tor der Spanier aber verfehlte.

Vier Minuten vor dem Ende jagte Strandberg dann einen Schuss über die Querlatte von David de Gea, nachdem ihm Fredrik Semb Berge den Ball per Kopf genau in den Lauf gelegt hatte. Diese Chance diente scheinbar als Weckruf für die lethargischen Spanier, für die Isco prompt das 2:0 erzielte. Zunächst tanzte er Håvard Nordtveit aus, dann beförderte er das Leder mit der Fußspitze ins lange Eck. Morata verwandelte dann in der Nachspielzeit einen Abpraller seines eigenen Schusses zum 3:0, es war sein viertes Tor im vierten Spiel. Sekunden später standen die Spanier endgültig als erster Finalist fest.

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