Trotz Sieg überwiegt die Enttäuschung

Es gab noch einen Sieg zum Abschluss, doch insgesamt konnten die deutschen Nationalspieler mit der U21-EM nicht versöhnlich abschließen, zu tief saß der Stachel nach dem vorzeitigen Aus.

Shkodran Mustafi sprach nach dem Sieg gegen Russland mit UEFA.com
Shkodran Mustafi sprach nach dem Sieg gegen Russland mit UEFA.com ©UEFA.com

Die deutsche U21-Nationalmannschaft verabschiedete sich mit einem 2:1-Erfolg gegen Russland von der UEFA-U21-Europameisterschaft in Israel, "für eine große Feier", so sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode, sei aber "jetzt kein Grund." Auch bei Kevin Volland und Shkodran Mustafi überwog die Enttäuschung.

Kevin Volland, Stürmer Deutschland
Grundsätzlich kann man nicht zufrieden sein. Wir wollten klar ins Halbfinale. Aber wir haben uns heute nochmals vorgenommen, dass wir das Spiel gewinnen. Wir wollten die Europameisterschaft gut abschließen und das ist uns jetzt mit einem Sieg gelungen. Da haben wir guten Charakter gezeigt.

Wir hatten heute mal wieder genug Chancen. Gegen die Niederländer hatten wir in der zweiten Halbzeit auch eine nach der anderen. Da muss man eigentlich mehr Tore machen und kaltschnäuziger vor dem Tor sein.

Ich denke, die Mannschaft wird nie wieder so zusammenkommen, deshalb werden wir jetzt schon noch einen schönen Abschluss machen, obwohl wir nicht weitergekommen sind.

Shkodran Mustafi, Verteidiger Deutschland
Natürlich überwiegt zunächst die Enttäuschung, weil wir aus dem Turnier raus sind. Aber ich finde, dass wir viele junge Spieler haben. Jetzt dieses Turnier mit einem Sieg zu beenden, ist für uns natürlich gut. Für die jüngere Generation steht bald wieder die Qualifikation an. Es ist schön, das Turnier mit einem Sieg zu beenden und sozusagen auch die Qualifikation mit einem Sieg anzufangen.

Bei so einem Turnier spielt man mit erstklassigen Spielern, das hat man auch heute wieder gesehen. Die Russen hatten ein paar in der Mannschaft, die meiner Meinung nach qualitativ klasse waren. Gegen Spanien und die Niederlande durfte ich persönlich nicht spielen, aber man nimmt einfach ein bisschen was mit aus dem Turnier und nehme größtenteils die Erfahrung mit, die ich hier gesammelt habe. Und dann gehe ich mit breiter Brust wieder in den Verein, es geht ja bald wieder in die Vorbereitung.

Der größte Teil ist länger als drei Wochen zusammen, sogar fast zwei Jahre, wenn man die Qualifikation mit einrechnet. Aber natürlich überwiegt zunächst die Enttäuschung und wir haben eigentlich keinen Grund zu feiern, weil wir aus dem Turnier in der Gruppenphase ausgeschieden sind. Das war nicht unser Ziel. Aber wir haben alles gegeben und können uns selber nichts vorwerfen. Da kann man heute Abend vielleicht noch das ein oder andere Getränk zu sich nehmen.

Sebastian Rode, Mittelfeldspieler Deutschland
Der Wille und die Einsatzbereitschaft war groß, wir wollten uns auf jeden Fall mit einem Sieg aus dem Turnier verabschieden. Auf gar keinen Fall wollten wir mit null Punkten nach Hause fahren.

Wir hätten auf jeden Fall die Partie früher entscheiden können. Nach dem 2:1 hätten wir schneller das 3:1 schießen und den Sack zumachen müssen. So wurde es am Ende nochmals eng mit dem Pfostenschuss. Zum Glück haben wir das Ding jetzt nach Hause gefahren.

Für eine große Feier ist jetzt kein Grund, denn wir sind aus dem Turnier ausgeschieden. Es war ganz klar unser Ziel, dass wir weiterkommen, haben dies aber leider nicht geschafft. Jetzt geht es nach Hause und für jeden in seinen Urlaub.

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