Aus den U21-EM-Quartieren: Sonntag

Die Niederlande und Spanien stehen im Halbfinale, während Deutschland vorzeitig ausgeschieden ist. UEFA.com fasst Tag 5 der U21-Endrunde zusammen.

Die spanische Mannschaft mit einem Trikot des verletzten Sergio Canales nach dem Sieg
Die spanische Mannschaft mit einem Trikot des verletzten Sergio Canales nach dem Sieg ©Sportsfile

Gruppe B
Deutschland

Deutschlands Trainer Rainer Adrion gab zu, dass seine Mannschaft enttäuscht war, als feststand, dass man nach dem 0:1 gegen Spanien - die zweite Niederlage in Gruppe B - ausgeschieden ist. "Manchmal lief es im Angriff nicht so gut und wir hatten auch wenig Glück. Wenn eines der beiden Spiele mit einem Remis geendet hätte, würden wir gegen Russland noch mit einer Qualifikationschance spielen", meinte Adrion nach der Partie.

Niederlande
Die Niederlande erwischten erneut einen Sahnetag
und fuhren den zweiten Sieg in Gruppe B ein. Im Vergleich zum mühsamen Sieg gegen Deutschland kam dieses Mal allerdings ein souveräner 5:1-Sieg gegen Russland dabei herum.

Nachdem Spanien das Abendspiel gewann, ist den Jong Oranje der Halbfinaleinzug nicht mehr zu nehmen, womit Cor Pat einen perfekten 62. Geburtstag am Sonntag feiern konnte. "Wir haben das Spiel sehr breit gemacht und waren immer zur Stelle... das war fantastischer Fußball", freute sich der niederländische Trainer nach dem Spiel.

Russland
Das Team von Nikolai Pisarev
ist nach der Niederlage gegen die Niederlande und dem späten Sieg von Spanien gegen Deutschland ausgeschieden. Russland kam zwar gut in die Partie, lag zur Pause aber dann im Rückstand und musste nach der Hinausstellung von Nikita Chicherin kurz nach der Pause auch noch in Unterzahl agieren.

Denis Cheryshev erzielte zwar das erste Turniertor der Mannschaft, am Ende fiel die Pleite aber recht deutlich aus. Nichtsdestotrotz, Pisarev blickt der Zukunft positiv entgegen. "Ich bin mir absolut sicher, dass jeder in diesem Kader eine große Zukunft im Fußball vor sich hat, aber wir müssen auf uns selbst schauen, analysieren, was wir falsch gemacht haben, und uns verbessern", meinte er.

Spanien
Spaniens Trainer Julen Lopetegui lobte nach der Partie sowohl den eingewechselten Siegtorschützen Álvaro Morata als auch Rodrigo - bester Torschütze in der Qualifikation. "Rodrigo machte vorher einen guten Job, und Morata kam mit der richtigen Einstellung", meinte er. "Wir sind mit beiden zufrieden."

Spanien steht nach dem zweiten Sieg in Gruppe B im Halbfinale, nun geht es gegen die Niederlange im letzten Gruppenspiel noch um den ersten Platz, wobei auf Grund der besseren Tordifferenz des Gegners ein Sieg her muss. Verzichten muss die Mannschaft dabei auf den verletzten Sergio Canales, seine Teamkollegen erinnerten sich nach dem Sieg gegen Deutschland aber trotzdem an ihn, in dem sie sein Trikot hochhielten.

Gruppe A
England

Die Niederlage gegen Norwegen schien am Sonntag schon etwas verdaut worden zu sein, dennoch muss die Mannschaft nach dem letzten Gruppenspiel gegen Israel die Heimreise antreten. Declan Rudd, Jason Steele, Nathan Delfouneso und Marvin Sordell besuchten ein spezielles Event in Netanya, welches die vom israelischen Fußballverband (IFA) in Zusammenarbeit mit dem englischen Fußballverband (FA) und dem New Israel Fund (NIF) eingeleiteten positiven Schritte in Bezug auf soziale Verantwortung und Toleranz im Fußball aufzeigten.

Der FA-Vorsitzende David Bernstein sagte: "Der Fokus auf soziale Projekte und den Wert der Toleranz sowie gemeinsame positive Werte ist so wichtig und alles, was wir heute gesehen haben, repräsentiert das. Ich möchte dem IFA und dem New Israel Fund für alles, was sie unternehmen, gratulieren."

Israel
Israel erholte sich nach der Niederlage gegen Italien am morgen mit einer lockeren Trainingseinheit, ehe man danach an einer Veranstaltung über soziale Verantwortung im Fußball teilnahm. "Es zählen nicht nur Tore und Ergebnisse, sondern auch Erfolge außerhalb des Platzes", erklärte Avraham Luzon, Präsident der IFA zu Beginn der Veranstaltung in Netanya. Auf dem Trainingsgelände von Maccabi Netanya FC, dass auch die englische Mannschaft nutzt, hatten Nachwuchsspieler die Chance, sich mit der englischen und israelischen Nationalmannschaft zu messen.

Mittelfeldmann Omri Altman, der sein Geld in England bei Fulham FC verdient, ist realistisch, was das benötigte Ergebnis gegen die Mannschaft von Stuart Pearce anbelangt, und spricht von einem "persönlichen Derby". Der 18-Jährige bestritt für die Mannschaft von Guy Luzon zwar noch kein Spiel bei der Endrunde, spricht aber jetzt schon von einer "unglaublichen Erfahrung."

Italien
Nachdem Italien nach dem zweiten Spiel bereits im Halbfinale steht, absolvierten die Spieler, die beim Sieg gegen Gastgeber Israel mit von der Partie waren, eine leichte Regenerationseinheit im Swimming Pool, während alle anderen Spieler am normalen Training teilnahmen.

Der einzige Wermutstropfen am Samstag war die Verletzung von Lorenzo Insigne, einer der auffälligsten Spieler der Azzurrini bei diesem Turnier bisher. Der Mittelfeldspieler vom SSC Napoli wurde mit einer Trage vom Platz getragen, hat sich den Knöchel aber immerhin nicht gebrochen, wie sich herausstellte.

Am Nachmittag gab Devis Mangia seinen Spielern frei, was eine kleine Gruppe nutzte, um sich Jerusalem anzuschauen.

Norwegen
Die Norweger regenerierten nach dem Sieg gegen England am Samstag mit einem Ausflug in das Strandcafe Herzliya, wo sie eine von der norwegischen Delegation organisierte Veranstaltung besuchten. Aus dem Lazarett gab es ebenfalls gute Neuigkeiten, und so sollte Fredrik Semb Berge, der gegen England einen Schlag abbekommen hatte, am Dienstag gegen Italien wieder fit sein.

Laut Håvard Nordtveit, der gegen England gegen Ende eingewechselt wurde, strotzt die Mannschaft nur so vor Selbstvertrauen. "Wir sind auf einem Hoch nach dem Sieg gegen England, das letztes Jahr noch die Top-Nation war - aber wir müssen ruhig bleiben und uns auf das nächste Spiel vorbereiten", meinte er. "Aber 1998 wurden wir Dritter, es ist also nichts unmöglich."

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