Aus den U21-EM-Quartieren: Donnerstag

Italien muss verletzungsbedingt auf Luca Marrone verzichten, Russlands Ivan Knyazev wird wegen Kniebeschwerden nicht auflaufen. Auch Spaniens Sieg wird durch eine Nachricht getrübt.

Luca Marrone wird in diesem Turnier nicht wieder auflaufen, trotzdem bleibt er bei seinem Team
Luca Marrone wird in diesem Turnier nicht wieder auflaufen, trotzdem bleibt er bei seinem Team ©Sportsfile

Gruppe B
Deutschland

Trainer Rainer Adrion verlor mit seiner Mannschaft das erste Spiel mit 2:3 gegen die Niederlande. Dennoch sagt er, dass sie in der zweiten Hälfte ihr "wahres Gesicht" gezeigt hätten. Vor allen der eingewechselte Kevin Volland und Kapitän Lewis Holtby, der auch zum Ausgleich traf, übernahmen Verantwortung. Die Aufholjagd, die letztlich nicht belohnt wurde, spricht laut Adrion dennoch für den Charakter der Mannschaft: "So wie heute in der zweiten Hälfte wollen wir im nächsten Spiel über 90 Minuten spielen."

Noch vor Anpfiff bedankte sich das deutsche Team beim Gastgeber. Auf ihren blauen T-Shirts waren die Flaggen Deutschlands und Israels zu sehen, außerdem stand in hebräischer Schrift "Wir fühlen uns zu Hause".

Niederlande
Cor Pot hob nach dem 3:2-Sieg seines Teams gegen Deutschland vor allem den Teamgeist und die mentale Stärke des Teams hervor. Pot sagte, die Niederlande habe "auf deutsche Weise" gewonnen. "Wir gewinnen nur mit allen 23 Mann im Kader. Nach jedem Tor hat sich jeder für jeden gefreut."

Russland
Verteidiger Ivan Knyazev stand nicht im russischen Kader für das Spanien-Spiel. Nun ließ der Russische Fußballverband (RFU) verlauten, dass er aufgrund einer Knieverletzung auch den Rest des Turniers verpassen wird. Mit Alan Dzagoev und Fedor Smolov kann sich Trainer Pisarev am Samstag aber auf zwei Verstärkungen für den Angriff freuen.

"Wir freuen uns sehr, dass die beiden zu uns stoßen", sagte Pisarev, der am Donnerstag überraschte, indem er Denis Cheryshev in die Startaufstellung berief. Kapitän Taras Burlak war so beeindruckt vom Titelverteidiger, dass er sich sicher ist, dass sie in der russischen Liga sogar Meister werden würden.

Spanien
Der Titelverteidiger tat sich sehr schwer, gewann das erste Spiel dann aber doch dank eines Treffers von Álvaro Morata mit 1:0 gegen Russland. Trainer Julen Lopetegui war vor allem mit der Beharrlichkeit seiner Mannschaft gegen einen resolut verteidigenden Gegner zufrieden. "Mental waren wir heute sehr stark. Wir haben nie aufgehört anzugreifen und wollten unbedingt ein Tor erzielen."

Doch eine schlechte Nachricht gab es für den spanischen Trainer. Sergio Canales verletzte sich nach seiner Einwechslung zwölf Minuten vor Ende der Partie. "Wir machen uns Sorgen um Sergio Canales", sagte er. Am Freitag unterzieht sich Canales Tests, um die Schwere der Verletzung festzustellen.

Gruppe A
England
Die Spieler, die bei Englands Niederlage gegen Italien nicht zum Einsatz kamen, trainierten am Donnerstag. Die anderen liefen locker aus. Der Großteil des Kaders bekam den Nachmittag frei, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Doch Nathaniel Chalobah nahm sich die Zeit, um darüber zu sprechen, wie wichtig es ist, aus dem Italien-Spiel zu lernen. "Das Wichtigste ist jetzt, uns auf das nächste Spiel zu konzentrieren", sagte er. "Wir dürfen uns nach dem Spiel nicht hängen lassen."

Gute Neuigkeiten gab es dennoch. Wilfred Zaha trainierte nach seiner Verletzung wieder voll mit und Stuart Pearce bestätigte, dass er für das Spiel gegen Norwegen am Samstag fit ist.

Israel
Das Team Israels hatte am Morgen frei, trainierte aber am Abend, nachdem sich Trainer Guy Luzon das Auftaktspiel noch einmal angeschaut hatte. Marwan Kabha fällt für das Spiel gegen Italien verletzt aus und ist auch für das letzte Gruppenspiel gegen England fraglich.

Angreifer Munas Dabbur glaubt, dass das Team lockerer werden muss, wenn sie ihr Bestes zeigen will. "Das erste Spiel haben wir hinter uns, wir sind nicht mehr nervös. Ich denke, jetzt können wir umsetzen, was Guy Luzon erwartet."

Italien
Devis Mangia feierte nach dem Sieg gegen England mit Betreuerstab und Team seinen 39. Geburtstag. Doch für den Trainer gab es nicht nur gute Nachrichten. Luca Marrone verletzte sich am Mittwoch an der Kniesehne und fällt somit für den Rest des Turniers aus.

Der Mittelfeldspieler von Juventus wird sich weiteren Tests unterziehen, wird aber beim Team bleiben. Trainiert wurde nur am Abend, wobei die Spieler, die am Mittwoch gespielt hatten, nur eine lockere Einheit absolvierten.

Norwegen
Ruhe und Erholung hieß es am Donnerstag im Lager Norwegens. Nur die Spieler, die 45 Minuten oder weniger beim 2:2 gegen Israel absolvierten, trainierten morgens. Der Rest hielt sich im Fitnessstudio auf, danach gingen alle zusammen zum Surfen. Jo Inge Berget verletzte sich gegen Israel am Kopf und wurde umgehend im Krankenhaus genäht.

Mittelfeldspieler Stefan Johansen sagte UEFA.com, dass sich er und seine Mannschaftskollegen nicht vor England fürchten. "Viele von ihnen spielen in der Premier League und von uns viele in Norwegen. Aber jeder Spieler verdient Respekt", sagte er.

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