Nun geht es um die Endrundenplätze

Am Donnerstag starten die Play-offs zur Endrunde der UEFA-U21-EM und UEFA.com berichtet über den Stand der Dinge bei den 14 Teams, die auf eine Qualifikation für das Turnier im Juni 2011 in Dänemark hoffen.

Island spielt gegen Schottland
Island spielt gegen Schottland ©Getty Images

Die Play-offs zur UEFA U21-Europameisterschaft 2011 in Dänemark starten am Donnerstagabend. UEFA.com stellt die 14 Mannschaften vor, die darauf hoffen, zusammen mit Gastgeber Dänemark im Juni 2011 spielen zu dürfen. Die Rückspiele finden am 11. und 2. Oktober statt.

Schweiz – Schweden, 7. Oktober, Sion
Die Schweiz möchte zum ersten Mal nach sechs Jahren wieder an einer Endrunde teilnehmen, hat mit Schweden, das 2009 im eigenen Land das Halbfinale erreichte, aber einen schweren Gegner erhalten. Die Aufgabe für Trainer Pierluigi Tami wurde durch die Abstellung von François Affolter, Xherdan Shaqiri und Valentin Stocker zur A-Nationalmannschaft nicht gerade erleichtert. Schwedens Trainer Jörgen Lennartsson wird die U21 nach den Play-offs verlassen, um in Norwegen Stabæk Fotball zu übernehmen und möchte mit einem Erfolg gehen. Joel Ekstrand und Martin Olsson sind gesperrt, stehen aber für das Rückspiel in Malmö zur Verfügung. Albin Ekdal ist nach einer Sperre wieder zurück im Kader.

Island – Schottland, 7. Oktober, Reykjavik

Island nimmt eine Sonderrolle ein, da man hier der U21 den Vorzug gegenüber der A-Nationalmannschaft gibt, denn die U21 könnte erstmals eine Endrunde erreichen. Somit stehen sieben Spieler im Kader, die auch für die A-Elf hätten nominiert werden können. Eyjólfur Sverrissons Mannschaft konnte in der Gruppenphase die meisten Tore erzielen und Titelverteidiger Deutschland ausschalten, doch Schottlands Trainer Billy Stark glaubt, dass seine Seite da gegenhalten kann. "Ich bin zuversichtlich, dass unsere Jungs sich sehr gut vorbereiten werden", sagte er. "Sie haben bisher absolut phantastisch gespielt."

Tschechische Republik – Griechenland, 8. Oktober, Jablonec nad Nisou

Die Tschechen werden ohne ihren Abwehrchef Marek Suchý (zur A-Nationalmannschat berufen) antreten und wollen weiterhin in der Qualifikation ungeschlagen bleiben. Griechenlands Giorgos Georgiadis freut sich über die Rückkehr des langzeitverletzten Verteidigers Vassilis Pliatsikas (FC Schalke 04) und hat mit dem in guter Form befindlichen 18-jährigen Kyriakos Papadopoulos, der bei seinem Debüt in der UEFA Champions League gegen SL Benfica am 2. Spieltag gefallen konnte, eine weitere Option.

Italien – Belarus, 8. Oktober, Rieti
Der fünfmalige Titelträger Italien kam in der Qualifikation nicht so recht in Tritt und kam nur durch einen glücklichen 1:0-Sieg am letzten Spieltag gegen Wales in die Play-offs. Allerdings sieht es so aus, als ob die Truppe von Pierluigi Casiraghi rechtzeitig in Form kommen wird, denn man beendete die Gruppe 3 mit vier Siegen in Folge. Belarus-Trainer Georgi Kondratiev kann auf alle Spieler zurückgreifen. "Es ist wohl ein Vorteil für uns, dass das erste Spiel in Italien stattfindet", sagte er. "Es wird für uns sehr wichtig sein, zumindest ein Tor zu erzielen. Ich mache mir über den körperlichen Zustand des Teams ein wenig Sorgen, da unsere Saison fast vorüber ist und es eine harte Saison war."

England – Rumänien, 8. Oktober, Norwich
Jack Wilshere und Scott Loach sind vom A-Kader wieder zurück bei der U21, aber Kieran Giibs und Micah Richards fehlen England verletzt. Trainer Stuart Pearce hofft trotzdem auf einen Platz bei der Endrunde. "Wir haben in dieser Saison eine gute Stimmung in der Mannschaft, und die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend gewesen", sagte Pearce. "Es wird schwierig für uns. [Rumänien] hat offensichtlich eine sehr gute Mannschaft. Aber wir finden, dass wir auch eine gute Mannschaft haben." Rumänien, das letztmals vor neun Jahren die Play-offs erreichte, möchte erstmals seit 1998 wieder die Endrunde erreichen – damals war man noch der Gastgeber.

Niederlande – Ukraine, 9. Oktober, Rotterdam

Die Niederlande können wieder auf ihren kompletten Kader zurückgreifen, nachdem ein großer Teil im letzten Gruppenspiel gegen Spanien – die einzige Niederlage bisher – geschont wurde. Die Niederländer konnten sich nach den Titelgewinnen 2006 und 2007 im Jahr 2009 nicht für die Endrunde qualifizieren, und Trainer Cor Pot ist sicher, dass sie wieder auf der rechten Spur sind. "Die Ukraine ist ein schwieriger Gegner", sagte er. "Wir müssen uns vor ihren Kontern in Acht nehmen, aber ich bin sehr zuversichtlich." Torhüter Anton Kanibolotskiy und Innenverteidiger Oleksandr Matveyeyev fehlen der Ukraine, deren Trainer Pavlo Iakovenko einen "sehr starken Gegner" erwartet.

Spanien – Kroatien, 9. Oktober, Burgos

Kroatien muss das Hinspiel ohne Dejan Lovren und Ivan Rakitić bestreiten, da das Duo für die Partie gegen Israel in die A-Nationalmannschaft berufen wurde, doch Nationaltrainer Slaven Bilić hat seinem U21-Kollegen Dražen Ladić versichert, dass er sie beide für das Rückspiel in Varaždin am 12. Oktober wieder haben kann. "Wir spielen vermutlich gegen den stärksten Gegner", sagte Ladić. "Das wird eine gute Erfahrung werden." Spaniens Luis Milla hat derweil Flügelspieler Jeffrén Suárez vom FC Barcelona wieder in den Kader berufen und die beiden FIFA-Weltmeister Juan Mata und Javi Martínez nominiert, obwohl der Letztgenannte nun doch mit einer Verletzung ausfällt. Der Einsatz von Newcomer Sergio Canales, der mit seinen Treffern gegen die Niederlande und Polen einen Platz in den Play-offs sicherte, ist ebenso wie der von Roberto Canella noch fraglich.

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