Schweizer Rumpfteam vor letztem Schritt

Mit dem Heimspiel gegen die Republik Irland beschließt die Schweizer U-21-Nationalmannschaft die Qualifikation zur UEFA U21-EM 2011 in Dänemark. Mit einem Sieg steht sie in der Barrage.

Die Schweizer Fans hoffen auf ein Weiterkommen ihrer Elf
Die Schweizer Fans hoffen auf ein Weiterkommen ihrer Elf ©UEFA.com

Dass der Tabellenführer sich nicht schon vorzeitig für die Barrage qualifizieren konnte, hat mit mangelnder Effizienz zu tun: Hätte das Team von Trainer Pierluigi Tami ihr Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten um den Gruppensieg, die Türkei, zu Hause trotz drückender Überlegenheit gewonnen, stünde einem Weiterkommen nichts mehr im Weg. Da auch das Auswärtsspiel bei den Georgiern wenig später mit einem 0:0 endete, ist ein Sieg gegen die Iren nun Pflicht. Einzige Chance, auch bei eigenem Punktverlust den Sprung zu schaffen, wäre ein Unentschieden oder eine Niederlage der Türken in Georgien.

Zwar geht das Team von Pierluigi Tami als Favorit ins Spiel gegen die "Boys in Green", doch ist das Hinspiel auf der Insel noch immer in Erinnerung, als man kurz vor dem Ende noch das 1:1 hinnehmen musste. "Und seither sind sie noch stärker geworden", glaubt Trainer Tami. Nach dem 5:0 gegen Estland hätten die Iren Selbstvertrauen gewonnen. Probleme bereitet Tami jedoch in erster Linie das eigene Personal: Mit François Affolter, Moreno Costanzo, Xherdan Shaqiri und Eren Derdiyok wurden gleich vier Leistungsträger ins A-Team berufen, das gegen Australien testet. "Wir haben den Auftrag, Junge auszubilden, die der A-Nationalmannschaft helfen. Damit müssen wir leben", sagt Tami. Andere seien in der Lage, in die Bresche zu springen.

Schwerer wiegt, dass mit Xavier Hochstrasser, Valentin Stocker, Fabian Lustenberger, Frank Feltscher und Mario Gavranovic weitere fünf Akteure, die potenziell zur Stammelf gehören, wegen Verletzungen und Sperren ausfallen. Ersetzt werden sie wohl durch welche wie Nassim Ben Khalifa vom VfL Wolfsburg oder Michel Avanzini vom FC Lausanne-Sport. "Ich bin sicher, dass wir es schaffen – auch in dieser Besetzung", gibt sich Tami gelassen.

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