UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Streitbarer Vestergaard urteilt über Dänemark

Jannik Vestergaard hat viele Facetten: Als Fan von Real Madrid verehrt er Zinédine Zidane, dabei wollte er vor seiner Fußballerkarriere eine ganz andere Richtung einschlagen.

Dänemarks Kapitän Jannik Vestergaard sprach exklusiv mit UEFA.com
Dänemarks Kapitän Jannik Vestergaard sprach exklusiv mit UEFA.com ©Sportsfile

Aus Jannik Vestergaard ist ein richtig guter Verteidiger geworden, dabei hätte die Berufsbezeichnung auch in einem anderen Feld Anwendung finden können. Anstatt seines ursprünglichen Plans, Rechtsanwalt zu werden, gibt er jetzt als Abwehrchef eine gute Figur ab.

"Ich wollte eigentlich Anwalt werden", so der dänische U21-Kapitän. "Das ist vielleicht nicht die typische Antwort eines Fußballers, aber ich liebe es, zu diskutieren und einen Schwachpunkt im Argument meines Gegners zu finden."

"Als 14-Jähriger habe ich zwei Wochen als Schülerpraktikant in einer Kanzlei verbracht. Die Zeit habe ich richtig genossen. Es gibt dort jede Menge Arbeit und eine ganze Menge Lesestoff, aber ich bin damals davon ausgegangen, dass ich Anwalt werde, wenn ich es als Fußballer nicht schaffe."

Hat er aber. Der Verteidiger von Werder Bremen ist mittlerweile ein etablierter Bundesligaspieler und somit hat es sich für ihn absolut ausgezahlt, dass er seinen Vater im Alter von vier Jahren dazu überredete, ihn bei einem Klub in Kopenhagen anzumelden.

Höhepunkte: Deutschland - Dänemark 3:0

Der hochgewachsene 22-Jährige hatte mit Abwehrarbeit aber zunächst überhaupt nichts am Hut. "Ich war immer ein Fan von Offensivspielern wie Michael Laudrup, Raúl oder Zinédine Zidane. Natürlich habe ich nicht davon geträumt, die Bälle nur wegzuschlagen. Ich wollte Tore machen, gute Dribblings hinlegen. Aber irgendwann ist mir klargeworden, dass ich es auf diesem Niveau nicht schaffe."

Hin und wieder lebt er seinen Kindheitstraum aber doch aus, so wie im Auftaktspiel der U21-Endrunde, als er Dänemark mit einem Kopfball zurück ins Spiel brachte. Nach der 0:3-Niederlage gegen Deutschland steht sein Team trotz des Auftakterfolgs aber mit dem Rücken zur Wand.  

"Es ist ein Endspiel", so Vestergaard vor dem Duell gegen Serbien. "Es geht nur darum, das Halbfinale zu erreichen. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel." Dänemark reicht ein Unentschieden zum Weiterkommen, wenn die Tschechische Republik im anderen Spiel nicht gegen Deutschland gewinnt.

"Wir müssen clever sein und dürfen Serbien keine Kontergelegenheiten erlauben. In diesem Bereich sind sie nämlich brandgefährlich. Für uns liegt der Schlüssel darin, intelligent zu spielen, souverän zu verteidigen und die Chancen eiskalt zu nutzen."