Gereifte ÖFB-Junioren vor EURO-Play-offs

"Die Ernte einfahren", so lautet das Motto für das österreichische U21-Nationalteam im Spiel gegen Albanien. Mit einem Punkt wäre den Rot-Weiß-Roten der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen.

So feierte die U21 Österreichs im November den Sieg gegen Ungarn
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"Die Ernte einfahren", so lautet das Motto für das österreichische U21-Nationalteam im Spiel gegen Albanien am 5. März. Mit einem Punkt in Graz wäre den Rot-Weiß-Roten der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Die Tür zum Play-off würde nach einem Sieg weit offen stehen. Eine erstmalige Endrunden-Teilnahme scheint nicht ausgeschlossen zu sein.

Dabei schielt die Auswahl von Werner Gregoritsch gar nicht auf den ersten Platz der Gruppe 4. Dieser scheint bereits fix an die übermächtigen Spanier vergeben zu sein. Mit sechs Siegen in sechs Begegnungen und einem Torverhältnis von 22:5 spielt der amtierende UEFA-Europameister in einer eigenen Liga. Österreich schaut vielmehr auf die Verfolger Ungarn sowie Bosnien und Herzegowina. Ein Punkt gegen Albanien würde den Vorsprung auf sieben Zähler anschwellen lassen. Bei zwei noch ausstehenden Runden wäre das ein uneinholbarer Vorsprung.

"Wenn wir die Heimspiele gegen Albanien und Bosnien-Herzegowina gewinnen, stehen wir im EM-Play-off", wusste Gregoritsch, der für das K.o.-Phasen-Ticket unter die vier besten Zweiten kommen muss. Die Aufgabe gegen den Gruppenletzten scheint machbar. "Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr fokussiert. Wir wollen unbedingt einen Sieg gegen Albanien und damit die Ernte unserer Leistungen im vergangenen Herbst einfahren", so der Trainer.

Zurückgreifen kann er auf eine Mannschaft, die einen beeindruckenden Reifeprozess absolviert hat. Im November wurde gegen Ungarn ein früher Rückstand dank eines Kraftakts in einen 4:2-Sieg umgewandelt. "Da hat die Mannschaft Qualität und Charakter gezeigt", meinte Gregoritsch über den Meilenstein in der Entwicklung. Das Herzstück des Teams bilden das Offensivduo Robert Žulj vom FC Salzburg und der aktuell gesperrte Louis Schaub vom SK Rapid Wien. Durch sein Fehlen werden andere Spieler in die Pflicht gerufen.

Beispielsweise Michael Gregoritsch, der Sohn des Trainers. Der Stürmer, der von der TSG 1899 Hoffenheim an den FC St. Pauli verliehen ist, war mit 15 Jahren und 284 Tagen der jüngste Torschütze in der österreichischen Bundesliga, als er am 14. April 2010 bei seinem Liga-Debüt mit der zweiten Ballberührung gegen den FK Austria Wien traf.

In der Defensive agiert Kevin Wimmer vom 1. FC Köln. A-Nationaltrainer Marcel Koller nominierte ihn dieses Mal nicht, somit kann er im U21-Team die Innenverteidigung stabilisieren. Auf drei andere Akteure wollte Koller nicht verzichten. Marcel Sabitzer, Martin Hinteregger – und natürlich auch David Alaba. Auch ohne den Superstar vom FC Bayern München hat Österreichs U21 Chancen auf die Endrunde. Und genau das ist ein Zeichen für die mittlerweile starke Nachwuchsarbeit des Landes, die eben jetzt die Früchte für ihre harte Arbeit einholen will.

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