Bartra über das Geheimnis des spanischen Erfolgs

Marc Bartra, Innenverteidiger der spanischen U21-Nationalmannschaft und des FC Barcelona, steht zwar selten im Mittelpunkt, dafür aber macht er seinen Job umso effektiver.

Bartra über das Geheimnis des spanischen Erfolgs
©UEFA.com

Während Offensivleute wie Isco, Thiago Alcántara, Koke, Asier Illaramendi, Cristian Tello und Álvaro Morata bei der UEFA-U21-Europameisterschaft für die Schlagzeilen sorgen, gibt es einige andere Spieler, die etwas im Hintergrund stehen, ohne die aber die ganz großen Erfolge für den Titelverteidiger nicht möglich wären. Einer davon ist Marc Bartra, Innenverteidiger beim FC Barcelona.

Groß geworden ist er in der berühmten Jugendakademie La Masia, Erfahrungen hat in diversen Nachwuchsmannschaften Spaniens gesammelt. Mittlerweile ist Bartra dreimal Meister geworden, und er war Teil des Kaders bei Barcelona, der die UEFA Champions League, die Copa del Rey und den spanischen Superpokal gewann. Nun, in Israel, hofft er darauf, auch den U21-Pokal zu holen.

"Die Wahrheit ist, dass das Zusammensein mit dieser Nationalmannschaft ein schönes Gefühl hervorruft", sagte er gegenüber UEFA.com vor dem Halbfinale der Spanier gegen Norwegen. "Wir bilden eine enge Einheit."
Bartra fühlt sich wie zuhause in der U21-Nationalmannschaft, weil hier eine ähnliche Fußballphilosophie verfolgt wird wie bei seinem Klub. "Mit dem Spielstil bereits vertraut zu sein, ist von Vorteil. Es ähnelt dem, was wir in den Klubs trainieren. Zum Beispiel wir beim FC Barcelona spielen sehr ähnlich wie hier in der Nationalmannschaft. Und hier sind viele Spieler von Barca. Wenn man also jeden Tag im Training einen ähnlichen Stil trainiert, dann fühlst du dich hier bei der Nationalmannschaft sehr wohl. Wenn wir dann auf dem Platz unser Spiel aufziehen, um Freiräume und Torchance zu erarbeiten und hoch verteidigen, dann ist mir das sehr vertraut. Ich denke, vielen meiner Teamkollegen geht es genau so. Wir fühlen uns einfach wohl, wenn wir spielen."

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"Ich habe viel Zeit für ihn, denn wir haben viele Jahre miteinander gespielt", sagte er über den Kapitän der spanischen Nationalmannschaft. "Er bringt einen Zusammenhalt in die Gruppe. Auf dem Platz inspiriert er die Mannschaft dazu, zu spielen und den Ball zu halten."

Obwohl bislang alles ziemlich gut lief bei diesem Turnier, sieht Bartra seine Mannschaft nicht gerade als Favorit für den weiteren Verlauf des Turniers. "Wir könnten uns selbst nicht ernst nehmen, wenn wir sagen würden, dass wir nun Favoriten auf den Gewinn des Titels sind", sagte er. "Wir haben in unserem Eröffnungsspiel gegen Russland gesehen, mit welchen Schwierigkeiten wir es hier zu tun bekommen würden." Soviel Bescheidenheit tut gut. Aber das ist man ja von einem Spieler des FC Barcelona gewohnt

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