Aus den U21-EM-Quartieren: Mittwoch

Mit den Spielen der Gruppe A startete am Mittwoch die UEFA-U21-Europameisterschaft. UEFA.com fasst die Reaktionen zusammen und hat einen Ausblick auf die Partien der deutschen Gruppe.

Aus den U21-EM-Quartieren: Mittwoch
Aus den U21-EM-Quartieren: Mittwoch ©Getty Images

Gruppe A
England
Trainer Stuart Pearce war nach der 0:1-Niederlage gegen Italien bedient: "Zeitweise waren wir richtig schlecht", so Pearce, dessen Team zuvor neun Spiele in Folge gewonnen hatte. "Wir haben jetzt noch zwei Spiele und ich denke, dass wir beide gewinnen müssen. Gleiches gilt aber auch für Israel und Norwegen." Pearce musste gegen Italien auf Wilfried Zaha verzichten, der aufgrund einer Knöchelverletzung 90 Minuten auf der Bank saß.

Israel
Israel holte zwar den ersten Punkt bei einer U21-Endrunde überhaupt, doch es hätte durchaus auch ein Dreier werden können. Die Elf von Guy Luzon kassierte erst in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleichstreffer gegen Norwegen und der Trainer regte sich nach der Partie über das schlechte Abwehrverhalten auf: "Wir haben noch nie so ein schwaches Spiel abgeliefert." Zudem muss Israel vor den kommenden Partien um Kapitän Nir Biton bangen, der in der 75. Minute angeschlagen das Feld verließ.

Italien
Trainer Davis Mangia hatte keine Probleme damit, nach dem Sieg  gegen England seinen Emotionen freien Lauf zu lassen: "Mir war alles egal. Es war mein erstes Spiel als Trainer bei einer Europameisterschaft." Sicher half den Spielern auch der kleine Motivationsschub, den man durch den Besuch von Giancarlo Abete, Präsident des Italienischen Fußballverbands, und Manager Antonello Valentini am Nachmittag bekommen hatte.

Norwegen
Gemischte Gefühl bei den Skandinaviern nach dem Auftaktspiel im Municipal-Stadion in Netanya. Einerseits konnte man sich über den Last-Minute-Ausgleich von Joker Harmeet Singh freuen, andererseits hatte man zuvor auch reihenweise gute Chancen liegen gelassen. "Wir haben einen Punkt gebraucht, hätten aber drei verdient gehabt", so das Fazit von Trainer Tor Ole Skullerud.

Holtby kann gegen die Jong Oranje spielen
Holtby kann gegen die Jong Oranje spielen©Getty Images

Gruppe B
Deutschland

"Um mich muss sich niemand Sorgen machen", sagte Lewis Holtby auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Niederlande. Medien hatten berichtet, der Kapitän drohe im Auftaktspiel auszufallen, doch Holtby konnte Entwarnung geben. Trainer Rainer Adrion hat also alle 23 Mann zur Verfügung und erwartet eine offene Partie in Petah Tikva: "Wir werden nicht abwartend agieren."

Niederlande
Bei perfekten Bedingungen im Schatten der hohen Tribünendächer zeigten die Niederländer im Abschlusstraining ein hohes Niveau und deuteten erneut an, dass mit ihnen im Turnier zu rechnen ist. "Wenn Deutschland eine offene Partie sucht, dann werden wir es auch tun. Es hängt von Deutschland ab, welche Art von Spiel wir in dieser Begegnung sehen werden", sagte Trainer Cor Pot auf der Pressekonferenz im Ha Moshava Stadion.

Russland
Im russischen Lager war der Mittwoch geprägt von einer detaillierten Gegneranalyse. In zwei Gruppen sprach man über die Stärken und Schwächen von Spanien, anschließend ging es zum Abschlusstraining. Mit dabei war auch der für den verletzten Aleksandr Kokorin nachnominierte Andrei Panyukov. Trainer Nikolai Pisarev hat zu Beginn des Turniers keine Verletzungssorgen.

Spanien
Auch Spaniens Trainer Julen Lopetegui kann aus dem Vollen schöpfen. Am Donnerstag beginnt für sein Team in Jerusalem die Mission Titelverteidigung, Kapitän Thiago Alcántara sieht seine Mannschaft aber nicht zusätzlich unter Druck: "Bei uns herrscht mehr Vorfreude als Druck und ich persönlich bin extrem motiviert und heiß darauf, dass es endlich losgeht."

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