Tschechen haben nun Olympia im Visier

Ondřej Čelůstka sagte zu UEFA.com, dass die Tschechische Republik schnell die Enttäuschung wegstecken müsse nach dem Aus gegen die Schweiz, um sich am Samstag für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Ondřej Čelůstka (links) will sich mit den Tschechen nun auf das Spiel um Platz drei konzentrieren
©Getty Images

Nachdem der Traum vom Erreichen des Endspiels geplatzt war, richtete die Tschechische Republik schnell ihr Augenmerk auf das Spiel um Platz drei. Denn im "kleinen" Finale haben sie die letzte Gelegenheit, sich für die Olympischen 2012 in London zu qualifizieren.

Nach dem Treffer von Admir Mehmedi sechs Minuten vor dem Ende der Verlängerung hatte die Schweiz das Finale am Samstag gegen Spanien erreicht, während die Tschechen nun gegen Belarus antreten müssen, um bei Olympia in der englischen Hauptstadt dabei zu sein.

"Unser Ziel hat sich nicht verändert, wir möchten noch immer zu den Olympischen Spielen", sagte Außenverteidiger Ondřej Čelůstka zu UEFA.com. "Wir werden alles tun, dies am Samstag zu schaffen. Da macht es nichts, das wir nur um Platz drei spielen." Stürmer Tomáš Pekhart fügte hinzu: "Wir müssen es versuchen und unsere letzten Reserven mobilisieren, um uns für Olympia zu qualifizieren. Es ist unser letztes Spiel, deshalb müssen wir alles geben, um uns zu qualifizieren."

Trainer Jakub Dovalil hatte darauf gehofft, dass seine Mannschaft im Halbfinale etwas überzeugender auftreten würde, so wie im entscheidenden Spiel der Gruppe B gegen England. Doch es waren die Schweizer, die im Herning Stadion mehr Gefahr ausstrahlten, wobei es ihnen vor allem Xherdan Shaqiri und Innocent Emeghara schwer machten.

Mittelfeldspieler Lukáš Mareček sagte gegenüber UEFA.com: "In der Pause erhob der Trainer seine Stimme. Wir haben in der zweiten Halbzeit etwas besser gespielt. In der Verlängerung war es unser Ziel, das Elfmeterschießen zu erreichen. Wir waren enttäuscht, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben. Wir haben das Tor kassiert, als wir ihre Spieler in der Mitte des Platz nicht bewacht haben. Das sollte niemals passieren."

Auch Pekhart zeigte sich enttäuscht: "Ich weiß nicht, was passiert ist. Wir sind nicht gelaufen, wir sind auf dem Platz spazieren gegangen und haben kaum aufs Tor geschossen. So kann man nicht gewinnen."

"Wir sind durch eine solch schwierige Gruppe gegangen und befanden uns in einem Hoch", fuhr der Stürmer fort, der im Spiel gegen England in der Nachspielzeit das 2:1 erzielt hatte. "Wir wollten ein Ergebnis holen, aber es war ein schlechtes Spiel für uns, wir haben nicht gut gespielt. Die Schweiz hat verdient das Finale erreicht."

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