Zuversicht ist das Gebot der Stunde

Zwar sprachen nach der Play-off-Auslosung am Freitag alle Trainer mit Respekt von ihren Gegnern, aber gleichzeitig zeigten sie sich zuversichtlich. UEFA.com fasst die Reaktionen zusammen.

Englands Daniel Sturridge am Dienstag im Einsatz gegen Litauen
©Getty Images

UEFA.com fasst die Reaktionen auf die Auslosung der Play-offs zur UEFA-U21-Europameisterschaften zusammen.

England gegen Rumänien
Emil Sandoi beschrieb England als "eine Kraft auf allen Ebenen", aber dennoch ließ er erkennen, dass seine Mannschaft keine übermäßige Angst haben werde vor dem Finalisten von 2009. "Wie ich schon vor der Auslosung sagte, sind wir der Meinung, dass wir mit der Einstellung herangehen, dass jede Mannschaft in der Qualifikation die gleiche Chance hat", erklärte er. "Wir haben in der Gruppenphase nachgewiesen, wo wir die meisten Punkte aller zehn Gruppensieger geholt haben, dass wir es mit jedem Gegner aufnehmen können, unabhängig von seinem Namen." Englands Stuart Pearce fügte hinzu: "Das ist ein wirklich schweres Los, weil Rumänien eine sehr starke Mannschaft ist. Verglichen mit unserem Team, das es 2009 in Finale geschafft hat, haben wir noch ein wenig zu tun, aber diese Mannschaft verbessert sich, und die Zeit wird zeigen, ob wir die gleiche Qualität erreichen können wie vor zwei Jahren."

Niederlande gegen Ukraine
Ukraine-Trainer Pavlo Yakovenko weiß, dass sein Team mit den Niederlanden - beide Mannschaften standen sich 2006 im Finale gegenüber, dabei holten Jong Oranje den ersten von zwei Titeln in Folge - ein schweres Los erwischt hat. "Wir hatten eine schwere Gruppe mit Frankreich und Belgien, und nun haben wir die Niederlande, eine der besten Mannschaften Europas", sagte er. "Wir werden uns vorbereiten, sie studieren und nach ihren Schwachstellen Ausschau halten. Jeder kennt ihre Stärke; ihr schnelles Passspiel und ihre hohen individuellen Fähigkeiten, aber wir haben einen Monat, um einen Weg zu finden, sie auszuschalten." Cor Pot, sein Gegenüber, weiß ebenfalls, was ihn erwartet. "Jeder weiß, wie diese Mannschaften spielen: sehr defensive und auf Konter lauernd", sagte er. "Sie treffen oft in Auswärtsspielen, da müssen wir vorsichtig sein. Aber ich bin voller Zuversicht, weil wir selbst eine gute Mannschaft haben. Jeder Gegner hat Angst vor uns."

Spanien gegen Kroatien
"Beide Mannschaften befinden sich exakt auf dem selben Level", sagte Spaniens Trainer Luis Milla zu der Paarung gegen die Kroaten. "Sie haben [in der Qualifikation] nur ein Spiel verloren und zwei Mal unentschieden gespielt und stellen immer gute Teams mit viel Talent. Sie sind körperlich stark und gut organisiert." Kroatiens U21-Nationalstürmer Ante Vukušić freut sich auf die Herausforderung. "Wir haben den schwierigsten Gegner, also könnte es für uns keine schlechtere Auslosung geben", sagte er. "Sie sind eine exzellente Mannschaft, und es wird eine wahre Freude sein, unser Können gegen sie zu testen. Das wird zwei attraktive Spiele geben."

Schweiz gegen Schweden
Schwedens Trainer Jörgen Lennartsson bereitet sich auf eine "schwierige Herausforderung" vor, nachdem der Halbfinalist von 2009 gegen die Schweiz, den Sieger der Gruppe 2, gezogen wurde. "Wir hätten auf England oder Spanien treffen können, aber alle Mannschaften, die in die Play-offs gekommen sind, sind gut", sagte er. "Die Schweiz hat viele technisch starke Spieler. Sie haben es auch für die U21-EM in Schweden damals in die Play-offs geschafft. Spanien hat sich da erst in der fünften Minute der Nachspielzeit durchgesetzt."

Island gegen Schottland
Schottlands Trainer Billy Stark sieht "ein paar schwere Spiele" gegen Island vor seiner Mannschaft liegen, während sein Gegenüber Eyjólfur Sverrisson sagt, dass seine Mannschaft Geschichte schreiben will, indem sie erstmals zu einer Endrunde fährt. "Jeder wollte Spanien und England vermeiden, also sind wir glücklich, dass uns das gelungen ist", sagte Stark zu UEFA.com. "Auf der anderen Seite wird es auch gegen Island nicht einfach. Sie haben zu Hause 4:1 gegen Deutschland gewonnen und haben in der Qualifikation die meisten Tore erzielt. Wir machen uns da nichts vor." Sverrisson fügte hinzu: "Meine Jungs sind bereit. Wir schreiben ein neues Kapitel im isländischen Fußball, und sind noch sie so weit gekommen. Wir möchten nun noch weiter kommen und nicht vor der Endrunde ausgebremst werden."

Tschechische Republik gegen Griechenland
Der tschechische Nationaltrainer Jakub Dovalil bezeichnete die Griechen
als "sehr starkes Team". "Sie haben ihre Gruppe vor England und Portugal
gewonnen", strich Dovalil heraus, dessen Mannschaft Gruppe 5 auf Platz
eins vor Island und Titelverteidiger Deutschland abschloss. "Diese
Generation ist sehr gut. Im Jahr 2008 haben wir uns von ihnen bei der
U19-Europameisterschaft mit 0:0 getrennt. Von dieser Mannschaft sind
mehrere Spieler auch jetzt wieder dabei." Griechenlands Trainer Giorgos
Georgiadis sagte: "Wir werden uns jetzt darauf konzentrieren, die
Tschechen zu studieren. Es ist unser Ziel, die Endrunde in Dänemark zu
erreichen. Ich bin zuversichtlich, weil ich Vertrauen in meine Spieler und
das Team habe."

Italien gegen Belarus
Italien erreichte durch einen Sieg gegen Wales am Dienstag gerade noch die
Play-offs. Trainer Pierluigi Casiraghi denkt aber bereits an Dänemark.
"Wir wollen einen Schritt weiter als 2009, als wir ins Halbfinale kamen",
meinte er im Gespräch mit UEFA.com "Uns fehlen vielleicht die
Ausnahmetalente von 2009 wie [Mario] Balotelli und [Robert] Acquafresca,
aber die Mannschaft ist taktisch reifer, hat eine bessere Organisation und
ist physisch stark. Ich weiß nicht sehr viel über Belarus, aber ich
erwarte einen sowohl taktisch als auch physisch starken Gegner." Belarus
qualifizierte sich als einer der besten Gruppenzweiten. "Wir wären gegen
jede Mannschaft der Außenseiter gewesen, deshalb macht es keinen
Unterschied, gegen wen wir spielen", sagte Trainer Georgi Kondratiev.
Mittelfeldspieler Pavel Nekhaychik fügte hinzu: "Wer hätte gedacht,
dass Island die Deutschen schlagen und sich qualifizieren würde? Oder dass Frankreich, Portugal und Deutschland in der Gruppenphase ausscheiden würden? Ich habe kein Problem damit, gegen Italien zu spielen."

Die Sieger der sieben Play-off-Begegnungen, die am 8. und 12. Oktober
ausgetragen werden, nehmen vom 11. bis 25. Juni 2011 gemeinsam mit
Gastgeber Dänemark beim Finalturnier in Aalborg, Aarhus, Viborg und
Herning teil.

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