Sadik heiß auf Duell mit DFB-Team

Finnlands Berak Sadik lobt zwar die DFB-Elf über den grünen Klee, unterstrich mit seiner starken Vorstellung im Spiel gegen England allerdings, dass man die Finnen nicht unterschätzen darf.

Berat Sadik (Finnland) beim Training
Berat Sadik (Finnland) beim Training ©Sportsfile

Der finnische Stürmer Berak Sadik, der selbst schon in der Bundesliga gespielt hat, lobt zwar den nächsten Gegner Deutschland über den grünen Klee, unterstrich mit seiner starken Vorstellung im Auftaktspiel gegen England allerdings, dass die DFB-Elf die Finnen nicht unterschätzen sollte.

Bundesliga mit Bielefeld
Der hoch gewachsene Sadik kennt einige seiner Gegner vom Donnerstag aus seinen Auftritten für DSC Arminia Bielefeld, der den in Mazedonien geborenen Stürmer trotz namhafter Konkurrenz vom FC Lahti verpflichten konnte. In Bielefeld brachte es der 22-Jährige in der abgelaufenen Saison auf 13 Einwechslungen, erzielte dabei aber kein Tor. Doch am Dienstag deutete er bei der 1:2-Niederlage gegen England an, dass die 400.000 Euro vielleicht doch eine gute Investition für die Bielefelder gewesen sein könnten. "Ich spiele in einer der Topligen Europas und habe seit dem letzten Sommer eine ganze Menge als Spieler dazugelernt und einige Erfahrung sammeln können, wie es ist, in großen Stadien vor vielen Zuschauern zu spielen", erklärte Sadik, der sich aber in diesen Tagen voll auf die UEFA-U21-Europameisterschaft konzentrieren möchte. "Ich kenne die deutschen Spieler nach einer Bundesligasaison ziemlich gut; sie spielen auf sehr hohem Niveau und haben alle ein großes Potenzial."

"Heimspiel"
Die unglückliche Niederlage gegen die Engländer verdankten die Finnen vor allem einigen individuellen Abwehrfehlern, zurückzuführen wohl auf die internationale Unerfahrenheit der Verteidiger. Tuomo Turunen ist aber überzeugt, dass dies nur ein einmaliger Ausrutscher war, denn in der Qualifikation für diese Endrunde kassierten die Finnen nur neun Tore in zehn Spielen. "Ich glaube, dass wir in der Defensive als Mannschaft nicht gut gespielt haben", sagte der Innenverteidiger. "Wir haben ein paar Fehler begangen, die die Engländer ins Spiel gebracht haben. Wir spielen jetzt seit einigen Jahren zusammen und kennen uns bestens, deshalb haben wir jetzt vor dem Spiel gegen Deutschland keine Probleme. Vor allem auf die Schnelligkeit und die Technik von Mesut Özil müssen wir aufpassen." Gegen den Spielmacher von Werder Bremen und dessen DFB-Teamkollegen können die Finnen jedenfalls wieder auf eine großartige Unterstützung durch die Zuschauer rechnen. "Es ist wie ein Heimspiel", meinte dazu der 21-Jährige und hofft auf eine weitere Überraschung durch seine Mannschaft, die DFB-Elf sollte jedenfalls gewarnt sein.