Deutschland trauert, Jong Oranje feiert

Während Deutschland nach einem 1:4 in Island in der Qualifikation vorzeitig gescheitert ist, haben die Niederlande mit einem 3:0 in Liechtenstein als erste Mannschaft die Play-offs erreicht.

Deutschland trauert, Jong Oranje feiert
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Zwei Entscheidungen sind am Mittwochabend in der Qualifikation zur UEFA-U21-Europameisterschaft gefallen. Während Titelverteidiger Deutschland vorzeitig die Segel streichen musste, sind die Niederlande die erste Mannschaft, die die Play-offs erreichte. UEFA.com fasst den Abend zusammen.

Nur 14 Monate, nachdem Deutschland mit einem 4:0 im Finale gegen England den Titel holte, kam in Island das blamable Aus. Ein Sieg wäre nötig gewesen, um die Hoffnungen am Leben zu erhalten, doch am Ende gab es eine peinliche 1:4-Niederlage. Kein Wunder, dass Eyjólfur Sverrisson, der isländische Trainer, außer sich vor Begeisterung war.

"Wir haben gespielt, um zu gewinnen, aber ich hatte nicht erwartet, dass es so einfach für uns werden würde", sagte er. "Unser Plan war es, die Deutschen von Beginn an unter Druck zu setzen und sie so zu überraschen, und es hat funktioniert." Deutschland-Trainer Rainer Adrion, schwer enttäuscht nach der Pleite, sagte: "Das sollte ein neuer Start werden, aber durch unsere Unachtsamkeit gab es dieses schreckliche Ergebnis. In der Abwehr haben wir zu viele Fehler gemacht, und unser Angriffsspiel war armselig. Natürlich ist es enttäuschend, dass wir uns nicht für die EURO qualifiziert haben."

Island, das mit 28 Toren die meisten in dieser Qualifikation geschossen hat, belegt hinter der Tschechischen Republik Platz zwei. Die Tschechen gewannen mit 5:0 gegen San Marino und bleiben damit weiter ohne Punktverlust. Sollten sie am 3. September gegen Deutschland gewinnen, wäre dies der Gruppensieg.

Die einzige andere Mannschaft, die noch keinen Punkt abgegeben hat, sind die Niederlande. Mit dem 3:0 in Liechtenstein stehen sie als Sieger der Gruppe 4 fest und sind damit für die Play-offs qualifiziert. Verfolger Spanien kam in Finnland nur zu einem 1:1. Die Iberer müssen nun darauf hoffen, als einer der besten Gruppenzweiten weiterzukommen.

Russland und Rumänien gewannen ihre Spiele gegen Lettland beziehungsweise Moldawien und sind damit in der Gruppe 1 weiter punktgleich vorn. Beide beenden die Gruppe am 3. und 7. September mit Spielen gegeneinander. Ebenfalls eng geht es in der Gruppe 8 zu, wo die Belgier nach einem 1:0 gegen Frankreich gemeinsam mit der Ukraine vorn liegen, aber eine Partie mehr bestritten haben.

Der fünfmalige Turniersieger Italien könnte ebenfalls vorzeitig ausscheiden, nachdem sie nun in der Gruppe 3 nur noch Platz drei belegen, weil Ungarn in Bosnien-Herzegowina mit 2:0 siegte. Wales führt die Gruppe mit 13 Punkten an, während Ungarn einen und Italien weitere zwei Zähler Rückstand hat.

Kroatien gewann in der Gruppe 7 gegen Norwegen mit 4:1 und ist weiterhin Tabellenführer, aber die Slowakei bleibt nach einem 2:0 gegen Serbien mit zwei Punkten Rückstand hartnäckigster Verfolger. Belarus lag in der Gruppe 10 bei Tabellenführer Österreich schon mit 1:3 zurück, schaffte aber noch ein 3:3 und holte so am Ende einen Punk. Noch liegt Österreich vorn, doch Schottland und Belarus, die beide eine Partie weniger bestritten haben, liegen nur einen Zähler dahinter.

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