Tami setzt neue Ziele

Der Schweizer Trainer Pierluigi Tami war über den historischen Erfolg seines Teams natürlich überglücklich. Ganz anderes dagegen die Gemütslage bei seinem Kollegen Jakub Dovali.

Der entscheidende Moment in Herning
©Getty Images

Der Schweizer Trainer Pierluigi Tami konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, als er nach dem Sieg gegen die Tschechische Republik gerade auf der Pressekonferenz Platz nahm, als im Fernsehen das Tor von Admir Mehmedi wiederholt wurde, das sein Team ins Finale der UEFA-U21-Europameisterschaft katapultiert hatte. "Es war ein verdienter Sieg", meinte Tami, der versprach, im Finale gegen Spanien alles zu geben, um "den Pokal mit nach Hause zu nehmen".

Sein Gegenüber Jakub Dovalil will sich nun mit einem Sieg gegen Belarus wenigstens für Olympia qualifizieren.

Pierluigi Tami, Schweizer Trainer
Es war ein schweres Spiel, wie erwartet. Aus taktischer Sicht auch sehr schwierig. Ich glaube, wir haben heute die nötige Leidenschaft gezeigt. Wir haben nicht viel riskiert, aber dennoch immer wieder versucht, ein Tor zu erzielen. Am Ende war es ein verdienter Sieg.

Die Spieler in meiner Mannschaft sind alle große Persönlichkeiten und mental sehr stark, sie kombinieren dies mit ihrer positiven Energie auf dem Platz. Sie versuchen immer, mutig ihren Fußball zu spielen.

Ich glaube nicht, dass wir schon realisiert haben, was wir hier geleistet haben. Jetzt sind wir erst mal sehr glücklich. Es hat mir jemand gesagt, es sei 83 Jahre her, dass die Schweizer zuletzt bei Olympia mitgespielt haben, das ist also schon etwas ganz Besonderes. Die Spieler sind sehr ehrgeizig, jetzt, da wir im Finale stehen, wollen wir den Pokal auch mit nach Hause nehmen.

Ich hatte erwartet, dass die Tschechen müde werden. Körperlich haben wir absolut keine Probleme für das Finale am Samstag. Wir sind fit - wenn man den Ball laufen lässt, lässt man auch den Gegner laufen.


Jakub Dovalil, Tschechiens Trainer

Wir haben sehr schlecht gespielt. Das hätte ich so nicht erwartet. Wir haben nicht das getan, was wir vorher angesprochen hatten. Das war heute unser Problem.

Wir haben hier bei dieser Endrunde nicht zu unserer Form gefunden, wir wissen, dass wir besser spielen können. Ich verstehe es nicht. Wir wollten viel mehr über die Flügel spielen, haben es aber einfach nicht getan.

Wir können uns jetzt noch für Olympia qualifizieren. Wir müssen uns nun auf unsere Stärken besinnen, unsere Köpfe frei bekommen und gut spielen. Wir wissen, wie es geht, haben es bislang aber noch nicht geschafft.

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