Dänemark setzt auf Momentum

Keld Bordinggaard und seine Spieler spüren sowohl auf als auch neben dem Platz steigende Zuversicht. Dieser Optimismus soll genutzt werden, um ins Halbfinale einzuziehen.

Der U21-Thriller zwischen Island und Dänemark

Dänemarks Trainer Keld Bordinggaard und seine Spieler spüren sowohl auf als auch neben dem Platz steigende Zuversicht. Dieser Optimismus soll genutzt werden, um ins Halbfinale der UEFA-U21 Europameisterschaft vorzustoßen.

Die Gastgeber treffen am Samstag in Aalborg auf Island. Während ein Remis für den Einzug in die nächste Runde reichen könnte, wäre im Falle eines Sieges möglicherweise trotzdem Endstation. Eine komplizierte Situation, Spekulationen überlässt Bordinggaard aber lieber anderen. Das klare Ziel ist das Semifinale und die damit verbundene Qualifikation für Olympia.

"Die Isländer sind eine starke Einheit. Sie haben individuelle Klasse, verbunden mit einer dynamischen Spielweise. Ihre Spieler laufen sehr viel und sind nicht leicht unter Kontrolle zu bringen. Sie hatten in den ersten beiden Spielen sehr viel Pech. Soweit ich das beurteilen kann, haben sie das Spiel gegen Belarus kontrolliert, aber eine Rote Karte und einen Elfmeter kassiert und deshalb verloren."

"Wie wir wissen, kann jeder gegen die Schweiz verlieren. Ich erwarte das Island-Team, das ich schon in der Qualifikation und den Play-offs gesehen habe. Es wird schwierig werden. Wir können nicht genau sagen, wie sie spielen werden. Deshalb bereiten wir uns auf mehrere Varianten vor. Mit unserer Spielanlage können wir uns auf verschiedene Stile einstellen. Daraus schöpfen wir sehr viel Selbstvertrauen."

Ebenso macht der 2:1-Sieg gegen Belarus Mut, als rund 20 Prozent der dänischen Bevölkerung vor dem Fernsehgerät zusah, wie Nicolai Jørgensen den Siegtreffer erzielte. "Es war eines unserer Ziele, die dänische Bevölkerung anzusprechen. Dieses Team hat Qualität, wir können guten Fußball spielen", fügte Bordinggaard hinzu.

"Als wir in den ersten beiden Spielen die Unterstützung gespürt haben, war jedem bewusst, dass etwas Großartiges entsteht. Viele Menschen stehen hinter uns und es werden immer mehr. Wir wollen sie nicht enttäuschen. Wir haben uns immer weiter gesteigert und stehen jetzt knapp vor der Spitze."

Island braucht einen Sieg und ist zudem vom Ergebnis des Parallelspiels zwischen der Schweiz und Belarus abhängig. Eyjólfur Sverrisson ist sich bewusst, dass "wir die Tore nicht gleich in den ersten 15 Minuten erzielen müssen" und hat deshalb einen "ruhigen, geduldigen Start" angekündigt.

"Wir haben die Chance, weiterzukommen und die wollen wir auch nützen", so Sverrisson. "Die Dänen haben starke Individualisten, [Christian] Eriksen und Jørgensen inspirieren das Team. Es wird eine großartige Atmosphäre herrschen. Ich ermutige meine Spieler, die Stimmung als Motivation zu nutzen. Wir haben Deutschland mit 4:1 [In der Qualifikation] besiegt. Ich weiß, was wir können, deshalb bin ich wie immer optimistisch.

Da Aron Gunnarsson seine Sperre abgesessen hat und sich Johann Gudmundsson von seiner Schulterverletzung erholt hat, steht dem Trainer der gesamter Kader zur Verfügung. Da Björn Bergmann Sigurdarson nach der Umstellung von 4-3-3 auf 4-4-2 gegen die Schweiz in der zweiten Hälfte überzeugt hat, darf er sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. "Wir haben mehrere Optionen, aus denen wir wählen können", meinte Sverrisson.

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