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Das Endspiel

Das Endspiel
England holte verdient den Titel ©Sportsfile

Das Endspiel

Der Applaus wurde von Hélio Sousa angeführt, allerdings war es nicht sein Portugal, das sich beim dritten Anlauf in einem Finale der UEFA-U19-Europameisterschaft zum Sieger gekrönt hatte.

Der portugiesische Trainer zeigte sich als guter Verlierer und wies sein Team an, für den Gegner aus England bei der Siegerzeremonie Spalier zu stehen. In den hart umkämpften 90 Minuten davor hatte seine Truppe trotz großem Kampf den Kürzeren gezogen.

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Easah Suliman nach dem 1:0

Sein Gegenüber Keith Downing war wenige Momente zuvor als Erster auf ihn zugegangen und fand nach dem Schlusspfiff einige tröstende und aufmunternde Worte. Beide Mannschaften waren würdige Finalisten und verkörperten die wichtigen Werte wie Respekt und Fairplay, trotzdem konnte es nur einen Sieger geben.

Von Turnierstart bis zum Abpfiff des Endspiels hatte England immer wieder den Eindruck gemacht, jedem Gegner überlegen zu sein. Auch am letzten Abend stellte man die Extraklasse unter Beweis. Die Downing-Truppe brauchte vielleicht ein wenig länger als sonst, um richtig auf Betriebstemperatur zu kommen, dennoch hatte man in der ersten Halbzeit die besseren Chancen.  Isaac Buckley-Ricketts wurde erst in letzter Sekunde von João Queirós gestoppt und auch ein Schuss von Mason Mount konnte gerade noch abgeblockt werden.

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Englands Dujon Sterling und Abdu Conté von Portugal

Mount, der auf dem Weg ins Finale ein Schlüsselspieler im englischen Team war, bekam nicht so oft den Ball, wie England es gerne gehabt hätte. Das Aufbauspiel wirkte in der ersten Halbzeit ein wenig hektisch. Im zweiten Durchgang änderte sich dies entscheidend. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff kam der Angreifer von Chelsea FC nach einer Standardsituation zur großen Torchance.

Sein Kopfball segelte an allen vorbei, klatschte jedoch an den rechten Pfosten. Der Abpraller war für Easah Suliman kein Problem mehr. Portugals Hoffnungen auf eine schnelle Antwort erhielten einen Dämpfer, als der sehr aktive João Filipe verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Eine Minute später gab es doch den Ausgleich, als Dujon Sterling eine Flanke von Abdu Conté unter Druck von Rafael Leão unglücklich ins eigene Netz beförderte.

Plötzlich hatte Portugal sogar mehr vom Spiel und Quina konnte Aaron Ramsdale mit einem Schuss von der Strafraumgrenze prüfen, anschließend wurde Abdu Contés Versuch auf der Linie von Sterling geklärt.

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Lukas Nmecha markierte den Siegtreffer

Es war Mount, der maßgeblich daran beteiligt war, dass England wieder die Initiative übernahm. Portugal ließ der Nummer 10 der Young Lions einmal zu viel Platz, Mount zündete den Turbo und lieferte dann uneigennützig die Vorarbeit für Lukas Nmecha, der innerhalb von vier Tagen zum zweiten Mal zum Matchwinner avancierte.

Nun musste Portugal alles riskieren und Sousa beorderte sogar Torwart Diogo Costa nach vorne. England musste nach dem Platzverweis von Tayo Edun mit zehn Mann auskommen, rettete den Sieg aber über die Zeit. Nach neun Siegen in Folge kam die Niederlage zur Unzeit, trotzdem konnte sich die Mannschaft von Sousa bei der Siegerehrung erhobenen Hauptes präsentieren.

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