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De la Fuente gibt Lob weiter

De la Fuente gibt Lob weiter
Spaniens Trainer Luis de la Fuente mit dem Pokal ©EPO

De la Fuente gibt Lob weiter

Während seine Spieler auf der Haupttribüne noch feierten, stand Luis de la Fuente schon wieder auf dem Platz und sprach mit dem Team hinter dem Team. Und als Jesús Vallejo den Pokal in die Höhe stemmte, hob der Trainer beide Arme nach oben und ließ seine Zeigefinger in den griechischen Himmel deuten. Ein glücklicher Mann. Verständlich. Obwohl seine Arbeit, sein Verhalten und seine Herangehensweise an diesen Job ihm einstimmiges Lob der Spieler und Kollegen eingebracht hatten, war ihm der Erfolg bis dahin versagt geblieben.

Ein Lob, über das er sich sicher freuen würde, kam von Ginés Meléndez, dem Koordinator der spanischen Jugendnationalmannschaften, Chef der Trainerausbildung und, zu seiner Zeit als Trainer, Seriensieger in den UEFA-Juniorenwettbewerben. "Wir haben Luis aufgrund seiner Qualitäten als Trainer eingestellt", sagte er. "Aber ich würde auch seine Führungsfähigkeiten und seinen Umgang mit Menschen hervorheben. Alle seine Entscheidungen fallen zum Wohle der Gruppe. Seine Einstellung und seine Beziehungen zu den Gegnern während dieses Turniers demonstrieren, dass ihm die Fair-Play-Prinzipien am Herzen liegen."

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Spaniens ''unersättliche'' Spieler mit dem Pokal

Nach dem Sieg gegen Russland in Katerini war es De la Fuente ein dringendes Anliegen, die anderen zu loben: Die "unersättlichen" Spieler, die "sehr gut gespielt haben, denn sie wollten diesen Titel wirklich gewinnen", und die "Arbeit, die in den verschiedenen Provinzen beim Entdecken der Talente geleistet wird, die dann zum Verband gebracht werden". Er fand lobende Worte für "die Nachwuchsarbeit der Vereine, die immer besser und besser wird. Wir produzieren Spieler mit großem Potenzial, die auf diesem Level nur einen Schritt vom Spitzenfußball entfernt sind".

Anders als Russlands Coach Dmitri Khomukha, auf den er in zwei der fünf Spiele bei diesem Turnier traf, konnte de la Fuente nicht fünf Jahre lang mit derselben Altersgruppe zusammenarbeiten. Nach 16 Jahren als Trainer von Jugend- und niederklassigen Mannschaften kam der ehemalige Verteidiger von Athletic Club, Sevilla und Deportivo Alavés erst im Jahr 2013 zum Spanischen Fußballverband.

Die Kaderauswahl wurde äußerst sorgfältig vorgenommen und basierte auf Sichtung, Datensammlung, Analyse, Kontrolle und Konsultationen mit den Vereinstrainern. "Wir haben auf persönliche Qualitäten und Verhalten ebenso geachtet wie auf die fußballerischen Fähigkeiten", erklärte er. "Dann, bei unseren monatlichen Treffen, haben wir die Informationen verarbeitet, um zu sehen, welche Spieler uns bei der Endrunde am ehesten helfen können."

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Luis de la Fuente feiert ein Tor gegen Deutschland

In Griechenland, während die Spieler sich eigentlich in der Saisonvorbereitung befanden, konzentrierte er sich mehr auf die taktische Abstimmung als auf körperliche Vorbereitung. "Wir haben uns auch mit offensiven und defensiven Standards beschäftigt, da Spieler dieser Altersgruppe nicht immer genau wissen, wie wichtig diese im Verlauf eines Spieles werden können."

Abgesehen davon, dass er sein Team darauf vorbereitet und motiviert hat, Spiele zu gewinnen, versuchte de la Fuente sicherzugehen, dass das Turnier eine bereichernde Erfahrung sein würde. "Die Erfahrungen dieser UEFA-Turniere sind einzigartig", sagte er. "Bei ihren Vereinen können Sie von Männern lernen, von den Profis. Aber es ist bereichernd, einer Gruppe anzugehören, in der jeder im gleichen Alter ist und sich auf demselben Entwicklungsstandard befindet."

"Glücklicherweise bemerken die Vereine in Spanien, dass internationale Erfahrung auf so vielen Gebieten weiterhilft und auch die Arbeit der Klubs und ihrer Nachwuchsabteilungen zur Schau stellt", fuhr Spaniens Trainer fort. "Ich glaube außerdem fest daran, dass die Spieler als bessere Spieler in ihre Vereine zurückkehren."

Sie kehrten auch mit Goldmedaillen und dem siebten U19-Titel für ihr Land zurück und haben Luis de la Fuente zu einem glücklichen Mann gemacht.

https://de.uefa.com/under19/season=2015/technical-report/winning-coach/index.html#der+siegreiche+trainer