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Technische Themen im Fokus

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Die Vorrundenpartie zwischen Griechenland und Österreich ©Sportsfile

Technische Themen im Fokus

Die Suche nach Trends und Entwicklungen bei einer 15 Spiele umfassenden Endrunde sollte immer mit einem Überblick über die Parameter beginnen, die einen Einfluss auf die Entscheidungen der Trainer bei diesem Turnier gehabt haben. In Griechenland beeinflussten die hohen Temperaturen entscheidend das Training aller Teams genauso wie die Pressingphasen einer Mannschaft in einer Partie. Dies kam ganz besonders zum Tragen, weil sich die Spieler in der Saisonvorbereitung befanden, je nach Land und Spieler teilweise sehr kurze Urlaubszeiten hatten und sich in Sachen Fitness noch im Aufbautraining befanden.

Allein die Charakteristik der Teilnehmer (Frankreich und Spanien beispielsweise fehlten im Jahr 2014) kann einem solchen Turnier eine ganz andere Struktur geben. Im Jahr 2015 sorgte schon die Auslosung für Aufsehen, da mit Deutschland, der Niederlande, Russland und Spanien von den Medien schnell eine "Todesgruppe" ausgemacht wurde. Am Ende bestritten die beiden Teams, die in der Gruppenphase dank der besseren Tordifferenz den Weg ins Halbfinale geschafft hatten, auch das Finale.

Nachdem sein Team die andere Gruppe dominiert hatte, äußerte sich Frankreichs Trainer Patrick Gonfalone: "Wir haben alle Punkte geholt, aber noch lange nicht alles gezeigt. Wir sind froh über den Halbfinaleinzug, aber wir haben gesehen, dass Deutschland, Spanien und auch die Niederlande uns noch etwas voraus sind und wir einen Fokus auf die körperliche Fitness legen mussten. Wir hatten starke Akteure für unser Konterspiel, aber wir mussten an unserem Kombinationsspiel arbeiten und brauchten mehr Ballbesitz. Bei solchen Temperaturen brauchst du Ballbesitz, um zwischendurch wieder Kraft zu tanken."

Kombinationen und Konter
Stefan Majewski und László Szalai, die technischen Beobachter der UEFA bei der Endrunde in Griechenland, stellten im Grunde eine mögliche Zweiteilung der Finalisten fest. Spanien, die Niederlande und Österreich legten ihr Spiel auf Ballbesitz aus, während Russland, Deutschland und Griechenland mehr körperlich agierten und auf schnelle Gegenstöße aus waren. Frankreich und teilweise auch die Ukraine variierten zwischen diesen beiden Kategorien - wann immer es der Gegner zuließ, gab es auch längere Phasen von Ballbesitz, aber es wurde auch sehr körperlich agiert mit teilweise schnellem Angriffsfußball. Szalai erklärte: "Das Turnier zeigte klar, dass Technik alleine nicht ausreicht und dass alle Teams hart arbeiten und viel laufen mussten. Gleichzeitig wurde klar, dass viel Laufen und harte Arbeit alleine auf dem Feld auch nicht genügten."

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Spanien und auch die Niederlande hatten viel Ballbesitz in ihren Partien

Mit Ausnahme von Spanien, der Niederlande und Österreich, die allesamt die Partien und deren Geschwindigkeit durch viel Ballbesitz bestimmen wollten, legten die anderen Teams großen Fokus auf effektives Konterspiel als gefährlichste Waffe im Angriff. "Wir müssen uns viel bewegen und gut verteidigen", sagte Griechenland-Trainer Giannis Goumas. "Wir müssen zu dem Spielstil von der EURO 2004 zurückkehren, bei dem gute Defensivarbeit und schnelles Umschaltspiel im Angriff im Mittelpunkt standen." Gut 25% der Treffer aus dem Spiel heraus (sieben von 27) entstanden in direktem Zusammenhang mit einem Konter.

Verwundbarkeit bei gegnerischen Kontern war durchaus ein wichtiger Faktor bei einer Endrunde, bei der die Teams sich schwer taten, viele Spieler vor den ballführenden Akteur der gegnerischen Mannschaft zu bringen. Ginés Meléndez, der bei der U21-Endrunde als technischer Beobachter der UEFA eingesetzt war, hatte in Griechenland die Aufgabe, den spanischen Nachwuchs als Koordinator zu betreuen, und sagte: "Wenn man das Spielfeld in Viertel und nicht in Drittel aufteilt, war deutlich zu sehen, dass viel Ballbesitz im zweiten Viertel stattfand. Von dort gab es viel Passspiel direkt in das Angriffsviertel. Es gab nur wenige Offensivaktionen, die vom dritten Viertel aus, also früh in der gegnerischen Hälfte, in den Angriff übergingen."

Der Aufbau von hinten
Während bei anderen Endrunden viele "geklonte Neuer" auf den Spielfeldern zu sehen waren, waren die Torhüter bei dieser Endrunde in Griechenland eher traditionell unterwegs. Einzige Ausnahme war Österreichs Schlussmann Alexander Schlager, der immer weit aufgerückt agierte und direkt hinter der Abwehr immer wieder auch im Spielverlauf aushelfen konnte. "Es war aber klar", erklärte Majewski, "dass die Torhüter auch mit dem Ball am Fuß sicher waren und ihre Mitspieler nicht zögerten, sie ins Spiel einzubinden."

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Österreichs Alexander Schlager war immer wieder weit im Feld unterwegs

Deutschlands Schlussmann Marc-André ter Stegen spielte in einigen Partien der U21-Endrunde sogar mehr Pässe als jeder andere seiner Mitspieler. Doch in Griechenland kam den Torhütern eine eher proaktive Rolle zu, was den Aufbau von hinten heraus anging. Wenn die Torhüter den Ball hatten, bewegten sich die beiden Außenverteidiger nach vorne, die beiden Innenverteidiger bewegten sich in Richtung Außenkante der Strafräume, ein zentraler Mittelfeldspieler ließ sich zurückfallen und zog so einen Gegenspieler auf sich. Die gegnerischen Teams ließen als Antwort drei Angreifer die kurzen Passwege zustellen, um die Torhüter zu langen Bällen zu zwingen. Durch gutes Stellungsspiel sollte die Passquote bei diesen Bällen so gering wie möglich gehalten werden.

Die Spielmacher
Die technischen Beobachter der UEFA machten klar: "Dieses Turnier hatte den Fokus mehr auf gemeinschaftlichen Erfolgen als auf Errungenschaften oder Fähigkeiten einzelner Spieler." Mannschaften wie Deutschland und Griechenland standen sehr kompakt und legten lange Strecken zurück, um Mittelfeld und Angriff effektiv zu verbinden; Russland hatte Dmitri Barinov in dieser Rolle; die Ukraine griff auf mehrere Mittelfeldspieler zurück (auch wenn Beka Vachiberadze gegen Österreich eine organisatorische Rolle zukam, nachdem Viktor Kovalenko das Feld verlassen musste).

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Spaniens Dani Ceballos (links) war einer der einflussreichsten Spielmacher

Auch wenn sich die Arbeitsinhalte eines Spielmachers in den letzten Jahren doch deutlich verändert haben, stachen in Griechenland einige Akteure heraus, die der klassischen Rolle eines Spielmachers doch sehr nah kamen. Wie die technischen Beobachter erklärten, trugen vier dieser Spieler die gleiche Rückennummer - die Nummer 8. Dabei handelte es sich um Österreichs Sascha Horvath, den Niederländer Abdelhak Nouri, Frankreichs Samed Kilic und Spaniens Dani Ceballos.

Dieses Quartett spielte entgegen dem Trend, der bei anderen Endrunden zu erkennen war. Bei diesen agierten die "Spielmacher" zunehmend zurückhaltender, was die Position auf dem Feld anging. In Griechenland waren gerade diese vier Spieler jedoch deutlich weiter vorne zu finden und spielten ihre Pässe oftmals aus dem Bereich des Anstoßkreises.

Philosophien und Systeme
Bei diesem Turnier in Griechenland stand das immer stärker aufkommende 1-4-2-3-1-System nicht allzu sehr im Fokus, auch wenn immerhin vier der acht Teams diese Formation zumindest teilweise verwendeten. Nur Russland nutzte dieses System durchgehend. Fünf der Mannschaft agierten hauptsächlich in einem 1-4-3-3-System, während die Ukraine im 1-4-4-2-System auflief, nachdem man es am ersten Spieltag gegen Griechenland noch im 1-4-2-3-1-System versucht hatte.

©EPO

Die Griechen stellten mitunter auf eine Drei-Mann-Abwehr um

Nur die Gastgeber (abgesehen von der Niederlande in der Schlussphase der Partie gegen Spanien) versuchten ihr Glück mit drei Mann in der Abwehr und einem 1-3-5-2-System in der zweiten Hälfte der Partie gegen die Ukraine und im Halbfinale gegen Russland. Nur die wenigsten der 86 Wechsel hatten eine Veränderung im Spielsystem zur Folge. Lediglich Frankreich und Österreich nutzten nicht das komplette Wechselkontingent aus. Beide Teams wechselten gegen Griechenland und im direkten Duell jeweils nur zweimal.

Die meisten Trainer bei der Endrunde in Griechenland hatten freie Hand, was das bevorzugte Spielsystem angeht. "In Griechenland", sagte Goumas, "wollen wir den gleichen Teamgeist und die gleiche Spielphilosophie wie die A-Nationalmannschaft an den Tag legen, aber nicht unbedingt das gleiche Spielsystem." Sogar die Spanier, ein Land – ähnlich wie die Niederlande – mit großer 1-4-3-3-Tradition, überlassen dem Trainer recht freie Handhabung. "Das System hat eine relative Wichtigkeit", sagte Luis de la Fuente. "Nehmen wir ein Beispiel aus der ersten Mannschaft. Wenn David Silva auf der rechten Seite spielt, hat das Team eine andere Personalität, als wenn Jesús Navas auf rechts agiert. Die Struktur ist die gleiche, aber das Team agiert nichtsdestotrotz anders."

Die Torjäger
Große und körperlich starke Angreifer waren bei der Endrunde in Griechenland wahrlich keine Seltenheit. Marko Kvasina (Österreich); Sehrou Guirassy und Moussa Dembele (Frankreich), Timo Werner (Deutschland), Pelle van Amersfoort (Niederlande), Ramil Sheydaev (Russland) und auch Olexandr Zhubkov (Ukraine) wussten ihre körperlichen Vorteile im Angriff einzusetzen, setzten damit die Innenverteidiger häufig unter Druck und fanden mit ihrem intelligenten Laufspiel immer wieder freie Räume für sich selbst und die Mitspieler. Eine ihrer Aufgaben war es, als erste Verteidigungslinie zu agieren, indem sie gegnerische Torhüter oder Innenverteidiger bei deren Aufbauversuchen bestmöglich zu stören versuchten. Alle diese Akteure konnten sich in die Torjägerliste eintragen, die am Ende des Turniers von Spaniens Borja Mayoral angeführt wurde. Allerdings war es keine Endrunde, die von den Torjägern dominiert wurde. Mayoral erzielte insgesamt drei Treffer, die beiden Treffer von Van Amersfoort beispielsweise erzielte dieser per Freistoß und Elfmeter.

©Sportsfile

Ramil Sheydaev traf zweimal für Russland

Deutlich auszumachen in Sachen Angriff war die Tatsache, dass, trotz der guten körperlichen Voraussetzungen bei vielen Angreifern, nicht ein einziger Treffer per Kopf nach einer Flanke erzielt wurde. Im Gegensatz dazu wurden bei der Endrunde 2014 noch zehn Treffer (32% aller Tore aus dem Spiel) nach einer Flanke erzielt. "Das war sehr auffällig", fügte Szalai an, "und zeigte deutlich, wie die Teams die Flügel nutzten. Anstelle von hohen Flankenbällen über die Flügel wurden dort zumeist Pässe gespielt und aufrückende Spieler in den Angriff eingebaut. So wurden Lücken rund um den Strafraum gesucht, um Angriffe abschließen zu können."

Ganz ohne Kopfballtreffer musste das Turnier aber nicht auskommen. Immerhin sieben der 36 Treffer wurden mit dem Kopf erzielt (verglichen zu elf Kopfballtreffern 2014). Neben dem Kopfballtreffer von Borja Mayoral nach einem vorangegangenen Lattentreffer waren die sechs weiteren Kopfballtore die Folge von Standardsituationen – vier Freistöße und zwei Eckbälle.

Jedoch muss auch deutlich gemacht werden, dass die drei Eigentore allesamt nach Hereingaben von außen fielen. Zwei davon nach flachen Hereingaben, die in das eigene Tor abgefälscht wurden, und eins als Folge einer Ecke, die zu Russlands Ausgleich gegen Deutschland führte.

Die Trefferentstehung
In den 15 Spielen in Griechenland fielen insgesamt 36 Tore, erzielt von 22 Spielern. Damit fielen pro Partie im Schnitt 2,4 Tore, weniger Treffer fielen bei keiner Endrunde in den letzten Jahren. Schon 2014 fielen 13% weniger Treffer als im Jahr davor, in Griechenland war erneut ein Rückgang um 12% zu verzeichnen. In nur fünf Spielen trafen beide beteiligten Teams und nur Russland konnte einen 0:1-Rückstand noch in einen Sieg drehen (3:1 gegen Spanien).

Der technische Beobachter László Szalai

Insgesamt 25% aller Treffer fielen nach Standardsituationen, die Ausbeute nach Eckbällen hielt sich aber stark in Grenzen. Ganze 140 Eckbälle wurden ausgeführt und nur zwei Treffer (für Russland und Deutschland) sowie ein Eigentor (für Russland) waren die Folge. Damit konnten sechs Mannschaften gar keinen Treffer nach Eckbällen erzielen, darunter auch Österreich, das in seinen drei Spielen im Schnitt sieben Ecken pro Partie ausführte.

Direkte Freistoßtreffer wurden nicht erzielt – ein Anzeichen für die Abwesenheit von echten Spezialisten auf diesem Gebiet. "Es gab viele gute Möglichkeiten um den Strafraum herum", sagte Majewski, "doch die Freistöße waren einfach nicht gut genug, um die starken Torhüter zu schlagen."

Spanien wusste um seine körperlichen Nachteile gegenüber den meisten Gegnern und versuchte deshalb, auffällig zu verhindern, den anderen Teams gefährliche Standardsituationen anzubieten. In ihren fünf Spielen gab es für die gegnerischen Teams nur acht Eckbälle und im Schnitt nur rund acht Freistöße. Andere Mannschaften hatten hier deutliche höhere Werte, zum Beispiel Frankreich (14,8), Österreich (14,3) oder Russland (13,2).

Von allen aus dem Spiel erzielten Treffern fielen 30% nach einem Spielzug und weitere 26% nach Einzelaktionen. Fernschüsse waren über das Turnier hinweg eher uneffektiv, die beiden Treffer aus der größten Distanz fielen in der Partie zwischen Deutschland und Russland. Beide Teams erzielten je einen Treffer knapp außerhalb des Strafraums.

KATEGORIE

AKTION

DEFINITION

Tore

Standard

Ecke

Direkt aus oder nach einer Ecke

2

Standard

Freistoß direkt

Direkt aus einem Freistoß

0

Standard

Freistoß indirekt

Nach einem Freistoß

4

Standard

Strafstoß

Elfmeter (oder Nachschuss)

3

Standard

Einwurf

Nach einem Einwurf

0

Aus dem Spiel

Spielzug

Doppelpass oder eine Kombination von mindestens drei Spielern

8

Aus dem Spiel

Flanke

Hereingabe von außen

0

Aus dem Spiel

Zurückgelegt

Rückpass von der Grundlinie

4

Aus dem Spiel

Diagonalpass

Diagonaler Pass in den Strafraum

2

Aus dem Spiel

Lauf mit dem Ball

Dribbling und Abschluss aus kurzer Distanz oder Dribbling und Pass

7

Aus dem Spiel

Distanzschuss

Direkter Schuss oder Schuss und Abstauber

0

Aus dem Spiel

Pass nach vorne

Pass durch die Gasse oder über die Abwehr

3

Aus dem Spiel

Abwehrfehler

Schlechter Rückpass oder Torwartfehler

0

Aus dem Spiel

Eigentor

Eigentor des Gegners

3

GESAMT

          36

Torschüsse
Auch wenn deutlich weniger Treffer als bei den Endrunden zuvor erzielt wurden, so wurden mit 346 Abschlüssen doch genauso viele Torschüsse wie bei der Endrunde 2014 abgegeben. In Litauen waren es 2013 nur 297 Abschlüsse bei 47 erzielten Treffern, das war ein Schnitt von 6,3 Torschüssen für einen Treffer. In Griechenland benötigten die Teams ganze 9,6 Torschüsse, um einen Treffer zu erzielen. "Die Torhüter waren wirklich stark", sagte Szalai, "und die Teams hatten ganz starke Abwehrreihen – körperlich gut ausgebildet und stark in der Luft. Man muss aber auch anerkennen, dass die Angreifer eine Vielzahl von guten Chancen liegen ließen." Lässt man die abgeblockten Schüsse beiseite, gingen 42% der Torschüsse auf das Tor und knapp sechs von zehn Schüssen damit am Tor vorbei.

Österreich

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Frankreich

6

3

0

0

9

Griechenland

3

7

4

1

15

Ukraine

5

2

4

1

12

Gesamt

14

12

8

2

36

Frankreich

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Österreich

5

3

4

0

12

Ukraine

4

7

1

0

12

Griechenland

10

3

1

0

14

Spanien

2

6

2

0

10

Gesamt

21

19

8

0

48

Deutschland

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Spanien

4

8

2

0

14

Niederlande

6

7

2

2

17

Russland

2

8

7

1

18

Gesamt

12

23

11

3

49

Griechenland

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Ukraine

3

4

0

0

7

Österreich

3

7

4

0

14

Frankreich

2

6

3

0

11

Russland

2

5

1

1

9

Gesamt

10

22

8

1

42

Niederlande

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Russland

3

4

2

0

9

Deutschland

3

3

2

0

8

Spanien

2

2

1

0

5

Gesamt

8

9

5

0

22

Russland

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Niederlande

1

5

3

1

10

Spanien

5

2

5

0

12

Deutschland

3

6

5

1

15

Griechenland

7

5

0

0

12

Spanien

1

7

0

0

8

Gesamt

17

25

13

2

57

Spanien

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Deutschland

4

4

2

0

10

Russland

3

6

1

0

10

Niederlande

3

6

2

0

11

Frankreich

3

4

2

0

9

Russland

9

8

4

2

23

Gesamt

22

28

11

2

63

Ukraine

Gegner

Torschüsse

Schüsse vorbei

Geblockt

Aluminium

Gesamt

Griechenland

5

8

0

0

13

Frankreich

3

4

5

0

12

Österreich

4

8

3

2

17

Gesamt

12

20

8

2

42

Anmerkung: Schüsse, die am Aluminium landeten, zählen als Schüsse auf das Tor, wenn sie von einem Torwart oder Verteidiger abgefälscht wurden, und als Schüsse vorbei, wenn es direkt ans Aluminium ging.

Torzeitpunkte

Spielminute

Tore

%

1-15

6

17

16-30

1

3

31-45

6

17

45+

1

3

46-60

7

19

61-75

6

17

76-90

6

17

90+

3

8

Anmerkung: Der zusätzliche Prozentpunkt ergibt sich auf Grund der Dezimalwerte.

Turnierintensität
"Die russische Meisterschaft ist nicht allzu intensiv", kommentierte Dmitri Khomukha. "Die Spieler, die in der ersten Mannschaft spielen, sitzen zumeist auf der Bank und bekommen mit etwas Glück 20 Minute pro Partie. Wegen ausländischer Spieler kommen sie selten zum Zuge. Ich wähle also Spieler aus, die meiner Meinung nach psychologisch stark genug sind und den Charakter haben, dem Druck bei einem solchen Turnier standzuhalten."

Griechenland-Trainer Goumas sagte: "Die wichtigsten Auswahlkriterien waren Motivation, Teamethik, Kommunikation, Bindung und Siegeswille." Neben Geschwindigkeit und Technik legte Österreichs Trainer Hermann Stadler großen Wert auf "Charakter und Teamgeist" und holt sich bei deren Bewertung die Hilfe eines Sportpsychologen.

"Bei solchen Turnieren ergibt sich die großartige Chance, einen aussagekräftigen Einblick bezüglich Aspekten wie Geschwindigkeit und körperlicher Stärke zu gewinnen. Auch das Testen verschiedener Spielsysteme ist von großer Wichtigkeit", fügte Oranje-Trainer Aron Winter an. "Doch ohne guten Teamgeist kann ein solches Turnier nicht gewonnen werden."

Deutschland-Trainer Marcus Sorg stellte klar: "Ich bin zufrieden, wenn ein Spieler mehr gibt als in der Partie zuvor. Natürlich entwickelt sich ein Spieler vor allem in seinem Verein, aber ohne diese internationalen Erfahrungen fehlt den Spielern etwas Wichtiges. Hier lernen die Spieler, was es bedeutet, mit hohem Tempo zu spielen und Spiele mit hoher Intensität zu bestreiten." Welche Wichtigkeit sollten Personalität und Charakter im Rahmen der Teamzusammenstellung haben?

https://de.uefa.com/under19/season=2015/technical-report/technical-topics/index.html#technische+themen