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Technische Themen

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"Wenn ich zurückblicke auf die Zeit, als ich U19-Spieler war, sind die Veränderungen erstaunlich. Der Fußball war nicht so taktisch, die athletischen Ansprüche waren viel niedriger und das Bewusstsein und das Spielverständnis sind heute viel höher" – diese Worte von Serbiens Trainer Veljko Paunović passen perfekt zur taktischen Reife, die bei diesem Turnier von allen Teams demonstriert wurde.

"Es gibt auch eine große Veränderung in der Qualität der Trainer", fügte Israels Eli Ohana, ebenfalls ein ehemaliger Nationalspieler, hinzu. "Zu meiner Zeit waren das nicht gerade die besten der Welt. Aber nun gibt es Elemente wie das Internet, Kontakte mit anderen Trainern und Gelegenheiten zu reisen, um zu sehen, wie andere Leute neue Ideen in diesen Job eingebracht haben. Das kann man bei den Vereinen wie bei den Nationalmannschaften sehen."

Auch die technischen Beobachter bei der Endrunde waren von der Qualität des Coachings überzeugt. "Es war deutlich, dass die Trainer aktiv ihre Spieler ermutigten und motivierten. Während des Spiels standen sie in ihren Trainingsanzügen wirklich eng bei ihren Mannschaften. Die Disziplin war vorhanden, der Teamgeist war exzellent und es war deutlich, dass, obwohl es wenig Zeit davor gegeben hatte, die taktische Vorbereitung sehr gut war."

Eine ganz andere Welt
Man könnte natürlich auch sagen, dass einige der Spiele der Gruppenphase sogar zu sehr von der Taktik geprägt waren, es ging vor allem um Risikovermeidung. Das technische Team führte dies darauf zurück, dass Ungarn 2014 effektiv sogar zwei Turniere in einem war. Die besten drei Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich direkt für die FIFA-U20-WM 2015 in Neuseeland, dadurch wurde eine Platzierung unter den besten Drei in der Gruppe für die Nationen, die sich eher selten für eine EM-Endrunde qualifizieren, wichtiger als der Turniersieg. Der Schwerpunkt lag auf einer kompakten, gut organisierten Defensive und oft hieß es "Sicherheit geht vor!". Der Ball wurde in der Viererkette lange zirkulieren lassen, bevor man einen langen Pass auf den einzigen Stürmer versuchte – dadurch verhinderte man Ballverluste in gefährlichen Gebieten. Der generelle Trend (die beiden Finalisten waren auch hier die Ausnahme) ging dorthin, dass die Außenverteidiger eher konservativ spielten und nur selten über die Mittellinie gingen.

Dieses Argument scheint aber durch eine Gruppenphase widerlegt, in der 36 Tore fielen (im Durchschnitt drei pro Spiel), doch man sollte auch wissen, dass 42 Prozent der Tore am zweiten Spieltag fielen, als sintflutartige Regenfälle für die Defensivreihen zur zusätzlichen Herausforderung wurden.

Ein Stürmer
Das Turnier bestätigte den Trend zu einer 4-2-3-1-Formation, für Österreich, Bulgarien, Deutschland, Israel, Serbien und die Ukraine war dies der Standard. Ungarn und Portugal waren eher im 4-3-3 zuhause, während viele Mannschaften zwischen diesen beiden Systemen je nach Matchplan hin- und herwechselten. Wie sagte doch UEFA-Beobachter László Szalai: "Dieses System ist effektiv, da es drei Spielern hinter einem zentralen Stürmer erlaubt, konstant die Positionen durch zu wechseln. Dies sind normalerweise bewegliche, kreative Spieler mit exzellenten technischen Fähigkeiten." Die linken und rechten Mittelfeldspieler waren allerdings eher äußere Mittelfeldspieler, als traditionelle Flügelspieler. Auch hier bildeten die beiden Finalisten die Ausnahme zur Regel: Portugal operierte mit Gelson Martins und Ivo Rodrigues auf den Flanken, während bei Deutschland Julian Brandt über links im Arjen-Robben-Stil agierte, während Hany Mukhtar eher wie ein offensiver Mittelfeldspieler auftrat.

©Sportsfile

Torschützenkönig Davie Selke

Der gemeinsame Nenner aller Mannschaften war es, nur mit einem Stürmer anzutreten. Deutschlands Davie Selke, der mit sechs Treffern Torschützenkönig wurde, war ein moderner Angreifer, der gerne auf die Flügel auswich (am liebsten nach rechts), um so Räume für die drei zentralen Mittelfeldspieler zu schaffen. Portugals André Silva erzielte vier seiner fünf Tore im Regenspiel gegen Ungarn, während Florian Grillitsch kraftvoller und energischer Mittelpunkt des österreichischen Angriffsspiels war. Allerdings warf das Turnier auch die Frage auf, ob genügend Stürmer entwickelt werden. Wie sagte László Szalai doch: "Wir haben bei diesem Turnier nicht wirklich einen Van Nistelrooy gesehen..."

Der Torwart als Libero
Szalai wies ebenfalls darauf hin, "dass sich die Rolle des Torhüters verändert hat. Dieses Turnier bestätigte, dass sie mittlerweile als letzter Verteidiger agieren sollen. Es ist nun für sie sehr wichtig, das Spiel lesen und mitspielen zu können. Es ist klar, dass die Jugendtrainer ihren Torhütern nun Feldspielerfähigkeiten vermitteln und sie während der Trainingseinheiten die Füße benutzen lassen müssen. Diesbezüglich gab es verschiedene Ausbildungsstandards und einige der jungen Schlussmänner hatten Probleme mit dem Ball am Fuß."

Generell aber gab es Lob für die Torhüter und die Arbeit der Torwarttrainer. Der ukrainische Schlussmann Bogdan Sarnavskiy war nicht nur stark in seinem Kerngeschäft, sondern demonstrierte auch noch Führungsfähigkeiten, organisierte die Abwehr effektiv und verteilte den Ball gut. Genaue Ballverteilung ist mittlerweile für Torhüter auf diesem Level eine Grundvoraussetzung.

Mannschaftsspieler und Mannschaftsgeist
"Das Turnier hat gezeigt, dass Mannschaftsgeist ein wichtiger Faktor ist", kommentierte UEFA-Beobachter Ghenadie Scurtul. "England, Frankreich, Italien und Spanien gehörten zu den Teams, die sich nicht qualifizieren konnten, während Teams wie Bulgarien, die Ukraine oder Serbien in Ungarn dabei waren – nicht unbedingt 'große' Länder. Die Erklärung für ihre Finalteilnahme findet sich hauptsächlich im Teamwork und der Arbeit des Trainers, der die Spieler richtig eingesetzt hat."

©Sportsfile

Serbien lebte vom starken Teamgeist

Serbiens Coach Veljko Paunović fügte hinzu: "Wir konzentrieren uns auf Weiterentwicklung und Spielverständnis, aber auch auf menschliche Werte. Das Wichtigste in einer Mannschaft ist es, positive Werte wie Respekt, Verantwortung, gegenseitiges Zutrauen, Vertrauen zu haben... Wenn wir ohne diese Werte etwas lehren wollen, verpassen wir das, worauf es ankommt und verschwenden unsere Zeit." Israels Trainer Eli Ohana betonte ebenfalls: "Der Schlüssel liegt im Zusammenhalt der Gruppe. Daher bezieht man bei der Auswahl der Spieler mit ein, wie sich diese in einer Gruppe verhalten."

Österreichs Trainer Andreas Heraf stimmt zu, dass es verschiedene Gründe für die Auswahl der Spieler gibt. "Die Trainer suchen nicht länger Spieler, die 1,90 Meter groß sind und lange Bälle spielen können. Körperlich schwächere Spieler kriegen jetzt ihre Chancen – auch wenn einem das bei der Verteidigung von Standards Kopfschmerzen bereitet – und man konzentriert sich auf Tempo und Technik." Ohana merkte an: "Talent ist die Grundvoraussetzung, aber es reicht nicht. Die Spieler müssen bereit sein hart zu arbeiten und Opfer zu bringen. In diesem Alter müssen sie ihren Job mit Hingabe betreiben und bereit sein, eine Investition für ihre Zukunft zu tätigen." Die technischen Beobachter der UEFA waren sich einig, dass man in Ungarn eine Menge guter Spieler gesehen habe – aber keine Superstars.

Gut bei Ballbesitz
In Ungarn übte nur Deutschland ein konstantes Pressing auf seine Gegner aus. Andere Mannschaften pressten nur, wenn man ein bestimmtes Ergebnis brauchte und formierten sich ansonsten in einem soliden, defensiven Block und pressten den ballbesitzenden Spieler im Mittelfeld. Die defensiven Mittelfeldspieler sollten vor der Viererkette (alle Mannschaften spielten mit Viererkette) kompakt abräumen, während einer von ihnen während der ersten Aufbauphase als abkippender Sechser agierte (er bliebt zurück, wenn die Außenverteidiger nach vorne gingen, während die Innenverteidiger sich breiter als normal aufstellten). Das Turnier bestätigte, dass der moderne Innenverteidiger gut am Ball sein muss, um Passmöglichkeiten zu erkennen und nutzen zu können, die den Angriff seiner Mannschaft einleiten. Generell war zu beobachten, dass die Verteidiger selten die Ruhe verloren und über die Technik verfügten, sich auch unter Druck spielerisch zu befreien. Den technischen Beobachtern fiel auch auf, dass es für die Trainer problematisch werden kann, wenn sie dem modernen Trend zu ballbesitzorientiertem Spiel folgen, aber über Spieler verfügen, die technisch nicht in der Lage sind, mit hohem Druck oder engen Spielsituationen umzugehen.

Lásló Szalai, technischer Beobachter der UEFA

Siegen lernen
Das Dilemma, einerseits die Weiterentwicklung der Spieler fördern zu wollen und andererseits Ergebnisse zu erzielen, gehört ganz natürlich zum Fußball in dieser Altersgruppe. Aber bei diesem Turnier herrschte eine klare Ergebnisorientierung, was natürlich auch mit der möglichen WM-Qualifikation zu tun hatte. Portugals Trainer Hélio Sousa gehörte zu jenen Trainern, die ihr Team über einen längeren Zeitraum entwickelt haben (in diesem Fall über drei Jahre) und erklärte, dass "die Mannschaft in dieser Saison anfangen muss zu siegen". Er betonte, wie wichtig es ist, dass die Spieler lernen, im Wettbewerb zu stehen und eine Siegermentalität entwickeln, die sich seiner Meinung nach aus größerem Selbstvertrauen speist.

Die Trainer in Ungarn hatten es mit Spielern zu tun, die sich in verschiedenen Phasen ihrer Karriere befinden. Die taktische Reife und die Professionalität der deutschen Spieler kann auf ihre Erfahrungen in den Bundesliga-Kadern zurückgeführt werden, wobei sogar zwei Spieler von ihren Klubs für das Turnier in Ungarn nicht freigegeben wurden, da sie in der Bundesliga-Mannschaft benötigt wurden. Hélio Sousa, der Trainer von Vize-Europameister Portugal, hatte andere Ausgangsvoraussetzungen. Die meisten seiner Spieler kamen aus den Jugendabteilungen der größten portugiesischen Klubs, wo es schwer ist, für die erste Mannschaft zu spielen und seine Spieler wohl erst einmal für die Reservemannschaften auflaufen werden. Österreichs Coach Andreas Heraf war nicht der Einzige, der darauf hinwies, was für eine schwierige Phase es für die U19-Spieler ist, von der Jugendabteilung den Schritt in eine erste Mannschaft zu schaffen. "Manchmal gehören sie der ersten Mannschaft an", sagte er, "aber sie spielen nicht." Eli Ohana berichtete, dass keiner seiner Spieler in Israel Stammkraft in einer Profimannschaft sei, während im Kader der Ukraine 16 Spieler aus zweiten Mannschaften und Jugendligen standen. Serbiens Coach Veljko Paunović hatte Probleme damit, eine Mannschaft aus Spielern zu erschaffen, die einerseits aus der U19-Liga kamen und andererseits im Kader von ersten Mannschaften stehen, "dort aber nicht Stammspieler sind". Ungarns Trainer Géza Mészöly merkte an, dass "90 Prozent meiner Spieler ihr Debüt für die erste Mannschaft gegeben haben, aber einige noch nicht viele Minuten absolviert haben." Er war einer von vielen Trainern, die die Vereine dazu aufriefen, "größeres Vertrauen in die Spieler dieser Altersgruppe zu setzen und ihnen zu helfen, ihre Karrieren zu gestalten."

Die Trainer, denen es schwer fiel, vor dem Turnier Freigaben für ihre Spieler zu kriegen und ihre Mannschaften vorzubereiten, waren einstimmig der Meinung, dass internationale Turniere unschätzbare Erfahrungen für die Spieler sind und in dieser Altersgruppe die enge Kooperation mit den Klubs ein wesentliches Element darstellt.

Wie die Tore erzielt wurden
Beim Turnier in Ungarn fielen 41 Tore, 13 Prozent weniger als im letzten Turnier und der niedrigste Wert seit 2009. Insgesamt 27 Spieler erzielten die Treffer. Am meisten führten Flanken und Hereingaben von außen zum Erfolg, aber Ghenadie Scurtul wies darauf hin, dass es sich meistens nicht um die traditionelle Flanke handelte, sondern um eine Auflage für einen Spieler in einer guten Schussposition. Dennoch gab es elf Kopfballtore, 27 Prozent des Gesamtwerts.

Nur zwei Tore können als Kontertreffer gelten, während ebenfalls auffiel, dass es kaum Fernschusstore gab – ein Faktor, der wohl auch mit den immer besseren Fähigkeiten der Torhüter zusammenhängen dürfte, über die ja bereits gesprochen wurde.

Aus Standards fielen zehn Treffer – insgesamt etwas weniger als ein Viertel der Gesamtanzahl, wobei es vier Strafstöße gab. Das einzige Tor aus einem direkten Freistoß fiel für Österreich, als sich zwei Spieler zur Ablenkung etwa einen Meter vor der Mauer hinknieten. Dies führte in der 48. Minute des Eröffnungsspiels gegen Ungarn zu einem Tor, als Peter Michorl mit einem Linksschuss ins Tor der Gastgeber traf.

Die vier Tore aus Ecken ergeben eine Erfolgsrate von ein Tor je 35 Ecken, da insgesamt 139 Eckbälle geschlagen wurden.

Torverteilung
KategorieAktionDefinitionTore
StandardEckeDirekt aus oder nach einer Ecke4
StandardFreistoß direktDirekt aus einem Freistoß1
StandardFreistoß indirektNach einem Freistoß1
StandardStrafstoßElfmeter (oder Nachschuss)4
StandardEinwurfNach einem Einwurf0
Aus dem Spiel herausSpielzugDoppelpass oder eine Kombination von drei oder mehr Spielern6
Aus dem Spiel herausFlankeHereingabe von außen10
Aus dem Spiel herausZurückgelegtRückpass von der Grundlinie3
Aus dem Spiel herausDiagonalpassDiagonaler Pass in den Strafraum1
Aus dem Spiel herausLauf mit dem BallDribbling und Abschluss aus kurzer Distanz oder Dribbling und Pass5
Aus dem Spiel herausDistanzschussDirekter Schuss oder Schuss und Abstauber0
Aus dem Spiel herausPass nach vornePass durch die Gasse oder über die Abwehr4
Aus dem Spiel herausAbwehrfehlerSchlechter Rückpass oder Torwartfehler2
Aus dem Spiel herausEigentorEigentor des Gegners0
  Gesamt41

Torschüsse
Die beiden Finalisten schossen pro Spiel im Durchschnitt 15 Mal auf das Tor, mehr als doppelt so viel wie die sieben Versuche der Ukraine. Bulgariens Coach Aleksandar Dimitrov beklagte die Abschlussschwäche seiner Mannschaft, doch von den ausgeschiedenen Mannschaften hatten sie die meisten Torabschlüsse zu verzeichnen. Deutschlands starke Defensivarbeit wird dadurch bestätigt, dass ihre fünf Gegner bei diesem Turnier nur auf insgesamt 32 Torabschlüsse kommen, wobei Portugal im Endspiel mit zehn Versuchen der deutsche Gegner mit den meisten Abschlüssen war.

Österreich

GegnerTorschüsseSchüsse vorbei
GeblocktAluminiumGesamt
Ungarn43209
Israel555015
Portugal712110
Deutschland04105
Gesamt161310139

Bulgarien

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Deutschland36009
Ukraine486018
Serbien21205
Gesamt9158032

Deutschland

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Bulgarien674017
Serbien526013
Ukraine471112
Österreich741012
Portugal875020
Gesamt302717174

Ungarn

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Österreich24006
Portugal24208
Israel44109
Gesamt8123023

Israel

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Portugal4210

7

Österreich04105
Ungarn545014
Gesamt9107026

Portugal

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Israel874119
Ungarn1091220
Österreich442010
Serbien3133019
Deutschland424010
Gesamt293514378

Serbien

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Ukraine483215
Deutschland32308
Bulgarien462012
Portugal594018
Gesamt162512253

Ukraine

GegnerTorschüsseSchüsse vorbeiGeblocktAluminiumGesamt
Serbien12205
Bulgarien43219
Deutschland13317
Gesamt687221

Anmerkung: Schüsse, die am Aluminium landeten, zählen als Schüsse auf das Tor, wenn sie von einem Torwart oder Verteidiger abgefälscht wurden, und als Schüsse vorbei, wenn es direkt ans Aluminium ging.

Schneller und fitter
Ghenadie Scurtul sagte: "Ein hohes Fitnesslevel ist eine der wichtigsten Facetten im modernen Fußball geworden – sogar auf dem Jugendlevel. Die Mannschaften kamen mit Trainerteams an, die noch vor rund fünf Jahren undenkbar gewesen wären. Sogar im Juli, wenn die Fitness ein Problem sein kann, wurde das Turnier mit einem hohen Standard athletischer Kondition ausgetragen. Zwischen den Spielen gab es wohldosierte Phasen der Erholung und der Ruhe."

László Szalai fügte hinzu: "Die Trainer haben offen gesagt, dass Geschwindigkeit heutzutage ein Hauptkriterium bei der Auswahl der Spieler ist, und dass es in ihren Teams fast keine 'langsamen' Spieler gibt. Abgesehen von der physischen Geschwindigkeit war es offensichtlich, dass es eine große Anzahl von Spielern gab, die sehr schnell Entscheidungen trafen – was ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Jugendentwicklung ist. Deutschland war da ein großartiges Beispiel. Sie waren gut organisiert und haben sich auf dem Platz exzellent positioniert – wenn man ihnen zugeschaut hat, wollte man kaum glauben, dass sie eine Jugendmannschaft sind. Sie haben ausgesehen wie eine echte Profimannschaft."

Trotz der anspruchsvollen äußeren Bedingungen (die zwischen sehr hohen Temperaturen und sintflutartigen Regenfällen wechselten), konnte man die Fitnesslevels bei der Torverteilung erkennen. In der letzten Viertelstunde einer Partie fielen die wenigsten Tore. Ungewöhnlicherweise gab es in der ersten Halbzeit, in der 22 Turniertreffer fielen, erheblich mehr Tore. Obwohl es eine Tendenz zu einem frühen ersten Tor gab, konnte keine Mannschaft danach noch ein 0:1 in einen Sieg verwandeln.

MinutenTore
2014
%
1-15617
16-30514
31-45617
46-60719
61-75617
76-90514
90+12

https://de.uefa.com/under19/season=2014/technical-report/technical-topics/index.html#technische+themen