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Ein Turnier der Kontraste

Ein Turnier der Kontraste

"Die vier besten Teams haben verdient den Sprung ins Halbfinale geschafft", sagte Serbiens Trainer Veljko Paunović. Doch in Gruppe B war der Weg ins Halbfinale alles andere als einfach für den Titelverteidiger. Im ersten Spiel gegen die Ukraine mussten die Serben gleich in der ersten Minute den ersten Gegentreffer durch Mykyta Burda hinnehmen. Zwar reichte es am Ende noch zum Ausgleich und damit zu einem Punktgewinn, doch ein Traumstart in die Endrunde sieht anders aus. Gegen Deutschland sah es dann im zweiten Spiel lange gut aus, doch in der Nachspielzeit mussten die Serben durch den Treffer von Niklas Stark ebenfalls mit einem Punkt Vorlieb nehmen. Im letzten Spiel war dann gegen Bulgarien ein Sieg von Nöten und genau der gelang dank des späten Treffers von Angreifer Staniša Mandić.

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Portugal konnte sich in Gruppe A souverän durchsetzen

Für die Bulgaren endete damit eine äußerst unglückliche Endrunde, in der man ohne Torerfolg und Punktgewinn blieb, nachdem man zuvor bereits gegen Deutschland (0:3) und die Ukraine (0:1) unterlegen war.

Die Ukrainer hatten dank ihrer vier Punkte nach zwei Spielen vorzeitig die Qualifikation für die FIFA-U20-Weltmeisterschaft geschafft und konnten deshalb auch die abschließende Niederlage gegen Deutschland (0:2) ganz gut verkraften. Trainer Oleksandr Petrakov sagte nach der Partie zusammenfassend, dass die Deutschen "ganz einfach das bessere Team waren".

In Gruppe A ging es nicht ganz so spannend zur Sache. Dort war bereits nach zwei Spieltagen in Sachen Halbfinal-Qualifikation alles geklärt. Die gastgebenden Ungarn gingen selbstbewusst und optimistisch in die erste Partie gegen Österreich, mussten aber bereits nach 20 Minuten einem 0:2-Rückstand hinterher laufen. Nach der Pause kam es aber noch schlimmer und am Ende stand neben einem 1:6 gegen die Österreicher auch viel Kritisches in den ungarischen Sportmedien über die Vorstellung des Teams.

Für Israel gab es in der Vorrunde nichts zu holen. Nach zwei klaren Niederlagen gegen Portugal (0:3) und Österreich (0:3) musste man sich abschließend auch Gastgeber Ungarn mit 1:2 geschlagen geben. Im Duell um Platz eins zwischen Portugal und Österreich setzten sich die Portugiesen knapp mit 2:1 durch und sicherten sich damit den Gruppensieg vor der Alpenrepublik.

Während damit aber beide Teams den Sprung in die Vorschlussrunde schafften, gab es nach der Partie zwischen Israel und Ungarn lange Gesichter auf Seiten der Israelis. Durch die Niederlage verpasste das Team den Sprung zur Weltmeisterschaft, wo stattdessen die Ungarn dank Platz drei in der Tabelle antreten werden. Bereits ein Remis hätte den Israelis gereicht, um auf den WM-Zug aufzuspringen.

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Österreich unterlag Deutschland im Halbfinale

Auch die beiden Halbfinalspiele hätten vom Verlauf unterschiedlicher nicht sein können. Nach der Partie gegen Deutschland sagte Österreichs Trainer Andreas Heraf, dass "wir einfach zu viel Respekt an den Tag gelegt haben. Wir haben nicht in die Zweikämpfe gefunden. Die Deutschen waren ganz einfach in allen Belangen stärker als wir." Am Ende stand ein 4:0 für Deutschland, für das gleich vier verschiedene Torschützen erfolgreich waren.

Im zweiten Halbfinale war zwischen Serbien und Portugal Spannung bis zur allerletzten Sekunde angesagt. Es war auch ein Duell der Spielsysteme - Portugals 4-3-3-System traf auf das 4-2-3-1-System der Serben. In der regulären Spielzeit fielen keine Treffer und auch in der Verlängerung hielten die Abwehrreihen beider Mannschaften dicht. Auf Seiten der Portugiesen verletzte sich ausgerechnet Torhüter André Moreira in der Verlängerung, was den Serben scheinbar einen Vorteil für das Elfmeterschießen brachte. Doch dort setzte sich nichtsdestotrotz Portugal durch. Weil Ersatztorhüter Tiago Sá den Elfmeter von Sergej Milinković-Savić parieren konnte, stand am Ende ein 4:3 für Portugal. Im Finale standen sich damit die beiden Topfavoriten aus Portugal und Deutschland gegenüber.

https://de.uefa.com/under19/season=2014/technical-report/road-to-the-final/index.html#der+weg+finale