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Der Weg ins Endspiel

 

Der Weg ins Endspiel

Den dritten aufeinanderfolgenden Titel dieser Altersklasse fest im Visier, gingen die ein Jahr zuvor in Estland zum U19-Europameister gekrönten Spanier in die Endrunde der UEFA-U19-Europameisterschaft 2013, die für sie mit einem schwierigen Auftaktspiel in Gruppe A gegen Portugal in Marijampolė begann. Nach dem packenden 3:3-Unentschieden in der Gruppenphase 2012 sorgte Sandro Ramírez mit dem einzigen Tor des Spiels in der ersten Halbzeit diesmal für einen spanischen Sieg – statt dem üblichen Kurzpassspiel ging dem Treffer ein intelligenter Steilpass von José Rodriguez voraus, den Ramírez brillant verarbeitete und souverän verwertete.

©Saulius Čirba

Rai Vloet jubelt über sein wichtiges Tor

Im zweiten Auftaktspiel der Gruppe A in Kaunas unterlagen die Gastgeber den Niederlanden in einer dramatischen Schlussphase mit 2:3. Nach zwei Treffern von Anass Achachbar in der ersten halben Stunde sah zunächst alles nach einem Selbstläufer für das Oranje-Team aus. Doch dank Toren von Lukas Artimavičius nach einem effektiven Konter und von Gratas Sirgėdas nach einer schönen Einzelaktion kamen die Litauer noch zum Ausgleich, der allerdings nur bis zum Kopfballtor von Rai Vloet nach einer Ecke ganz am Ende der Nachspielzeit hielt.

Im zweiten Spiel konnten die von 9 000 Zuschauern angefeuerten Litauer den Spaniern nichts entgegensetzen und kassierten in der ersten und zweiten Halbzeit je einen Treffer von dem im Dienst von Real Sociedad San Sebastián stehenden Iker Hernández. Unterdessen kamen die Portugiesen gegen die Niederlande auf Touren und siegten dank zwei Toren von Alexandre Guedes sowie je einem durch Leandro Silva und Ricardo Horta souverän mit 4:1. Vloets herrlicher Fernschuss war nur noch Ergebniskosmetik für die Niederländer.

In Gruppe B feierte Georgien in Alytus seinen U19-EM-Einstand mit einem achtbaren 0:0 gegen Frankreich. Auch die Serben brachten sich durch ein Kopfballtor von Andrija Luković und einen Volleyschuss von Aleksandar Mitrović trotz des späten Anschlusstreffers durch Einwechselspieler Recep Niyaz mit ihrem 2:1-Sieg gegen die Türkei in eine gute Ausgangslage.

Auch gegen Frankreich mussten die Türken eine 1:2-Niederlage hinnehmen: Yassine Benzia baute die von Adrien Hunou früh erzielte Führung der Franzosen aus, sodass İbrahim Yılmaz' verwandelter Elfmeter das Aus von Okan Buruks Mannschaft nicht mehr verhindern konnte. Die Serben zogen durch das eine Viertelstunde vor Schluss durch Ersatzspieler Dejan Meleg erzielte Tor zum 1:0-Endstand in einer hart umkämpften Partie gegen Georgien vorzeitig ins Halbfinale ein.

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Der dritte Spieltag hatte mit 19 Toren in vier Spielen einen hohen Unterhaltungswert. Die Portugiesen erreichten vor 8 000 Besuchern in Kaunas mit einem komfortablen 4:2-Sieg über Litauen das Halbfinale. Sie gingen durch einen Distanzschuss von Marcos Lopes in Führung, die Sekunden vor der Pause durch Džiugas Petrauskasʼ Eigentor und einen verwandelten Elfmeter von Tobias Figueiredo in der 51. Minute ausgebaut wurde. Dem kurz darauf durch Sirgėdas erzielten Anschlusstreffer folgte das vierte Tor für Portugal durch Carlos Mané. Doch Litauen gebührte mit der letzten Aktion des Spiels zum 4:2-Endstand durch Sirgėdas das letzte Wort.

Die zunächst in Rückstand geratenen Spanier zogen mit einem Sieg in Alytus gegen die damit ausgeschiedenen Niederländer ins Halbfinale ein. Clint Leemens brachte das Team von Wim van Zwam nach gut 30 Minuten in Führung, doch der sechsfache Europameister zeigte Moral, glich nach der Pause durch Ramírez' zweites EM-Tor aus und entschied durch Treffer von Álvaro Vadillo und Fede Vico das Spiel für sich. Daran konnte auch Achahbars Elfmetertor zum 2:3 kurz vor Schluss nichts mehr ändern.

©Sportsfile

Marko Pavlovski nach seinem Tor gegen Frankreich

In Kaunas egalisierte Marko Pavlovskis Freistoß Hunous Führungstreffer für Frankreich aus der ersten Halbzeit und ließ Gruppensieger Serbien und die Equipe Tricolore in die K.-o.-Phase einziehen. In einem turbulenten Spiel in Marijampolė verabschiedeten sich die Türkei und Georgien mit einem 4:2 aus Litauen. Nach Avto Endeladses eindrucksvollem Tor für Georgien schlug die Türkei vor der Pause mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten in Gestalt von Okan Deniz zurück. Nika Katscharawa glich nach der Pause aus, doch die Tore von Niyaz und Cenk Şahin machten alles klar für die T��rkei.

Im ersten, von überraschenden Wendungen geprägten Halbfinale brachte Uroš Djurdjević Serbien früh in Führung, doch Bernardo Silva und Guedes trafen nach dem Seitenwechsel für Portugal. Durch den späten Ausgleich von Serbiens Einwechselspieler Mijat Gačinović ging das Spiel in die Verlängerung und schließlich in ein spannendes Elfmeterschießen. Portugal führte bereits 2:0, doch verschoss dann ein Mal und scheiterte zwei Mal am serbischen Keeper Predrag Rajković. Zwei Serben vergaben ebenfalls, aber beim Stand von 2:2 bewahrte A-Nationalspieler Mitrović die Nerven und schoss seine Mannschaft mit dem entscheidenden Schuss ins Finale.

Das zweite Halbfinale in Kaunas nahm nach einer halben Stunde Fahrt auf. Nach Spaniens Führung durch einen Elfmeter von José Rodriguez schlugen die Franzosen mit ihrem gefährlichen Torjäger Benzia postwendend zurück. Eine fesselnde und enge Partie ging in die Verlängerung, bis Antoine Conte, der den Elfmeter verschuldet hatte, einen Fehler in der spanischen Defensive ausnutzte, Frankreich ins Finale schoss und der spanischen Dominanz in dem Wettbewerb ein Ende setzte.

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